Vorreiter in der familiengestützen Therapie: Erste Eltern-Kind-Station in Schleswig-Holstein
Neues Therapieangebot für Familien

Vorreiter in der familiengestützen Therapie: Erste Eltern-Kind-Station in Schleswig-Holstein

Schleswig

Eltern stehen während der Entwicklung ihrer Kinder oft vor großen Herausforderungen, die sie nicht allein bewältigen können. In der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie des Helios Klinikum Schleswig finden Familien in Krisen bei allen Störungsbildern des kinder- und jugendpsychiatrischen Alltags Unterstützung. Mit der neuen Eltern-Kind-Station „Bootshaus“ erweitert die Klinik ihr stationäres Angebot für Kinder im Alter von null bis zwölf Jahren mit ihren Bezugspersonen – als erste in Schleswig-Holstein.

Starkes Trotzverhalten, aufmüpfiges und aggressives Verhalten, Schulverweigerung, Ängste und Zwänge oder auch Beziehungsprobleme zwischen Eltern und Kindern - Beispiele für Situationen, die für Familien nicht immer leicht zu meistern sind. Zeigt ein Kind Verhaltensauffälligkeiten sind nicht nur Eltern, sondern auch das soziale Umfeld gefordert. Oftmals gerät der komplette Familienalltag aus den Fugen. Hier setzt das multiprofessionelle Team der Eltern-Kind-Station "Bootshaus" an und bietet durch die gemeinsame stationäre Aufnahme Eltern die Möglichkeit, in intensiver Form in die Therapie eingebunden und damit an der Entwicklung von Lösungen direkt beteiligt zu sein.

"Der Beitrag der Eltern ist hier unerlässlich, denn keiner kennt die Kinder besser als sie", weiß Dr. Jessika Kienel-Winter, Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Der Aufenthalt in einer Klinik stellt für Kinder oft eine schwierige Situation und eine große Herausforderung dar. Durch die Begleitung eines Elternteils fühlen Kinder eine sofortige Unterstützung, meistern die neue, ungewohnte Situation entspannter und können sich gemeinsam mit Vater oder Mutter auf Veränderung einlassen. Die multiprofessionelle Diagnostik im gemeinsamen Stationsalltag ermöglicht es, Schwierigkeiten in der Eltern-Kind-Interaktion besser zu erkennen und ein Stück Familienalltag in die Therapie zu integrieren. "So können wir alltägliche Probleme besser herausarbeiten und individuelle Lösungsansätze für aufkommende Schwierigkeiten entwickeln", so die Expertin. Die Kinder kommen anschließend nicht nur im familiären Alltag besser zurecht, auch die gestellten Aufgaben in der Schule oder im Kindergarten sind leichter zu meistern.

Ein großer Vorteil ist zudem, dass sich die Eltern während des stationären Aufenthaltes vollständig auf die Therapie konzentrieren können, ohne durch den oft schwierigen Alltag gestresst und abgelenkt zu sein. Gemeinsam erlebte schöne Momente stärken zudem die Bindung zwischen Kind und Eltern. Auch der enge Austausch der Eltern miteinander im Stationsalltag oder während der Therapieeinheiten wird als hilfreich und unterstützend empfunden. "Unser Ziel ist es die Schwierigkeiten des Kindes verständlich zu machen, um wieder gemeinsam im Familienalltag miteinander zurecht zu kommen und gemeinsame Lösungen zu finden, die das Kind in seiner Entwicklung spürbar unterstützen", so Dr. Kienel-Winter.

Über die Station

Die Eltern-Kind-Station verfügt über sieben Behandlungsplätze. Es werden Mädchen und Jungen im Alter von null bis zwölf Jahren behandelt. Gemeinsam mit einem Elternteil werden die Kinder in einem Zimmer mit eigenem Bad untergebracht. Auf Wunsch können weitere Bezugspersonen an der Therapie teilnehmen. Die Dauer der Therapie wird individuell mit den Familien geplant und an die jeweiligen Bedürfnisse und Möglichkeiten angepasst. Die Wochenenden verbringen die Familien im häuslichen Umfeld. Während der Behandlung ist eine enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen gewünscht.

Kontakt:
Helios Klinikum Schleswig
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Eltern-Kind-Station
Friedrich-Ebert-Str. 5a
24837 Schleswig
Tel: (04621) 83-1606

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks "Wir für Gesundheit". Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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