Mit rund 15.000 Neuerkrankungen pro Jahr gilt Mund- und Rachenkrebs als die siebthäufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Das Risiko steigt bei Nikotin- und Alkoholgenuss sowie beim Kontakt mit bestimmten humanen Papillomviren (HPV). Das Gute: Die genetische Entartung der Mundschleimhautzellen kündigt sich meist langsam an. An Stellen mit verhornter Schleimhaut im Mund (hier sind die vom Kauvorgang stark beanspruchten Gebiete gemeint, wie etwa Gaumen und Zahnfleisch) bilden sich weiße Flecken. An Stellen, die von einer unverhornten Schleimhaut bedeckt sind (wie Mundboden und Zungenunterseite) entstehen rote Flecken. Um diese Flecken richtig deuten und solche, die auf Mund- und Rachenkrebs hindeuten, von denen zu unterscheiden, die harmlosere Erkrankungen mit sich bringen, bedarf es eines medizinisch geschulten Auges. Denn auch die vermeintlich harmloseren Mundbefälle bergen ein gewisses Risiko – wie etwa der orale Lichen planus (OLP). Diese wahrscheinlich autoimmun bedingte Erkrankung kann den Krebs begünstigen. Eine medizinische Untersuchung ist daher immer ratsam, bei frühzeitiger Diagnose sind die Heilungschancen gut. In einem für Laien verständlichen Vortrag erläutert der weit über regionale Grenzen hinaus anerkannte Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie in den Helios Kliniken Kassel Prof. Dr. Hendrik Terheyden alles Wissenswerte zu den Möglichkeiten der Selbstuntersuchung, Therapie und Krebsvorsorgeuntersuchungen. Diese sind sowohl bei niedergelassenen Zahnärzt:innen, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen sowie in den Helios Kliniken Kassel möglich.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei.
Wo: Cafeteria EG, Helios Kliniken Kassel, Hansteinstraße 29, 34121 Kassel
Wann: Dienstag, 19. März 2024, 16:30 – 17:30 Uhr
Referent:in: Prof. Dr. Hendrik Terheyden, Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie