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Sekretariat Pectus-Klinik
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Trichterbrust (Pectus excavatum) / Thoraxwanddeformität
Die Trichterbrust, auch Pectus excavatum genannt, ist die häufigste Fehlbildung der Brustwand. Dabei ist das Brustbein nach innen eingesenkt, was die charakteristische trichterförmige Vertiefung entstehen lässt. Oft besteht zusätzlich eine Verkrümmung der Rippen oder der Wirbelsäule, diese kann jedoch auch unabhängig auftreten.
In den meisten Fällen verursacht die Trichterbrust keine oder nur sehr geringe Beeinträchtigungen von Herz- oder Lungenfunktion. Daher steht bei der Behandlung meist der ästhetische Aspekt im Vordergrund: Viele Betroffene empfinden die sichtbare Einziehung als belastend oder störend.
Unsere Patientinnen und Patienten berichten von einer hohen Zufriedenheit mit dem Ergebnis. Neben einer deutlich verbesserten Körperform trägt die Korrektur häufig zu einem gestärkten Selbstbewusstsein und gesteigerten Wohlbefinden bei.
Minimalinvasive Trichterbrust Korrektur (Operation nach Nuss)
Die Operation einer Trichterbrust erfolgt meist aus funktionellen, wie auch ästhetischen und psychischen Gründen. Dafür stehen verschiedene Verfahren einer minimal-invasiven videogestützten Operation zur Verfügung. Bei der sogenannten Nuss-Operation zur Behandlung einer Trichterbrust (Pectus excavatum) werden ein oder mehrere Metallbügel unterhalb des Brustbeins platziert, um das Brustbein anzuheben. Die Metallbügel werden nach drei Jahren in einer kleineren Operation wieder entfernt. Diese Methode eignet sich sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.
Bei funktionellen Beschwerden (z. B. Luftnot bei Belastung, Druckschmerz im Brustkorbbereich) ist dies die Methode der Wahl.
Nach der Operation können zunächst postoperative Schmerzen auftreten. Etwa zwei bis drei Wochen nach der Operation sind die meisten Patient:innen nur noch wenig eingeschränkt. Kontaktsportarten sollten für bis zu sechs Monate nach der Operation vermieden werden. Physiotherapeutische Schulungen beginnen direkt nach der Operation.
Als Folge der Operation verbleiben zwei wenige Zentimeter lange Narben beidseits seitlich am Brustkorb. Ein Schnitt in der Mittellinie ist nicht mehr notwendig. Die Narben der Operation verblassen in der Regel über Monate bis Jahre. Bei vielen Eingriffen bleiben nur feine, blasse Linien sichtbar.
Der stationäre Aufenthalt nach der Operation beträgt etwa sieben Tage.
Ästhetische Korrektur
Unser Ziel ist eine natürliche und harmonische Brustkontur mit einem möglichst schonenden, risikoarmen Eingriff. Da eine aufwendige knöcherne Korrektur für das gewünschte ästhetische Ergebnis nicht erforderlich ist, verwenden wir maßgefertigte Silikonimplantate, die individuell für Sie hergestellt werden.
Das Implantat wird über einen Schnitt in der Unterbrustfalte oder über dem Brustbein eingebracht. Diese Methode beeinträchtigt weder die Stabilität noch die Funktion des Brustkorbes. Dadurch sind Krankenhausaufenthalt, Heilungsdauer und Nachsorgeaufwand sehr gering. Auch eine intensive Schmerztherapie ist in der Regel nicht notwendig.
In geeigneten Fällen kann auch mit einer alleinigen Eigenfetttransplantation ein Konturausgleich erfolgen.
Bei funktionellen Beschwerden ist allerdings die knochenumformende Chirurgie der einzig mögliche Weg.
Zur geeigneten Behandlung informieren wir Sie gern detailiert.
Vor der Operation wird ein präziser Abdruck Ihrer Brustwand angefertigt. Auf dieser Basis entsteht ein maßgeschneidertes Implantat aus hochwertigem, medizinischem Silikon, das die Einsenkung exakt ausgleicht und einen sicheren Halt gewährleistet.
Nach dem Eingriff sollte Sport, besonders bei Muskeltraining im Brustkorb, für ca. 3 Monate bis zur vollständigen Einheilung des Implantates nicht erfolgen. Zu Beginn der Heilung empfehlen wir für ca. 4 Wochen das Tragen einer Kompressionsweste.
Das Implantat wird in der Regel über einen Schnitt über dem Brustbein eingebracht. Bei einseitigen Veränderungen, kann ggf. auch ein Schnitt in der Unterbrustfalte erfolgen
Die Narben verblassen mit der Zeit, können aber auch tw. sichtbar bleiben. Gelegentlich kommt es zu einer verlängerten Wundwasserbildung, die ambulant abgelassen werden kann. Es sollte daher für etwa 4 Wochen eine Kompressionsweste getragen werden.
Der stationäre Aufenthalt nach der Operation beträgt zwei bis drei Tage.