Elektrophysiologische Untersuchung und Diagnose

Als elektrophysiologisches Schwerpunktzentrum untersuchen wir alle Formen von Herzrhythmusstörungen. Hierfür steht modernste Medizintechnik zur Verfügung, die von einem erfahrenen und engagierten Team aus Ärzten und Pflegekräften bedient wird.

Der erste Schritt, um Herzrhythmusstörungen zielgerichtet zu behandeln, ist die richtige Diagnose. Dazu nutzen wir verschiedene Untersuchungsverfahren, um eventuelle Veränderungen an Ihrem Herzschlag zu erkennen.

Beim Elektrokardiogramm (EKG) messen wir die elektrischen Ströme im Herzen und können so Rückschlüsse auf die Art der Rhythmusstörung ziehen. Liegen Herzrhythmusstörungen vor, können wir durch das EKG auch erkennen, wo diese entstehen. Sie entstehen entweder im sogenannten Herzvorhof oder in der Herzkammer.

Aufschluss kann bei Bedarf auch ein Belastungs-EKG geben, die sogenannte Ergometrie. Hier messen wir Herzaktivität unter Belastungsbedingung beim Radeln auf einem Fahrrad. Denn bestimmte Herzrhythmusstörungen treten nur dann auf oder verschlechtern sich unter Belastung.

Ein Langzeit-EKG über 24 Stunden hilft, auch Unregelmäßigkeiten des Herzrhythmus aufzudecken, die nur sporadisch auftreten. Sie können mit dem Langzeit-EKG Gerät nach Hause gehen und Ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen. Befinden Sie sich beispielsweise bereits in einer medikamentösen Therapie, können wir innerhalb dieses Zeitraumes Ihre Herzfrequenz beurteilen und eine entsprechende Anpassung vornehmen.

Falls die kontinuierliche Aufzeichnung durch ein Langzeit-EKG vermutete Herzrhythmusstörung nicht dokumentiert, kann ein tragbares kleines EKG-Gerät, ein sogenannter Eventrecorder, helfen. Sie schalten das Gerät ein, sobald Symptome auftreten. Selten auftretende Herzrhythmusstörungen  können so eventuell doch erfasst werden.

Sehr selten auftretende Herzrhythmusstörungen können auch mit einem tragbaren Ereignisrekorder nicht erfasst werden. In solchen Fällen steht uns ein implantierbarer Ereignisrekorder zur Verfügung, der bis zu drei Jahre den Herzrhythmus überwacht und speichert. Dieses Gerät hat etwa die Größe eines kleinen USB-Sticks und wird unter die Haut auf Höhe des Herzens implantiert.

Reichen die verschiedenen Formen der Elektrokardiographie für eine Diagnose nicht aus, besteht die Möglichkeit einer Herzkatheteruntersuchung. Mit Hilfe von Mess- und Stimulationskatheter lassen sich Herzrhythmusstörungen auslösen und vermessen, sodass wir die für Sie am besten geeignete Behandlung planen und vornehmen können.