MRSA & Co. – Infos für Patienten

MRSA & Co. – Infos für Patienten

Warum ist die Isolation so wichtig? Welche Screenings bieten wir an? Und was bedeutet die Abkürzung MRSA? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir auf dieser Seite.

Händedesinfektion

Eine der effektivsten Maßnahmen zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen, neben dem gezielten Antibiotikaeinsatz, ist die Händedesinfektion. Am wichtigsten bei der Versorgung von kranken, abwehrgeschwächten Menschen ist es, die Anzahl an Keimen auf den Händen deutlich zu reduzieren. Seife reicht hierbei nicht aus, das gelingt nur mit einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel. Zu beachten dabei ist, dass mindestens zwei Hübe aus dem Spender genommen werden und die Hände rund 30 Sekunden eingerieben werden müssen.

Screening

Bei allen Patienten wird bei Aufnahme ins Helios Klinikum Berlin-Buch ein sogenanntes Risikoprofil erstellt. Wenn sich ein Risiko zeigt, dann testen wir auf den betreffenden Erreger, z.B. durch Abstriche von Nase, Rachen, Wunde, Stuhl und Urin.

Isolierung

Wenn im mikrobiologischen Labor ein Erreger nachgewiesen wird, entschieden unsere Ärzte, ob der Patient in einem Einzelzimmer untergebracht und isoliert wird. Ziel ist es, den Patienten selbst zu schützen und andere nicht zu gefährden. Patienten mit demselben Erreger dürfen in einem Zimmer zusammenliegen (= Kohortenisolierung).

Multiresistente Keime

Der bekannteste Keim ist wohl der MRSA-Erreger. Dahinter verbirgt sich das Methicillin-resistente Staphylococcus aureus, ein Sammelbegriff für Staphylococcus-Stämme, die gegenüber Antibiotika resistent sind. Ein Großteil der Menschen tragen ihn bereits auf der Haut oder in der Nase, gefährlich wird er aber erst, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Leider ist dieser Keim sehr widerstandsfähig und kann monatelang infektiös bleiben.

Ein weiterer bekannter Erreger sind die Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE). Diese Bakterien sind eigentlich Teli einer gesunden Darmflora und dort auch sehr nützlich. Gelangen Sie aber in eine Wunde, etwa nach einer Operation, können sie dort großen Schaden anrichten.

Ein noch recht neues, aber zunehmendes Phänomen sind die sogenannten 4MRGN-Bakterien. Das sind Bakterienstämme, die gegen alle vier Antibiotikagruppen resistent sind. Die Behandlung dieser Erreger ist äußerst schwierig.

Was tun unsere Mitarbeiter?

Für unsere Mitarbeiter gehört die Händedesinfektion zur Basishygiene bei der Versorgung von Patienten. Sie erfolgt immer vor und nach jedem direkten Patientenkontakt. Richtig durchgeführt, greift sie bei allen infektionsrelevanten Erregern.  Weitere Notwendigkeiten ergeben sich aus den fünf Kriterien zur Desinfektion der World Health Organsation (WHO).

Was können Besucher und Angehörige tun?

Auch für Besucher und Angehörige ist die Händedesinfektion eine notwendige Maßnahme zur Prävention. Vermeiden Sie Krankenhausbesuche, wenn Sie selbst akut erkrankt sind (z.B. grippaler Infekt, Durchfallerkrankung).

Sprechen Sie uns gern an

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter auf der Station oder an die Krankenhaushygiene vor Ort. Auch alle übrigen Mitarbeiter im Haus stehen Ihnen für Erklärungen oder Antworten jederzeit zur Verfügung.