Schonender Schutz ohne Eingriff am Herzen
Der S-ICD (Subcutaneous Implantable Cardioverter Defibrillator) ist ein Wächter für den Notfall. Er erkennt lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen sofort und gibt bei Bedarf einen rettenden Impuls ab. Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Geräten: Die Elektroden liegen direkt unter der Haut am Brustkorb. Das Herz und die empfindlichen Blutgefäße bleiben unberührt.
Zukunftstechnologie für junge und chronisch kranke Patienten
Besonders jüngere Patienten profitieren von der Langlebigkeit und der Gefäßschonung des neuen Systems. Da die Sonden nicht in das Herz einwachsen, bleibt das Risiko für Langzeitschäden an den Herzklappen oder Gefäßen minimal.
Die Premiere in Burg war eine Teamleistung: Kardiologen, Anästhesisten und OP-Pflege bereiteten den Eingriff interdisziplinär vor.
Mit der erfolgreichen Erstimplantation baut die Helios Klinik Jerichower Land ihr Leistungsspektrum der Kardiologie weiter aus. Zukünftig soll das Verfahren gezielt in das bestehende Versorgungskonzept für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für den plötzlichen Herztod integriert werden.