Brüche und Gelenkverrenkungen

Brüche und Gelenkverrenkungen

Unser menschlicher Körper besteht aus mehr als 200 Knochen und 100 Gelenken. Für die Behandlung von Verletzungen des Bewegungsapparates nutzen unsere Fachärzte für Unfallchirurgie und Orthopädie sowohl konservative als auch operative Verfahren.

Obwohl unsere Knochen relativ hart sind, kommt es immer wieder beim Sport oder Unfällen zu Brüchen – sogenannten Frakturen. Allerdings können nicht nur Knochen, sondern auch die Gelenke auf Grund von Unfällen oder Krankheiten brechen. Liegt eine Osteoporose vor, können Brüche auch bei geringerer Krafteinwirkung auftreten.

Unabhängig von der Ursache, tritt eine Fraktur meist in Kombination mit Schwellungen oder Blutergüssen auf und verursacht starke Schmerzen. Eine Behandlung ist notwendig, um die Funktion des Knochens, bzw. des Gelenks wieder herzustellen. Zur Wahl stehen folgende Behandlungen:

Bei dieser Behandlungsmethode stellt ein Arzt die Extremität mit Gips, Schiene oder Verband ruhig. Die Fixierung soll eine erneute Fehlstellung verhindern, sodass der Bruch unter Entlastung gut verheilen kann. Eine Röntgenkontrolle ist meist notwendig.

Operiert wird, wenn eine konservative Therapie nicht sinnvoll ist. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Patient starke Schmerzen hat, oder eine sofortige Belastung nötig ist. Komplizierte Frakturen können meist nur operativ wieder in die richtige Stellung gebracht werden, so dass später eine schmerzfreie, achsgerechte Belastung möglich ist. Eine stufenfreie Korrektur beugt zudem einem Gelenkverschleiß (Arthrose) vor. Bei der Operation positioniert der behandelnde Arzt die Bruchstücke wieder richtig und fixiert diese anschließend mit Hilfsmitteln wie Platten, Nägeln oder Schrauben. Diese Methode wird auch als Osteosynthese (Osteo = Knochen; Synthese = zusammenfügen) bezeichnet.

Neben Büchen können auch Gelenkverrenkungen auftreten. Bei einer sogenannten Luxation springt der Kochen aufgrund starker Krafteinwirkungen, z.B. durch einem Sturz, aus dem Gelenk. Dies ist sehr schmerzhaft und schränkt die Beweglichkeit erheblich ein. Eine unfallchirurgische Behandlung ist notwendig: Bestehen keine weiteren Verletzungen renkt der behandelnde Arzt bei der sogenannten Reposition Ihr Gelenk unter Schmerzmittelgabe wieder ein. Anschließend stabilisiert er mit einer Schiene oder Verbänden und prüft gegebenenfalls mittels weiterer Untersuchungen die Notwendigkeit einer Operation.