Erster stationärer Corona-Patient jährt sich

Erster stationärer Corona-Patient jährt sich

Breisach am Rhein

Vor einem Jahr, im März 2020, behandelten die Helios Kliniken in Breisach, Müllheim und Titisee-Neustadt die ersten stationären Covid-19-Patienten. Seit dem hat sich vieles verändert. Sinkende Covid-19-Patientenzahlen ermöglichen eine stufenweite Ausweitung der Behandlungskapazitäten.

Am 4. März 2020 nahm die Helios Rosmann Klinik Breisach als erste der drei Helios Kliniken im Landkreis den ersten Covid-19-Patienten zur stationären Behandlung auf. Am 12. März folgte der erste Patient in Titisee-Neustadt und nur einen Tag später in Müllheim. Bis heute wurden in den drei Kliniken insgesamt knapp 500 Covid-19-Patienten aller Schweregrade behandelt. Hinzu kamen die vielen Patientinnen und Patienten, welche aufgrund verschiedener Indikatoren bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses als Verdachtspatienten oder ambulant behandelt wurden.

Personelle und logistische Herausforderungen

Zu Beginn der Pandemie standen die Kliniken vor großen Herausforderungen, offenen Fragen und vielen Unsicherheiten. Bis heute, ein Jahr nach der ersten stationären Patientenaufnahme, hat sich vieles verändert. „Das vergangene Jahr war nicht einfach, aber in vieler Hinsicht lehrreich“, fasst Dr. Bernhard Walter, Ärztlicher Direktor der Breisacher Klinik, das vergangene Jahr zusammen. Dr. Hartmut Ehrle-Anhalt, Ärztlicher Direktor in der Müllheimer Klinik, ergänzt: „Das vergangene Jahr war geprägt von einem sehr dynamischen Geschehen, kurzfristigen Veränderungen sowie einer großen Herausforderung bezüglich des Personals, der Logistik und der Materialbeschaffung. Aber auch von einer hohen Einsatzbereitschaft und einem enormen Zusammenhalt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das macht uns stolz.“

Sicherheitskonzept, Tests und Impfungen

Im Laufe der Monate kamen neue Erkenntnisse über das Virus Sars-CoV-2 und den Umgang mit der Pandemie hinzu. Um die Sicherheit in den Kliniken zu gewährleisten, wurden Pandemiepläne umgesetzt, Isolierbereiche errichtet, planbare Eingriffe zeitweise verschoben, ein heliosweites Sicherheitskonzept sowie ein Testkonzept für Patienten und Mitarbeiter eingeführt. Die mittlerweile weit fortgeschrittene Impfung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt einen weiteren wichtigen Schritt für die Sicherheit in den Kliniken dar. „Helios, wir als Kliniken und generell die Medizin haben sich im vergangenen Jahr weiterentwickelt und viele Herausforderungen gemeistert. Auf diesem Weg müssen wir weitergehen, um die sichere Versorgung aller Covid-19- und Nicht-Covid-19-Patienten auch weiterhin bestmöglich zu gewährleisten und einen Weg zurück zur Normalität zu finden“, resümiert Dr. Constanze Vollmer, Ärztliche Direktorin in der Helios Klinik Titisee-Neustadt.

Sinkende Patientenzahlen

In einigen Kliniken sinkt die Zahl der Patient:innen, die aufgrund einer Covid-19 Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden müssen. Diese Situation ermöglicht den Helios Kliniken im Landkreis je nach Patientenaufkommen eine stufenweise Ausweitung der zuletzt wegen Covid-19 eingeschränkten Behandlungskapazitäten. „Je nach Situation führen wir zusätzlich geschaffene Isolierbereiche wieder ihrer ursprünglichen Aufgabe zu und fahren den geschützten Regelbetrieb weiter hoch“, erklärt Klinikgeschäftsführer Robert Möller und führt weiter aus: „Wir erkennen aber auch, dass sich das Infektionsgeschehen derzeit stabilisiert, die Infektionszahlen aber stagnieren oder wieder steigen. Die Pandemie wird uns auch in den kommenden Monaten beschäftigen. Wir beobachten die Situation im Landkreis sehr aufmerksam. Deshalb ist auch bei der schrittweisen Rückkehr zum Regelbetrieb der Schutz der Gesundheit unserer Patienten und Mitarbeitern das oberste Ziel“, sagt Möller. „Die seit Monaten geltenden Regelungen und Konzepte in den Kliniken bleiben deshalb weiterhin bestehen.“ Bei einem Anstieg der Zahlen der Covid-19-Patienten reagieren die Kliniken kurzfristig auf die Entwicklungen und erweitern die Isolierbereiche entsprechend.

Vom Drive-In bis zum Testzentrum

Mit Aufnahme des ersten Covid-19-Patienten errichtete die Breisacher Klinik Mitte März 2020 einen Drive-In für Corona-PCR-Tests. „Der Andrang war enorm. Zeitweise hatten wir meterlange Autoschlangen vor unserem Drive-In“, erinnert sich Hygienefachkraft Stefanie Fleischer. „Insbesondere zu Beginn der Pandemie konnten wir so unseren Beitrag leisten und die Stadt Breisach sowie die Hausärzte in unserer Umgebung unterstützen.“ Der Drive-In der Klinik wurde mit Eröffnung der kommunalen Fieberambulanzen und Testzentren zurückgebaut, das Engagement der Klinik bleibt: „Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten sich ehrenamtlich außerhalb ihrer Arbeitszeit im Testzentrum der Stadt Breisach engagieren und ihre Expertise einbringen“, freut sich Stefanie Fleischer, die sich in Zusammenarbeit mit der Stadt ehrenamtlich für die Organisation des Breisacher Schnelltestzentrums einsetzt und ihr Know-How einbringt.

 


In unseren Texten verwenden wir weitestgehend eine geschlechtsneutrale Sprache, aus Gründen der besseren Lesbarkeit weichen wir an einigen Stellen allerdings davon ab, schließen jedoch immer gleichermaßen alle Geschlechteridentitäten ein.

Die Kliniken Breisach, Müllheim und Titisee-Neustadt gehören seit 1998 zu Helios. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hält seit der Privatisierung der Kliniken 26 Prozent an der gemeinsamen Trägergesellschaft. Als Helios Kliniken Breisgau-Hochschwarzwald stehen sie für die wohnortnahe und kompetente medizinische Versorgung rund um Freiburg im Breisgau. Die Kliniken behandeln zusammen jährlich etwa 21.000 stationäre und 38.000 ambulante Patienten. Insgesamt verfügen sie über 424 Betten und beschäftigen rund 1.000 Mitarbeiter.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika. Rund 20 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 52 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Patienten behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.