Veranstaltungsprogramm 2022 & Impfaktion im Helios Spital
Pressemitteilung
Zu viel Lärm kann krank machen

Vogelgezwitscher statt Beats im Ohr

Überlingen

Vogelgezwitscher, Kinderlachen, wummernde Bässe, tropfende Wasserhähne, ein hupendes Auto und das Martinshorn des Rettungswagens – Geräusche, die jeder von uns kennt. Doch: Wann wird aus einem Geräusch eigentlich Lärm? Und wie wirkt sich Lärm auf unseren Körper aus?

Dezibel ist die Maßeinheit, mit der sich Lärm messen lässt – je lauter, umso höher die Zahl. Ein Blatt raschelt bei 10 Dezibel, 40 bis 60 Dezibel sind normale Zimmerlautstärke, bei einem Rockkonzert kann es schon mal 110 Dezibel geben. Ab 120 Dezibel können wir einen akuten Hörschaden davontragen, denn diese Lautstärke verursacht nicht nur Schmerzen im Ohr, sondern schädigt das Gehör bleibend.

„Dennoch ist der Begriff Lärm auch eine Frage des Empfindens“ sagt Dr. Roland Simeoni. Der Chefarzt der Kardiologie im HELIOS Spital Überlingen kennt die Auswirkungen des Lärms aus seiner täglichen Arbeit. Nicht selten spielt der Faktor Lärm eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Sind Menschen regelhaft einem gewissen Lärmpegel ausgesetzt, stresst das den Körper, er reagiert entsprechend: „Schlafstörungen oder Herz-Rhythmus-Störungen bis hin zum Herzinfarkt können die Folge sein“, so Dr. Simeoni.

Der Mediziner weiß, dass es nicht allein die Lautstärke ist, die unseren Körper „stresst“. Auch wiederkehrende Geräusche, die wir mit einem negativen Gefühl verbinden, sorgen schnell dafür, dass unsere Nerven blank liegen: „Wenn Sie den Hund im Haus nebenan leise jammern hören, weil er schon wieder stundenlang alleine gelassen wird, kann sie das zur Weißglut bringen!“ Der achtjährige Sprössling hingegen, der mit seiner Blockflöte fleißig und lautstark eine Melodie übt, ist für die Eltern selten ein Problem.

Straßenverkehr, Musik aus dem Radio, Unterhaltungen, Telefongespräche, das alles muss von unserem Gehirn verarbeitet werden. Dr. Roland Simeoni empfiehlt deshalb, ganz bewusste „Geräusch-Pausen“ einzulegen: „Lassen Sie das Radio einfach mal aus. Oder lauschen Sie beim Joggen dem Vogelgezwitscher statt den Beats aus dem Ohrhörer“. Solche stillen Momente sind für Ohr, Gehirn und den Nerven eine gesunde Erholungspause.

Was aber, wenn man Lärm nicht ausweichen kann? Dann bleibt nur der Kopfhörer, etwa im Straßenbau oder für den Waldarbeiter. Und was, wenn Lärm dort entsteht, wo Menschen eigentlich gesund werden sollten – in der Klinik nämlich? „Gerade auf den Intensivstationen sind Patienten und unsere Mitarbeiter einer beträchtlichen Geräuschkulisse ausgesetzt“, so Dr. Ole Bayer, Chefarzt der Intensivmedizin des HELIOS Spitals Überlingen. Deshalb gibt es seit einigen Wochen sogenannte „Lärmampeln“ am Stationsstützpunkt und in den Zimmern der dortigen Intensivstation.

Das grüne Licht signalisiert, dass der Lärmpegel in einem akzeptablen Bereich ist. „Schält die Ampel auf Rot, tun wir alles, um die Geräuschkulisse umgehend zu senken“ sagt Bayer. „So sehen wir quasi den Lärm und können aktiv dazu beitragen, dass unsere Patienten in Ruhe genesen können. Außerdem hilft es uns für die sehr kranken Patienten einen für die Gesundung so wichtigen ‚Tag- Nachtrhythmus‘ zu gewährleisten. “



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Das HELIOS Spital Überlingen befindet sich in einer der schönsten Regionen Deutschlands am Bodensee. Das leistungsfähige Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit über 170 Betten bietet rund um die Uhr kompetente medizinische Versorgung in zehn medizinischen Fachrichtungen: Allgemein- und Viszeralchirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin, Gefäß- und Endovaskularchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Geriatrie (Altersmedizin), Medizinische Klinik I (Allgemein Innere Medizin & Gastroenterologie), Medizinische Klinik II (Kardiologie), Orthopädie und Unfallchirurgie, Radiologie sowie Urologie. Das medizinische Angebot wird durch die belegärztlich geleitete Abteilung für HNO ergänzt. Jährlich werden rund 9.100 Patienten stationär und 16.000 ambulant versorgt. Rund 400 Mitarbeiter setzen sich jeden Tag für das Wohl der Patienten ein. Die Patientenzimmer mit Sicht über den Bodensee sowie die persönliche Atmosphäre helfen den Patienten sich wohlzufühlen und schnell zu genesen.

HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.



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