Xenia, Annemarie und Letizia sind drei der wissbegierigen Auszubildenden, die sich für die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegehelferin am Helios Klinikum Pforzheim entschieden haben. Gemeinsam mit ihrem Kursleiter, Frank Körner, haben sie bei einer praktischen Übung eine Alltagssituation im Krankenhaus nachgespielt: Letizia hat eine Patientin gemimt, Xenia und Annemarie mussten ihre Vitalzeichen messen und ein ermutigendes Gespräch mit ihr aufbauen. „Durch solche Rollenspiele lernen unsere Auszubildenden eventuelle Berührungsängste abzubauen, auf die verschiedenen Bedürfnisse ihrer Patient:innen einzugehen und im Team zusammenzuarbeiten. In einem anschließenden Feedbackgespräch besprechen wir die Übung und evaluieren was verbessert werden kann. So gewinnen die angehenden Gesundheits- und Krankenpflegehelfer:innen Sicherheit für ähnlichen Situationen im Stationsalltag“, erklärt der Kursleiter Frank Körner.
Denn schon während der fachpraktischen Ausbildung dürfen die Auszubildenden selbst Aufgaben im Klinikalltag übernehmen. Sie unterstützen die Pflegekräfte bei pflegerischen Maßnahmen und wirken an der verordneten Therapie mit. Dabei erlernen die Nachwuchskräfte die grundpflegerische Versorgung und Betreuung von Patienten. Neben der Körperpflege oder dem Messen von Vitalzeichen fallen in ihren Tätigkeitsbereich auch hauswirtschaftliche Aufgaben, wie die Bettenaufbereitung und die Essensversorgung, welche für einen reibungslosen Stationsablauf unerlässlich sind. Ein Highlight für die Auszubildenden ist, dass ihnen auch Ärzt:innen Einblicke in die medizinische Patientenversorgung gewähren.
Annemarie, die mit ihren über 50 Jahren die reifste Auszubildende im Kurs ist, freut sich über die Dankbarkeit der Patient:innen. „Ich bin schon immer gerne für andere Menschen da. Wenn wir unsere Patient:innen waschen oder beim Essen unterstützen, bedanken und freuen sie sich. Dann weiß ich: ich habe etwas Gutes getan! Aber auch die Kollegen auf Station sind dankbar für unsere Unterstützung und beziehen uns gerne in die Patientenversorgung ein.“ Dass zwischen ihr und der mit 16 Jahren jüngsten Kurskollegin einige Jahrzehnte liegen, sieht sie als Vorteil an. „Ich selbst kann meine Lebenserfahrung weitergeben und als Klassenmutti manchmal auch hektische Situationen beruhigen. Im Gegenzug lerne ich innovative Herangehensweisen der jüngeren Kolleg:innen kennen. Somit profitieren wir in unserem bunt gemischten Kurs, in dem neben den unterschiedlichen Altersklassen auch verschiedenste Nationalitäten vertreten sind, alle voneinander.“
Nach einem Jahr bestehend aus theoretischem und praktischem Unterricht sowie der fachpraktischen Ausbildung steht nun das Examen kurz bevor. Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegehelfer:innen können direkt in den Beruf einsteigen oder eine dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau/-mann anschließen.
„Die Ausbildung unserer Pflegekräfte nehmen wir seit über 150 Jahren selbst in die Hand. Unsere neue einjährige Ausbildung ermöglicht den Auszubildenden einen schnellen Berufseinstieg und ist ein wichtiger Schritt zur Nachwuchskräftesicherung im Klinikum“, freut sich Torsten Knoll, Gesamtschulleiter des Helios Bildungszentrum.