Lassen sich erneute Hüftbrüche trotz Osteoporose vermeiden?
Pressemitteilung
Helios Klinik München Perlach beteiligt sich an bayerischem Innovationsprojekt des Gemeinsamen Bundesauschusses

Lassen sich erneute Hüftbrüche trotz Osteoporose vermeiden?

München

Die Unfallchirurgie und Orthopädie der Helios Klinik München Perlach nimmt als klinischer Partner eines bayernweiten Forschungsprojekts teil. Ziel ist eine verbesserte Patientenversorgung, die osteoporosebedingte Folgebrüche der Hüfte verhindert und die Lebensqualität der Patienten erhöht. Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss geförderte (FLS-Care) Studie startet zum 1. Oktober.

In Deutschland ziehen sich jährlich mehr als 140.000 Menschen eine hüftgelenksnahe Oberschenkelfraktur zu. Hauptgrund hierfür ist eine Osteoporose. Die Hälfte dieser Patienten mit einem knochenschwund-bedingten Bruch erleidet in den ersten zwei bis vier Jahren einen Folgebruch. Dabei zeigen erste Studien, dass durch eine gezielte Osteoporose-Therapie bis zu 80 Prozent dieser Brüche vermieden werden könnten. An dieser Stelle setzt nun ein neues bayernweites Innovationsprojekt des Gemeinsamen Bundesausschusses an: Die sogenannte FLS-Care Studie, an der sich die Helios Klinik München Perlach als klinischer Kooperationspartner beteiligt.

FLS steht dabei für Fracture Liason Service und die angestrebte verbesserte Patientenversorgung an der Schnittstelle zwischen dem stationären Klinikaufenthalt und der nachgelagerten ambulanten Behandlung. Das Ziel der Forschungsgruppe: Zu zeigen, dass eine eng verzahnte und abgestimmte Betreuung der Patienten durch Ärzte, Pflegekräfte und Physiotherapeuten während und nach einem Klinikaufenthalt die Zahl von Folgebrüchen und Stürzen verringert. „In der Konsequenz kann dies zu einer geringeren Sterblichkeit und höheren Lebensqualität der Osteoporose-​Patienten führen“, erklärt Prof. Dr. Hans-Joachim Andreß, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie und Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums der Helios Klinik München Perlach.

Die Perlacher Helios Klinik ist eine von 18 bayerischen Kliniken, die zusammen Patientendaten von insgesamt etwa 1.200 Männern ab 60 und Frauen ab 50 Jahren mit osteoporosebedingter Hüftfraktur in die FLS-Care Studie einfließen lassen. „Wir freuen uns sehr, dass wir einen Teil zu diesem wichtigen Forschungsprojekt beitragen können“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Andreß. Er hat sich an der Helios Klinik München Perlach auf die operative Versorgung von osteoporosebedingten Brüchen spezialisiert und zusammen mit Dr. Rainer Ahrens, Chefarzt der Akutgeriatrie der Helios Klinik München Perlach, ein Alterstraumatologiezentrum aufgebaut. Jährlich werden dort 200 Patienten mit osteoporosebedingten Oberschenkelbrüchen versorgt.

„Im Hinblick auf die sich ändernde Altersstruktur unserer Gesellschaft sind neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Osteoporose-Behandlung, die nach wie vor als unheilbare Krankheit gilt, von großer Bedeutung“, sagt Andreß. Zudem könne ein Erfolg der FLS-Care Studie ganz konkret bedeuten, dass eine verbesserte und standardisierte Therapie von den Krankenkassen übernommen werde.

Gefördert wird das bayernweite FLS-Care Projekt über vier Jahre mit insgesamt ca. 3,2 Millionen Euro vom Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschusses. Weitere Informationen zur Studie unter der Leitung der Unfallchirurgie des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München finden sich unter www.fls-care.de.

Der Gemeinsame Bundesausschuss ist das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. Gebildet von der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Bund der Krankenkassen sowie der Kassen- und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigungen bestimmt er, welche medizinischen Leistungen Versicherte in Deutschland beanspruchen können. Ziel des Innovationsfonds ist es, neue Versorgungsformen in der Praxis zu testen und wissenschaftlich zu evaluieren.

 

Die Helios Klinik München Perlach ist ein modernes Haus der Grund- und Regelversorgung mit 150 Betten und akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München. Mit einer Notaufnahme sowie den Fachabteilungen Akutgeriatrie, Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Gefäßchirurgie, Handchirurgie, Innere Medizin sowie Orthopädie und Unfallchirurgie bietet sie eine Versorgung auf Universitätsniveau. 2016 vertrauten rund 7.100 stationäre sowie rund 13.500 ambulante Patienten der Erfahrung und Expertise der insgesamt rund 250 Beschäftigten. Neben der medizinischen und pflegerischen Qualität schätzen sie insbesondere die kurzen Wege sowie die persönliche, familiäre Atmosphäre.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2019 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 123 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sieben Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland fast 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Anouk Joester

Pressesprecherin | Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing
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