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Postpunktioneller Kopfschmerz nach der Geburt
Patientengeschichte

Postpunktioneller Kopfschmerz nach der Geburt

Helmstedt

Jede Geburt bringt gewisse Risiken mit sich, die bei einem gesunden Schwangerschaftsverlauf nicht vorherzusehen sind. Lisa Peinecke, die nach der Geburt ihres Kindes an postpunktionellen Kopfschmerzen litt, lobt die Mediziner und Hebammen der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt für ihre präzise Arbeit.

Schon früh war Lisa Peinecke bewusst, dass Sie in der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt entbinden wollte. „Da die Geburtshilfe in Helmstedt vergleichsweise kleiner ist als in anderen Kliniken, können sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konkret auf einen Patienten konzentrieren. Ich habe mich hier schon bei allen Vorgesprächen sehr wohl gefühlt“, erzählt die frischgebackene Mutter. Erst gegen Ende des neunten Schwangerschaftsmonats bahnte sich eine späte Frühgeburt an. „Frau Peinecke hatte einen unauffälligen Schwangerschaftsverlauf. Während der Geburt trat allerdings ein Missverhältnis zwischen Kindskopf und dem Becken auf, weshalb der Beckenboden seine Spannung verloren hat. Daraufhin wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt“, erklärt Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe Haydar Altamimi.

Die Sectio wurde ohne Probleme durchgeführt und die kleine Tina ist gesund auf die Welt gekommen. „Nach der Geburt meiner Tochter war ich überglücklich. Alle Abläufe und Eingriffe wurden mir gut und verständlich von Ärzten und Hebammen erklärt. Doch nach der Operation traten anhaltende Kopfschmerzen und Nackensteifheit auf“, so Lisa Peinecke. Die Blutdruck- sowie Laborwerte lagen im Normbereich, sodass eine postpartale Präeklampsie, also ein Organschaden, ausgeschlossen werden konnte. Ebenso wie eine Geburtskanal- und Harnwegsinfektion.

Es wurden internistische, neurologische, neurochirurgische und anästhesiologische Beurteilungen sowie ein MRT des Schädels durchgeführt. Dabei haben wir alle möglichen Verdachtsdiagnosen analysiert und auch eine Entzündung der Hirnhaut ausgeschlossen.

Haydar Altamimi, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Bei der PDA (Periduralanästhesie) kam es offensichtlich zu einem sogenannten Duraleck. Das bedeutet, es gab eine versehentliche Punktion der Dura mater, also der anatomischen Begrenzung zwischen dem Epiduralraum und dem Spinalraum, in dem das in Nervenwasser (Liquor) eingebettete Rückenmark mit seinen Nervenausläufern verläuft.

Dr. med. Volker Quantz, Chefarzt für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Durch eine Punktion dieser bindegewebigen Struktur entsteht ein kleines Loch, aus dem das Nervenwasser austreten kann. Diese Löcher schließen sich normalerweise von selbst, nur in seltenen Fällen bleibt das Leck bestehen und der Verlust des Liquors macht sich in aufrechter Position, etwa beim Sitzen oder Stehen, als erheblicher und schnell einsetzender Kopfschmerz bemerkbar. „Aufgrund des anhaltenden Liquorverlustes mit Kopfschmerzen wurde Frau Peinecke eine Kochsalzlösung auf der periduralen Seite der Duramembran injiziert, ein sogenannter „patch“. Dadurch kommt es zum Aufbau eines Gegendruckes, der einen weiteren Austritt des Liquors unterdrückt.“, erklärt Dr. Quantz das Verfahren.

Die Injektion hat die Beschwerden von Lisa Peinecke gelindert, sodass sie nach 13 Tagen in der Klinik wieder schnell mobil wurde. „Eine Geburt kann wunderschön und selbstbestimmt sein, auch wenn es Interventionen gibt. Mir wurde alles genau erklärt und Zeit gelassen, Entscheidungen zu treffen. Ich habe alle Behandlungen in der Klinik als sehr positiv und vertraut empfunden. Unserer Tina geht es außerdem wunderbar. Sie ist ein sehr aufmerksames und fröhliches Mädchen. Wir würden die Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte gerne nach der Corona-Pandemie noch mal besuchen, um uns zu bedanken“, sagt Lisa Peinecke glücklich.

Pressekontakt

Lisa Iffland

Referentin Unternehmenskommunikation
Lisa Iffland

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