Unter dem Begriff „Rheuma“ werden über 100 verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates zusammengefasst. Sie können Gelenke, Muskeln, Sehnen, Knochen, Wirbelsäule oder auch innere Organe betreffen. Manche Erkrankungen verlaufen entzündlich, andere sind verschleißbedingt oder stehen mit Stoffwechselstörungen in Zusammenhang.
Eine frühzeitige Diagnose und individuell abgestimmte Behandlung können entscheidend dazu beitragen, Beschwerden zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern.
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In unserem Rheumatologischen Schmerzzentrum betreuen wir Patientinnen und Patienten mit dem gesamten Spektrum rheumatischer Erkrankungen. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die häufigsten Krankheitsbilder.
In unserer Rheumatologie behandeln wir entzündlich-rheumatische Erkrankungen mit modernen Methoden:
Rheumatoide Arthritis
Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Typisch sind schmerzhafte, geschwollene Gelenke und eine ausgeprägte Morgensteifigkeit. Unbehandelt kann die Erkrankung zu bleibenden Gelenkschäden führen.
Psoriasis-Arthritis
Diese entzündliche Gelenkerkrankung tritt bei Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) auf. Neben den Gelenken können auch Sehnenansätze und die Wirbelsäule betroffen sein.
Morbus Bechterew (Axiale Spondyloarthritis)
Morbus Bechterew ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule. Häufige Beschwerden sind nächtliche Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit und eine Besserung der Symptome durch Bewegung.
Polymyalgia rheumatica
Die Polymyalgia rheumatica verursacht vor allem Schmerzen und eine ausgeprägte Steifigkeit im Schulter- und Beckengürtel. Die Erkrankung tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf und spricht in der Regel sehr gut auf eine Behandlung an.
Riesenzellarteriitis
Hierbei handelt es sich um eine Entzündung größerer Blutgefäße, insbesondere im Bereich der Schläfenarterien. Typische Symptome sind neu auftretende Kopfschmerzen, Kauschmerzen und Sehstörungen, die rasch abgeklärt werden sollten.
Vaskulitiden
Vaskulitiden sind Entzündungen von Blutgefäßen unterschiedlicher Größe. Da nahezu jedes Organ betroffen sein kann, sind die Beschwerden sehr vielfältig und reichen von Hautveränderungen bis zu Organfunktionsstörungen.
Sjögren-Syndrom
Das Sjögren-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, die vor allem die Tränen- und Speicheldrüsen betrifft. Typische Beschwerden sind trockene Augen, Mundtrockenheit sowie Müdigkeit und Gelenkbeschwerden.
Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Der Lupus ist eine Autoimmunerkrankung, die verschiedene Organe wie Haut, Gelenke, Nieren, Herz oder Nervensystem betreffen kann. Die Symptome sind sehr unterschiedlich und reichen von Müdigkeit bis hin zu Organentzündungen.
Reaktive Arthritis
Eine reaktive Arthritis entsteht meist einige Wochen nach einer Infektion des Darms, der Harnwege oder der Atemwege. Sie äußert sich durch Gelenkschmerzen, Schwellungen und gelegentlich Sehnen- oder Augenentzündungen.
Lyme-Borreliose
Die Borreliose wird durch Zecken übertragen und kann Gelenke, Haut, Nervensystem und andere Organe betreffen. Ein frühes Warnzeichen ist häufig die sogenannte Wanderröte um die Einstichstelle.
Systemische Sklerose (Sklerodermie)
Diese seltene Autoimmunerkrankung führt zu einer Verhärtung von Haut und Bindegewebe. Zusätzlich können Blutgefäße sowie innere Organe wie Lunge, Magen-Darm-Trakt oder Nieren betroffen sein.
Arthrose
Die Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung und entsteht durch einen fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels. Typische Beschwerden sind belastungsabhängige Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Gelenksteifigkeit.
Weichteilrheumatismus
Unter diesem Begriff werden Beschwerden von Muskeln, Sehnen, Bändern und Schleimbeuteln zusammengefasst. Häufig treten Schmerzen im Bereich von Rücken, Schultern, Nacken oder Hüften auf.
Sehnen- und Schleimbeutelerkrankungen
Überlastung oder Fehlbelastung können zu Entzündungen und Reizungen von Sehnen und Schleimbeuteln führen. Beispiele sind der Tennisellenbogen oder Schleimbeutelentzündungen an Knie und Schulter.
Fibromyalgie-Syndrom
Die Fibromyalgie ist ein chronisches Schmerzsyndrom mit weit verbreiteten Muskel- und Gelenkschmerzen. Häufig kommen Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit hinzu.
Osteoporose
Bei der Osteoporose nimmt die Knochendichte ab, wodurch die Knochen brüchiger werden. Oft bleibt die Erkrankung lange unbemerkt und wird erst durch Knochenbrüche entdeckt.
Gicht
Gicht entsteht durch erhöhte Harnsäurewerte im Blut, die zur Ablagerung von Kristallen in den Gelenken führen. Typisch sind plötzlich auftretende, sehr schmerzhafte Gelenkentzündungen, häufig am Großzehengrundgelenk.