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Unser erfahrenes Team der Pneumologie steht Ihnen bei allen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen rund um die Lunge zur Seite. Wir bieten Ihnen das gesamte Spektrum der modernen Pneumologie an.
Mit Hilfe verschiedener Verfahren können wir die Funktions- und Leistungsfähigkeit Ihrer Lunge beurteilen. So können wir eine Diagnose stellen, den Behandlungs- und Therapieverlauf weiter kontrollieren und bewerten.
Mit Hilfe der Funktionsdiagnostik testen wir in unserer pneumologischen Abteilung, ob Ihre Lunge richtig arbeitet oder ob möglicherweise Einschränkungen der Lungenfunktion vorliegen. Zu diesem Zweck setzen unsere Ärzte verschiedene Diagnosemethoden ein:
Bodyplethysmographie: Große Lungenfunktionsprüfung
Die Lungenfunktionsprüfung ist eine zentrale Untersuchung bei Erkrankungen der Atemwege und Lunge - aus ihren Messwerten erhalten wir wichtige Hinweise über ihren Funktionszustand. Mit Hilfe der Lungenfunktionsprüfung kann unser Team Aussagen über Verengungen der Bronchien, Einschränkungen der Beweglichkeit des Brustkorbs und Dehnbarkeit der Lunge treffen. Zudem können wir Ihre Leistungsfähigkeit im Alltag, beim (Leistungs-) Sport und in besonderen Situationen, wie zum Beispiel vor einer großen Operation, einschätzen.
Die Untersuchung
Während der gesamten Untersuchung sitzen Sie in einer geschlossenen Kabine und atmen mit Hilfe eines Mundstücks in ein Messgerät ein und aus. Ihre Nase wird dabei mit einer Klemme verschlossen, sodass Sie lediglich über den Mund in das Gerät atmen können. Unsere Assistenz fordert Sie auf, die Tiefe und Stärke sowie die Geschwindigkeit Ihrer Atemzüge zu verändern: normal ein- und ausatmen, besonders tief atmen oder zuerst tiefes einatmen und dann so schnell wie möglich die gesamte Luft wieder ausatmen. Um aussagekräftige Messwerte zu erhalten, ist es wichtig, dass Sie den Anweisungen genau folgen. Die Luftmengen, die Sie bei Ihren Atemzügen bewegen, werden von einem kleinen Gerät gemessen und grafisch aufgezeichnet.
Spiroergometrie: Belastungsuntersuchung
Neben der Lungenfunktionsprüfung kommen auch verschiedenen Belastungsuntersuchungen eine große Bedeutung zu: Angefangen vom 6-Minuten-Gehtest bis zur sogenannten Spiroergometrie. Ein zumeist in der Sportmedizin angewandtes Verfahren, das die Lungenfunktion fortlaufend unter Belastung misst. Zusätzlich werden die Sauerstoffaufnahme des Körpers sowie EKG und Blutdruck aufgezeichnet. Die Untersuchung wird auf dem Fahrradergometer durchgeführt und dauert circa 15 Minuten. Dabei wird die Leistung langsam kontinuierlich gesteigert. Hierdurch kann das individuelle Leistungsvermögen der Patienten ermittelt werden - dies ist insbesondere vor großen Operationen wichtig. Mit Hilfe dieser Methode können wir oftmals auch die Ursache von bis dahin unklarer Atemnot klären.
Echokardiografie: Ultraschall des Herzen
Eine weitere bedeutsame Untersuchungsmethode ist die Echokardiografie – eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Dieses Verfahren bietet uns die Möglichkeit, schnell und mit wenig Aufwand die Struktur und Funktion des bewegten Herzens und seinen Blutfluss anzuzeigen. Besonders bei Lungenhochdruck, der zu schwerer Atemnot führen kann, ist dies wichtig. Sollten sich hierfür Hinweise ergeben, führen wir einen Rechtsherzkatheter durch. Hierbei wird unter Monitorüberwachung ein Ballonkatheter über eine Arm- oder Halsvene in die Lungenstrombahn geführt, um dort Druckwerte zu messen. Liegen auffällige Werte vor, diskutieren wir mögliche Behandlungsmethoden mit erfahrenen Fachkollegen.
Allergologie
Einige Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege, wie zum Beispiel Heuschnupfen und Asthma bronchiale, werden häufig durch Allergien verursacht. Asthma tritt als Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber von Tierhaaren, Hausstaubmilben und beruflichen Schadstoffen, wie beispielsweise Mehlstaub auf. Allergien gegenüber den Pollen blühender Pflanzen führen meistens zunächst zu allergischem Schnupfen (Heuschnupfen) und erst später zu Asthma bronchiale. Zusätzlich behandeln wir Patienten mit sogenannter Vogelhalterlunge oder allergischer Reaktion auf Schimmel.
Unser Behandlungsangebot
Unser Anliegen ist es, Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten – dafür stehen wir Ihnen mit modernsten Untersuchungs- und Therapieverfahren zur Verfügung. In unserem eigenen Allergielabor bieten wir Ihnen die Diagnostik mit Hauttestungen und Blutuntersuchungen an. Zusätzlich stehen unseren Ärzten bronchiale Provokationstestungen zur Verfügung. Je nach Resultat können wir dann in Absprache mit Ihnen geeignete Maßnahmen wie eine Hyposensibilisierung, eine Wohnraumsanierung oder einen Berufswechsel empfehlen. In diesem Zusammenhang nehmen wir auch Begutachtungen vor. Eine fundierte und individuelle Beratung ist für uns selbstverständlich.
Bei Erkrankungen der Atemwege und Lungen ist eine differenzierte und exakte Diagnose besonders wichtig. Das Bronchoskop ermöglicht es, das erkrankte Organ von innen zu betrachten und gezielt zu behandeln.
