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Tag gegen den Schmerz: Schmerzklinik Stolzenau bietet Telefonhotline und gibt Betroffenen eine Stimme

Chronische Schmerzen bestimmen für Millionen Menschen in Deutschland den Alltag – viele fühlen sich damit allein gelassen oder nicht ernst genommen. Zum internationalen Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni 2026 rücken die Helios Kliniken Mittelweser deshalb die Stimmen der Betroffenen in den Mittelpunkt: Ihre persönlichen Erfahrungen zeigen, wie entscheidend Verständnis, Zeit und eine ganzheitliche Behandlung sind. Zudem beteiligt sich das Team der Schmerzklinik Stolzenau an der bundesweiten Telefonaktion, unter der Expertinnen und Experten bundesweit unter der kostenfreien Hotline 0800 18 18 120 von 9 bis 18 Uhr für Fragen zur Verfügung stehen. 

21.05.2026 Lesedauer: - Min.
Tag gegen den Schmerz: Schmerzklinik Stolzenau bietet Telefonhotline und gibt Betroffenen eine Stimme

Millionen Menschen in Deutschland leben mit chronischen Schmerzen – häufig begleitet von Einschränkungen im Alltag, sozialem Rückzug und dem Gefühl, nicht verstanden zu werden. Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und über moderne Behandlungsmöglichkeiten zu informieren, veranstaltet die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. am Dienstag, 2. Juni 2026, den bundesweiten „15. Aktionstag gegen den Schmerz“. Unter dem Motto „Bewusstsein schaffen“ beteiligen sich auch die Helios Kliniken Mittelweser mit einer Telefonaktion. Von 9 bis 18 Uhr steht das Team der Schmerzklinik am Standort Stolzenau neben weiteren Expertinnen und Experten aus dem ganzen Bundesgebiet unter der kostenfreien Hotline 0800 18 18 120 für Fragen und Informationen zur Verfügung.

„Chronische Schmerzen betreffen nicht nur den Körper, sondern oftmals das gesamte Leben. Deshalb verfolgen wir einen ganzheitlichen Therapieansatz, bei dem verschiedene Berufsgruppen eng zusammenarbeiten – von Ärztinnen und Ärzten über Psychotherapie, Physiotherapie und Kunsttherapie bis hin zu speziell ausgebildeten Schmerzschwestern und unserem Pflegepersonal“, erklärt Bernd Goevert, leitender Arzt der Schmerztherapie.

Wie wertvoll diese umfassende Begleitung ist, zeigen die Erfahrungen der Patientinnen selbst. So etwa Anette Stremme, die seit 2022 regelmäßig zur Behandlung nach Stolzenau kommt. Die 68-Jährige leidet an Fibromyalgie – einer chronischen Schmerzerkrankung, die mit starken Muskel- und Sehnenschmerzen, Erschöpfung und Schlafstörungen einhergeht. „Neben der medizinischen Betreuung habe ich hier gelernt, wie sehr mir Bewegung und Entspannungstechniken helfen – auch zuhause. Ich gehe jedes Mal gestärkt nach Hause und bekomme immer wieder neue Impulse, die mir im Alltag helfen“, berichtet sie.

Zum ersten Mal in Behandlung ist Wally Hein. Seit einer Gürtelrose vor vier Jahren leidet die Rentnerin unter starken Nervenschmerzen. Zahlreiche Therapieversuche blieben bislang ohne Erfolg. „Ich habe so vieles ausprobiert – nichts hat wirklich geholfen“, erzählt sie. In der Schmerzklinik erlebt sie nun vor allem Verständnis, Ruhe und neue Hoffnung. „Ganz gleich, mit wem man spricht – alle sind engagiert, aufmerksam und nehmen mich ernst.“

Auch Iris Meier, die aufgrund starker, chronischer Rückenbeschwerden in die Schmerzklinik kam, hebt die persönliche Betreuung hervor: „Man fühlt sich hier nicht wie eine Nummer, sondern als Mensch wahrgenommen.“

Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sind psychologische Einzel- und Gruppengespräche. „Körper und Seele sind eng miteinander verbunden. Stress verstärkt Verspannungen und Schmerzen – ein Teufelskreis. Zudem führen chronische Schmerzen und mangelndes Verständnis oft zu Rückzug und Depressionen. Gespräche vermitteln Betroffenen Selbstvertrauen und Werkzeuge, um diesen Kreislauf zu durchbrechen“, erklärt Viktor Hortmann, psychologischer Psychotherapeut an der Schmerzklinik.

Auch Michaela Bergholz und Anke Weihs, die seit vielen Jahren mit chronischen Schmerzen leben, kennen diese Erfahrungen nur zu gut. „Der typische Satz lautet oft: ,Du siehst doch gut aus – dir kann es doch gar nicht schlecht gehen‘“, berichten die beiden. Umso wichtiger sei es gewesen, in der Schmerzklinik auf Verständnis zu treffen und Menschen zu begegnen, die ähnliche Erfahrungen teilen.

„Dass uns Patientinnen und Patienten immer wieder rückmelden, wie gut sie sich hier aufgehoben fühlen, bestätigt uns darin, gemeinsam den richtigen Weg zu gehen“, resümiert Pflegefachkraft Bettina Wagner.

Wer direkt einen Termin für ein unverbindliches Vorgespräch in der Schmerzklinik Stolzenau vereinbaren möchte, erreicht diese unter folgender Nummer: 05761-9007 160 oder per Email: schmerzklinik.stz@helios-gesundheit.de

 

 

Foto v.l.: Pain Nurse Bettina Wagner, Patientinnen Iris Meier, Wally Hein, Anke Weihs, Michaela Bergholz, Anette Stremme, Psychologischer Psychotherapeut Viktor Hortmann, leitender Arzt der Schmerztherapie, Bernd Goevert