Mitte Juni kommt Martin Wenzel in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Helios Klinikum Berlin-Buch. Er konnte nicht mehr essen, nicht mehr trinken, sein über 13 Zentimeter großer Tumor hatte in seinen Magen eingeblutet.
Die Lage war äußerst dramatisch für den jungen Musiker und Unternehmer. Trotz seines sehr kritischen Zustandes, wurde bereits auf der Intensivstation mit der Chemotherapie begonnen. Seine Frau wacht die Nächte neben dem Krankenbett, Martin Wenzel bangt um sein Leben. Aber aus seinem Umfeld kann er sich Kraft ziehen.
Komplexe Krebsdiagnose Sarkom
Nach vier Zyklen Chemotherapie ist der Tumor Ende des Sommers stark geschrumpft, verursacht aber weiterhin lebensbedrohliche Komplikationen im Magen. Das Spezialisten-Team aus Radiologen, Onkologen und Chirurgen vom Sarkomzentrum im Helios Klinikum Berlin-Buch entscheidet sich für eine weitere OP zur Entfernung des Tumors sowie der Milz.
Nach Folgeuntersuchungen mit MRT und nuklearmedizinischen PET-CT erhält Martin Wenzel dann Mitte Dezember einen wichtigen Befund. „Aktuell ist bei Herrn Wenzel kein Tumor nachweisbar,“ stellt Dr. Reichardt fest. Und ergänzt: „Eine wissenschaftliche Erklärung für diesen ausgezeichneten Therapieerfolg, der sich in der Regel nur bei einem Teil der Patienten in dieser Form einstellt, gibt es nicht. Wir werden ihn weiterhin im Rahmen der Nachsorge engmaschig beobachten.“
„Sarkome sind eine der komplexesten Krebsdiagnosen. Die Tumore sind selten, oft aggressiv und schwer zu behandeln. Gerade deswegen sollten Betroffene die Sarkomtherapie in ausgewiesenen Spezial- bzw. Referenzzentren durchführen lassen,“ erklärt Dr. Reichardt. Das Sarkomzentrum Berlin-Buch ist Teil der Excellenzinitiative EURACAN (European Rare Cancer Network), um Patienten aus ganz Europa eine bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.
Mit Mutmach-Musik zurück ins Leben
Um seine Krankengeschichte zu verarbeiten, haben Martin Wenzel und seine Frau während seiner Therapie an Songtexten gearbeitet. Daraus ist das Lied „Wunder“ entstanden. Die Einnahmen aus dem Song spendet das Ehepaar zu 100 Prozent an die Deutsche Kinderkrebshilfe.
„Ich möchte mit dem Song Mut machen und wünsche allen, einen positiven Blick auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu behalten“, sagt er über seine Beweggründe für seine Musik.
Martin Wenzel weiß zu geben und bringt gerade Jugendlichen das Rappen bei. „Das mein Krebs nicht mehr nachzuweisen ist, ist mein persönliches Weihnachtswunder,“ sagt Martin Wenzel voller Hoffnung.