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Kopfschmerzen im Schulalter: Chefarzt der Neurologie hielt Vortrag für Oberstufenschüler an Nienburger Gymnasien

Kopfschmerzen können den Alltag maßgeblich einschränken – und zwar nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen. Dr. Martin Bästlein, Chefarzt der Neurologie der Helios Kliniken Mittelweser, hat zu diesem Thema erstmalig einen Vortrag für die Oberstufen und Lehrkräfte der Nienburger Gymnasien Albert-Schweitzer-Schule und Marion-Dönhoff-Gymnasium gehalten. Die erfolgreiche Premiere des schulübergreifenden Formats zeigte, dass Kooperationen zwischen Schulen und den Helios Kliniken Mittelweser als regionalem Gesundheitsversorger einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten können.

17.03.2026 Lesedauer: - Min.
Vortrag Kopfschmerzen Schule

Großes Interesse, lebendige Diskussionen und ein Thema mit hoher Alltagsrelevanz: Mit einem praxisnahen Vortrag informierte Dr. Martin Bästlein, Chefarzt der Neurologie an den Helios Kliniken Mittelweser, Oberstufenschülerinnen und -schüler sowie Lehrkräfte über „Kopfschmerzen im Schulalter“. Die Veranstaltung fand im Forum des Marion-Dönhoff-Gymnasiums statt. Eingeladen waren die Oberstufen der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) und des Marion-Dönhoff-Gymnasiums (MDG).

MDG-Rektor Lutz Kulze-Meyer eröffnete die Veranstaltung und dankte Bästlein für sein Engagement. „Dieses Format ist eine echte Premiere für unsere beiden Schulen. Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es eine wertvolle Gelegenheit, medizinische Themen aus erster Hand von einem Experten zu erfahren“, betont Kulze-Meyer. Besonders das Thema traf einen Nerv. „Kopfschmerzen begegnen uns im Schulalltag sehr häufig und stellen für Schülerinnen und Schüler, aber auch für Lehrkräfte, oftmals eine erhebliche Einschränkung dar. Umso mehr freuen wir uns, dass Herr Dr. Bästlein dieses wichtige Thema aufgegriffen und so anschaulich vermittelt hat“, ergänzt Dr. Sebastian Wegner, Schulleiter der ASS.

Bästlein stellte in seinem Vortrag verschiedene Formen von Kopfschmerzen sowie deren Ursachen, Diagnostik und Therapie dar. Dabei wurde deutlich, dass Kopfschmerzen bereits im Kindesalter beginnen können und im Jugendalter weit verbreitet sind: Untersuchungen zufolge leiden bis zu 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit zunehmendem Alter gelegentlich unter Kopfschmerzen, etwa 10 Prozent sind sogar von Migräne betroffen. Noch häufiger sind Spannungskopfschmerzen, die die Lebensqualität allerdings weniger beeinträchtigen. Insgesamt sind die Zahlen in den letzten Jahren erheblich angestiegen.

„Die Auslöser hierfür sind vielfältig – nicht zu unterschätzen sind eine instabile soziale Umwelt, aber auch unregelmäßiger Schlaf, Flüssigkeitsmangel und intensive Bildschirmnutzung. Besonders die Migräne kann den Alltag erheblich beeinträchtigen und führt zu starken, wiederkehrenden Schmerzen, die zum Teil mit neurologischen Symptomen, wie Sehstörungen, häufig auch mit Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit einhergehen und nicht selten zu Fehlzeiten in der Schule führen“, so der Chefarzt.

Bästlein erläuterte zudem die diagnostischen Verfahren sowie verschiedene Therapieansätze. Beim akuten Migräneanfall helfen ein Coolpack auf Stirn oder Schläfen, Reizabschirmung und die Ermöglichung von Rückzug. Neben medikamentösen Behandlungen kommt insbesondere präventiven Maßnahmen eine große Bedeutung zu. Dazu zählen ein geregelter Tagesrhythmus (Prinzip „Gleichtakt und Regelmäßigkeit“), ausreichend Bewegung, regelmäßige Mahlzeiten, besonders zum Frühstück sowie Strategien zur Stressbewältigung, wie Entspannungstechniken. Es gehe um verschiedene Aktivitäten zur Gesunderhaltung des Nervensystems, die auch in Schulen vermittelt werden könnten, erläutert Bästlein.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten zahlreiche Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich weitergehend zu informieren. Die erfolgreiche Premiere des schulübergreifenden Formats zeigte, dass Kooperationen zwischen Schulen und den Helios Kliniken Mittelweser als regionalem Gesundheitsversorger einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten können.