Wenn Arthrose den Alltag bestimmt
„Die Arthrose im rechten Knie hat mich über Jahre begleitet. Irgendwann konnte ich kaum noch laufen und selbst Fahrradfahren war nicht mehr möglich. Mir war klar: Jetzt muss etwas passieren“, erinnert sich die Karin Tober.
Die Untersuchungen zeigten eine fortgeschrittene Arthrose an der Innenseite des rechten Kniegelenks. „Bei einer Kniearthrose nutzt sich der schützende Knorpel im Gelenk im Laufe der Zeit wie eine verschlissene Stoßdämpferschicht ab, wodurch Knochen auf Knochen reiben kann und schmerzhafte Entzündungen entstehen“, erklärt Prof. Dr. med. habil Christian Stärke, Chefarzt Orthopädie und Sporttraumatologie in der Helios Fachklinik. Da die Patientin bereits alle konservativen Therapien ausgeschöpft hatte und die übrigen Gelenkanteile noch gut erhalten waren, entschied sich der Chefarzt Prof. Stärke für eine Teilprothese – einen sogenannten Kniegelenkschlitten. Implantiert wurde dieser mit Unterstützung des robotergestützten Operationssystems.
Hightech für mehr Präzision
„Die Unterstützung des OP-Roboters bedeutet auch weniger Gewebeschädigung, geringerer Blutverlust und vor allem eine schnellere Rehabilitation für die Betroffenen“, ergänzt Prof. Stärke. „Der Roboter unterstützt uns Operateure mit präzisem Feedback und sorgt für maximale Sicherheit. Die Verantwortung liegt dabei jederzeit in den Händen des Operationsteams“.
Von der modernen Technik hatte die 75-jährige Patientin bereits vor der Operation gehört. Das gab ihr zusätzliches Vertrauen. Noch wichtiger war für sie jedoch das Gefühl, während ihres gesamten Aufenthalts gut aufgehoben zu sein. „Von der Aufnahme bis zur Entlassung habe ich mich rundum wohlgefühlt in der Fachklinik. Alle waren unglaublich freundlich und haben sich Zeit genommen. So eine herzliche Betreuung erlebt man nicht überall“, erklärt Karin Tober.
Zurück zu dem, was Freude macht
Operiert wurde die 75-jährige Patientin Anfang Juni. Bereits nach wenigen Tagen konnte sie die Fachklinik verlassen und setzte ihre Rehabilitation mit ambulanter Physiotherapie konsequent fort. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Schon nach sechs Wochen bewegt sie ihr Knie wieder frei, beugt es deutlich über 90 Grad und geht ohne Gehhilfen.
Für die Patientin steht inzwischen wieder das im Mittelpunkt, was ihr besonders wichtig ist: das Leben auf dem Land genießen. Spaziergänge und vor allem die Arbeit im Garten sollen bald wieder selbstverständlich sein. „Ich möchte wieder draußen unterwegs sein, mich bewegen und in meinem Garten arbeiten. Unsere Obstbäume warten schon auf mich – und irgendwann gibt es auch wieder selbst gebackenen Apfelkuchen“, sagt Karin Tober lächelnd.
Dass ihre Operation zugleich die 500. roboterassistierte Knieoperation der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern war, sieht sie als schöne Randnotiz. Viel wichtiger sei ihr das Ergebnis: „Ich bin einfach froh, dass ich mich wieder bewegen kann und jeden Tag merke, wie es weiter vorangeht.“
Mit inzwischen 500 erfolgreich durchgeführten roboterassistierten Knieoperationen zählt die Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern zu den erfahrensten Zentren für roboterassistierte Knieendoprothetik in der Region. Die Kombination aus modernster Technologie, langjähriger Expertise und einer individuell abgestimmten Nachbehandlung ermöglicht vielen Patientinnen und Patienten eine schnelle Rückkehr in einen aktiven Alltag.