Bei einer Bronchoskopie können wir mit Hilfe eines speziellen, dünnen Geräts - dem Bronchoskop - Ihre Luftröhre und Bronchien von innen betrachten und untersuchen. Diese Methode ermöglicht es uns, Erkrankungen der Atemwege frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Das Bronchoskop wird über Nase oder Mund durch den Kehlkopf in die Luftröhre und von dort aus weiter in die Bronchusaufzweigungen der einzelnen Lungenabschnitte geführt. Dabei entstehen mittels HD-Technik hochauflösende Videobilder. Je nach Beschwerden und Befunden können über einen Arbeitskanal Gewebeproben und mikrobiologische Untersuchungen erfolgen. Die Behandlung führen wir entweder unter örtlicher Betäubung oder in Narkose durch. Um die Untersuchung für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten, steht uns das Team der Anästhesie jederzeit unterstützend zur Seite.
Endobronchialer Ultraschall (EBUS)
Zur erweiterten Diagnostik besteht die Möglichkeit, eine endobronchiale Ultraschalluntersuchung (EBUS) vorzunehmen. Mit Hilfe dieser Methode können wir unter anderem die Lymphknoten im Brustkorb untersuchen. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Bronchoskopie kommt bei einem EBUS eine Spezialsonde zum Einsatz, bei der neben der Kamera ein Ultraschall-Kopf integriert ist. So werden Tumore oder pathologische Veränderungen im Umfeld der Atemwege sichtbar. Während der Untersuchung können wir ultraschallgesteuert eine direkte Punktion (Einstich in das Gewebe) durchführen, um Gewebeproben aus verdächtigen Lymphknoten zu entnehmen. Diese Methode ermöglicht uns, einen Lungenkrebs-Verdacht besser und sicherer zu überprüfen und eine Ansiedelung von Krebszellen in den Lymphknoten zu diagnostizieren.
Ablauf einer Bronchoskopie im Detail
Das Untersuchungsgerät
Für die Untersuchung benutzt der Arzt ein Bronchoskop. Dabei handelt es sich um einen Schlauch mit einem Durchmesser von nur wenigen Zentimetern. Neben flexiblen gibt es auch starre Bronchoskope. Im Inneren des Schlauchgerätes verlaufen mehrere dünne Kanäle. An der Spitze des Bronchoskops befindet sich ein kleiner Mikrochip, der wie eine Miniaturkamera die Bilder im Inneren des Körpers aufnimmt und direkt auf einem Monitor anzeigt. Durch den anderen Kanal (Arbeitskanal) können beispielsweise eine winzige Zange oder Schlinge vorgeschoben werden, um Gewebeproben zu entnehmen oder Stents zu setzen, die die Atemwege offen halten. Außerdem lassen sich durch das Bronchoskop Flüssigkeiten geben oder absaugen.
Untersuchungsvorbereitung
Einige Tage vor der Untersuchung klärt Sie Ihr Arzt umfassend über die Untersuchung und deren Ablauf auf. Dabei erläutert er Ihnen, was Sie vorsorglich alles zu beachten haben. Am Untersuchungstag selbst muss der Patient nüchtern sein. Die genauen Informationen dazu erfahren Sie von Ihrem behandelnden Arzt. In unserer Sprechstunde bespricht der Arzt zusätzlich mit Ihnen, welche Medikamente abgesetzt oder ersetzt werden müssen. Um Ihnen Ihre Ängste und Sorgen zu nehmen, klären wir alle Fragen von Ihnen vorab, sodass Sie ganz beruhigt in die Untersuchung gehen können.
Die Spiegelung
Während der Spiegelung liegt der Patient auf einer Liege oder auf einem besonderen Behandlungsstuhl. Vor der Untersuchung erhält dieser ein Spray, was den Rachen betäubt und so den Würgereiz hemmt, und/oder ein Kurznarkotikum, sodass der Patient so wenig wie möglich von der Untersuchung mitbekommt. Bei Bedarf können auch Beruhigungs- und Entspannungsmittel eingenommen werden. Bei der Untersuchung führt der Arzt das Bronchoskop über die Nase oder den Mund ein. Eine kleine Kamera überträgt alle Bilder auf einen Monitor. So lassen sich alle Veränderungen der Lunge genau erkennen. Über den Arbeitskanal kann der Arzt während der Untersuchung auch Gewebeproben für eine feingewebliche Untersuchung (Biopsie) entnehmen. Im Einzelfall werden lebenswichtige Funktionen durch EKG und Kontrolle von Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung überwacht.
Nach der Untersuchung
Nach einer Spiegelung werden Sie von unseren Mitarbeitern so lange überwacht, bis sie wieder wach und alle Organfunktionen stabil genug sind. Wurde die Spiegelung ambulant durchgeführt, lassen Sie sich bitte von einer erwachsenen Begleitperson abholen und stellen Sie auch zu Hause eine Aufsichtsperson sicher.
Sofern Sie ein Betäubungs-, Beruhigungs- oder Schmerzmittel bekommen haben oder der Eingriff in Kurznarkose durchgeführt wurde, ist Ihr Reaktionsvermögen nach der Untersuchung noch eingeschränkt. Es ist normal, dass Sie sich schläfrig und müde fühlen. Auf Essen und Trinken sollten Sie so lange verzichten, bis die Betäubung komplett verschwunden ist, sonst besteht die Gefahr sich zu verschlucken. Zudem sollten Sie für 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen, keinen Alkohol trinken, keine gefährlichen Tätigkeiten ausüben oder wichtigen Entscheidungen treffen.
Treten nach der Spiegelung starke Schmerzen, Blutungen oder andere Beschwerden auf, informieren Sie bitte umgehend Ihren behandelnden Arzt.
(05121) 894–5600
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