Nationales Zweitmeinungsprojekt Hodentumoren sorgt für verbesserte Therapien
Zweitmeinung bei Hodenkrebs:

Nationales Zweitmeinungsprojekt Hodentumoren sorgt für verbesserte Therapien

Berlin

Eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen, wünschen sich viele Patienten, doch zur Umsetzung kommt es häufig aus vielen Gründen nicht. Bei Hodenkrebs wird dieses durch das „Nationale Zweitmeinungsprojekt Hodentumoren“ vorbildlich ermöglicht. Das „non-profit“ Projekt sorgt in Deutschland und Österreich für eine bessere Versorgung und bessere Therapien bei Hodenkrebs.

  • 30 Prozent der Patienten mit Hodenkrebs erhalten eine Zweitmeinung durch Experten des Nationalen Zweitmeinungsprojektes Hodentumoren.
  • Experten informieren am großen Krebs-Infotag am 22. September über modernste Krebsmedizin

Ist die Diagnose Hodenkrebs gestellt, kann sich der behandelnde Arzt über das Zweitmeinungsnetzwerk online unterstützen lassen und eine Zweitmeinung einholen.

„In 2017 wurde so für jeden dritten Patienten mit Erstdiagnose Hodenkrebs eine Zweitmeinung über unser Netzwerk erstellt“

sagt Prof. Dr. med. Mark Schrader, Initiator des Projekts und Chefarzt Urologie im Helios Klinikum Berlin-Buch

Seit der Gründung des Projekts in 2006 durch die German Testicular Study Group wurden mehr als 6.400 Zweitmeinungen eingeholt. Eine Abweichung von der Erstmeinung ist nicht selten: In über 40 Prozent der Fälle gibt es eine Diskrepanz zwischen Therapieplan des Anfragenden und der Expertenzweitmeinung.

Über die Internetseite www.hodentumor.zweitmeinung-online.de können Urologen anonymisiert Patientendaten an einen Hodentumorspezialisten übermitteln und erhalten in der Regel innerhalb von 48 Stunden eine Zweitmeinung mit einer Behandlungsempfehlung. Unabhängig von der Versicherung können Ärzte das Portal für Patienten nutzen und für die Patienten fallen keine Kosten an.  

Das Projekt wurde zunächst durch die Deutsche Krebshilfe und die Gert und Susanna Meyer Stiftung sowie aktuell durch die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V., die aQua-Institut GmbH und die Techniker Krankenkasse finanziert.  

Krebs-Infotag am 22. September

Von 9 bis 15 Uhr sprechen Spezialisten im Helios Klinikum Berlin-Buch mit Interessierten über moderne Krebsmedizin. TV-Mediziner Dr. Carsten Lekutat moderiert eine Expertenrunde zur fachübergreifenden Krebsbehandlung. Den Impulsvortrag zum Thema Naturheilverfahren hält Prof. Dr. Andreas Michalsen. Interessierte können sich über die Website anmelden, aber auch spontane Teilnehmer sind willkommen: www.helios-gesundheit.de/krebs-weiter-leben

Fotocredit: Thomas Oberländer | Helios Kliniken

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