Thoraxchirurgie

Nach der Entlassung

Obwohl Sie in unserem Krankenhaus eventuell nicht ruhig schlafen, Ihre beliebigen Sendungen im T.V anschauen, das Essen nach Ihrem Geschmack genießen oder Ihre Freunde nicht jederzeit sehen konnten, haben Sie sich dennoch geborgen gefühlt. Auf Abruf stand sofort ein helfender Pfleger  und je nach Bedarf ein Arzt zur Verfügung. Und nun, zu Hause? „Was mache ich, wenn starke Schmerzen oder Atemnot auftreten?“, fragen sich die meisten Patienten. Keine Angst. Wie bereits gesagt, stecken Sie noch in der Erholungsphase. Ihr Körper braucht, je nach durchgeführter Operation, zwischen 1 Woche bis 6 Monaten um seine früheren Leistungen wieder zu erreichen. Manchmal werden Sauerstoff und Mobilitäts-Hilfsmittel benötigt. Für diese Phase haben wir folgende Tipps für Sie zusammengestellt.

  • Die erste Nacht zu Hause ist meist die schwierigste, da oft Gefühle von Unsicherheit und Hilflosigkeit auftreten. Bemühen Sie sich, Ruhe zu bewahren. Nehmen Sie die Medikamente, die Ihnen verschrieben worden sind und trinken Sie einen Kamillen Tee. Eine Schlaf-Tablette kann auch helfen. Wenn die bisherige Heilung der Wunde das erlaubt (bei der Entlassung wir werden Sie darüber informieren) sollten Sie heiß duschen gehen. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen und teilen Sie ihnen mit, wie Sie sich fühlen. Im Notfall, können Sie unseren Diensthabenden Arzt unter der Telefonnummer 03771 58 3456, erreichen. Tagsüber erreichen Sie uns unter der Telefonnummer 03771 58 1316 oder unsere Notaufnahme unter der 03771 58 1473.

  • In Ihrem Entlassungsbrief wird neben unseren Empfehlungen für Ihren Hausarzt auch ein Termin zur postoperativen Kontrolle beigefügt sein. In dem Termin werden wir die Wundheilung kontrollieren, das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen (u.a. Anschluss-Therapie Bedarf, Reha, Nachsorge, u.s.w.) und Ihre Fragen klären.

  • Schonen Sie sich. Sie brauchen nicht auf alle Ihnen gewohnten Aktivitäten des Alltags zu verzichten, aber versuchen Sie alles in Maßen zu halten. Ihre Grenzen werden Ihnen vor allem durch „Atemnot“ und „Schweiß“ erkenntlich werden. Da Bewegungsbedingte Schmerzen plötzlich auftreten können, empfehlen wir, für einen Zeitraum von 2 Wochen nicht aktiv Autozufahren. Als Beifahrer ist Ihnen das Fahren natürlich gestattet. Fliegen gestaltet sich oft etwas komplizierter, da jede Fluggesellschaft ihre eigenen Voraussetzungen stellt. Grundsätzlich darf geflogen werden, wenn die Heilung abgeschlossen  ist.  Die Feinheiten sind von der Operation und dem Verlauf nach der OP abhängig. Am besten sprechen Sie uns diesbezüglich bei dem ersten Kontrolltermin an.

  • Nehmen Sie Ihre Schmerzmedikamente regelmäßig  für 3 bis 6 Wochen ein. Auf jeden Fall mindestens bis zum ersten Kontrolltermin bei uns. Wenn Sie Schmerzen haben, müssen Sie auf folgendes achten:
    • Sie werden möglicherweise nicht genügend tief einatmen können oder Husten müssen. Das kann zu einem „Atemnot“ Gefühl oder zu einer Lungenentzündung führen.
    • Ihre Mobilität wird eingeschränkt.
    • Ihr Wohlbefinden wird gravierend beeinträchtigt.
    • Die „Schmerzen“ können auf einem höheren Niveau gleichbleibend sein, was zu den so genannten „chronische“ Schmerzen führen könnte.

  • Ein warmes Dusche bzw. lokale Wärme lindert die „stechenden“ lokalen Schmerzen.

  • Wenn Sie sich psychisch überbelastet fühlen, sprechen Sie uns unverzüglich an. Wir können Ihnen diesbezüglich helfen.