Komplexe Wechseloperationen an Hüft- und Knieprothesen dürfen nach den neuen gesetzlichen Vorgaben nur noch an ausgewählten Krankenhäusern durchgeführt werden. Der Ortho-Campus des Helios Cäcilien-Hospitals Hüls gehört zu diesen spezialisierten Standorten und versorgt Patientinnen und Patienten aus Krefeld und der gesamten Region.
Eine Wechseloperation kann aus unterschiedlichen Gründen notwendig werden – beispielsweise durch altersbedingten Verschleiß, eine Lockerung oder Instabilität der Prothese, Veränderungen am Knochen oder eine Infektion. Wir klären die Ursache der Beschwerden sorgfältig und prüfen, ob wir einzelne Komponenten oder die gesamte Prothese wechseln müssen. Anschließend entwickeln wir eine Behandlungsstrategie, die genau zu Ihrem individuellen Befund passt.
Wir behandeln sowohl aseptische Revisionen – also Wechseloperationen ohne Infektion – als auch septische Revisionen bei einer nachgewiesenen periprothetischen Infektion. Dabei verbinden wir langjährige operative Erfahrung mit einer präzisen OP-Planung, modernen Rekonstruktionsverfahren und einer individuell abgestimmten Rehabilitation direkt an unserem Standort.
Als zertifiziertes EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung begleiten wir Sie von der ersten Untersuchung über die Operation und Mobilisierung bis zur stationären Rehabilitation - alles aus einer Hand.
Das zeichnet uns aus
Keine Wechseloperation gleicht der anderen. Deshalb beurteilen wir vor dem Eingriff die vorhandene Prothese, die Knochensubstanz und mögliche Defekte. Auf dieser Grundlage entwickeln wir die passende Rekonstruktionsstrategie.
Je nach Befund wechseln wir einzelne Komponenten oder die gesamte Prothese. Für komplexe Knochendefekte nutzen wir unter anderem modulare Revisionsimplantate, Cones und Augmente. Dank unserer umfassenden Implantat- und Instrumentenauswahl können wir unser Vorgehen auch während der Operation flexibel anpassen.
Bei einer Infektion arbeiten wir nach standardisierten Behandlungspfaden. Das operative Vorgehen und die Antibiotikatherapie stimmen wir eng mit der Infektiologie und Mikrobiologie ab.
Wir wählen den operativen Zugang passend zum individuellen Befund. Wenn es medizinisch möglich ist, setzen wir muskelschonende und minimalinvasive Verfahren ein – an der Hüfte beispielsweise den direkten vorderen Zugang, den sogenannten DAA-Zugang. So schonen wir das umliegende Gewebe und schaffen gute Voraussetzungen für die anschließende Mobilisierung.
Wir bereiten unsere Patientinnen und Patienten gezielt auf den Eingriff vor und mobilisieren sie nach der Operation so früh, wie es medizinisch sinnvoll ist. Schmerztherapie, Physiotherapie und Rehabilitation stimmen wir auf den persönlichen Genesungsverlauf ab. So fördern wir eine frühzeitige und zugleich sichere Rückkehr in die Bewegung.
Ältere und betagte Menschen benötigen häufig mehr Zeit und eine besonders angepasste Betreuung. Diese Zeit geben wir ihnen. Unser interdisziplinäres orthopädisch-geriatrisches Team berücksichtigt Begleiterkrankungen, körperliche Belastbarkeit und den persönlichen Unterstützungsbedarf. Physiotherapie, Mobilisierung und Behandlungstempo passen wir individuell an.
Nach der Operation können wir die stationäre Rehabilitation direkt am Ortho-Campus anbieten. So bleiben Operation, Nachbehandlung und Reha an einem Standort. Unsere Operateure, das Reha-Team und die Physiotherapie stimmen sich unmittelbar miteinander ab.
Die Rehabilitation richten wir genau auf den Eingriff aus. Wenn die Belastung wieder aufgebaut werden kann, fördern wir gezielt den Muskelaufbau, die Gelenkfunktion, ein sicheres Gangbild und die Selbstständigkeit im Alltag.
Nach einer infektionsbedingten Wechseloperation stellen wir außerdem die korrekte Fortführung der Antibiotikatherapie sicher. Dabei bleiben Operateur, Reha-Team und Mikrobiologie eng miteinander im Austausch.