Dr. med. Sebastian Hentsch übernimmt zum 01. Oktober 2026 die Chefärztliche Leitung der beiden Fachbereiche Gynäkologie und Geburtshilfe am Helios Klinikum Berlin-Buch von Dr. med. Annette Isbruch, kommissarische Leitung der Geburtshilfe, und Dr. med. Christine Mau, kommissarische Leitung der Gynäkologie und Leiterin des Brustzentrums. Zuletzt war Dr. med. Hentsch als Oberarzt an der Universitätsfrauenklinik in Düsseldorf tätig. Sowohl auf den Bereich der Urogynäkologie als auch der Endometriose ist er spezialisiert. In Buch betreut er fortan zwei große, modern ausgerichtete Fachbereiche mit kompetenten und erfahrenen Teams, die Patientinnen und werdende Mütter medizinisch auf höchstem Niveau betreuen. Bald nach seinem Antritt als Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe sollen auch die zwei neuen Kreißsäle im Helios Klinikum Berlin-Buch eröffnet werden.
„Ich freue mich, unsere Patientinnen gemeinsam mit meinen Kolleg:innen vertrauensvoll und professionell zu betreuen. Sowohl die Gynäkologie als auch die Geburtshilfe sind für Frauen wichtige Anlaufpunkte, wenn es um sensible und emotionale Themen wie die gynäkologische Gesundheit, Familienplanung und Geburt geht. Ich bin mir der Verantwortung, die meine Teams und ich dahingehend tragen, überaus bewusst und trete meinen neuen Posten mit großer Motivation an. Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein renommierter Standort, an dem ich meine Erfahrung und meine Qualifikationen optimal einsetzen und somit zur weiterhin positiven Entwicklung der Fachbereiche beitragen kann“, äußert sich Dr. med. Hentsch.
Dr. med. Hentsch absolvierte sein Studium der Humanmedizin an der Universität Leipzig und erlangte seine Approbation an der Universitätsfrauenklinik Leipzig. Er promovierte in den Bereichen Pädiatrie und Neonatologie. Seine Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe absolvierte er ebenfalls an der Universitätsfrauenklinik Leipzig. Im Anschluss daran war er zunächst als Oberarzt, dann als Leitender Oberarzt am Evangelischen Krankenhaus in Düsseldorf tätig. Nach weiteren Stationen als Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Städtischen Klinikum Solingen sowie als Spezialist für Gynäkologische Onkologie für den Ärzte Ohne Grenzen e.V. in Malawi, übernahm er als Oberarzt am Düsseldorfer Universitätsfrauenklinikum zusätzlich die Koordination des Endometriosezentrums sowie die Leitung des Beckenbodenzentrums. Darüber hinaus hat er Erfahrung als Investigator und Subinvestigator zahlreicher medikamentöser und operativer Therapiestudien und engagiert sich ehrenamtlich als Gynäkologischer Onkologe im internationalen Online-Tumorboard des Camfomedics e.V. mit dem Baptist Hospital in Mbingu, Kamerun.
Dr. med. Sebastian Hentsch betreute am Düsseldorfer Universitätsfrauenklinikum über die vergangenen vier Jahre die Endometrioseambulanz zur interdisziplinären Versorgung von Endometriosepatientinnen. Er besitzt die "Spezielle Qualifikation der Stiftung Endometrioseforschung und der Europäischen Endometrioseliga" und hat seit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der operativen, insbesondere minimal-invasiven, Behandlung der Endometriose. Die Wichtigkeit einer interdisziplinären und umfassenden Betreuung von Endometriose-Patientinnen ordnet er wie folgt ein: „Endometriose ist eine häufige Erkrankung auch junger Frauen, welche insbesondere, aber nicht nur, durch chronische Schmerzen die Lebensqualität nicht weniger Patientinnen stark einschränkt. Im Alltag der gynäkologischen Versorgung, ob im Krankenhaus oder der frauenärztlichen Praxis, bleibt oft nur wenig Zeit, auf die komplexen Beschwerdebilder und Bedürfnisse der Endometriosepatientinnen ausreichend einzugehen. Dabei ist die Operation meist nur ein Baustein der Endometriosetherapie. Wichtigste Stütze ist die hormonelle und medikamentöse Therapie. Gelegentlich müssen auch psychosomatische und schmerztherapeutische Konzepte verfolgt und von Lebensstil-ändernden Maßnahmen flankiert werden. Auch eine Adressierung von Familienplanung und Kinderwunsch gehören zur ganzheitlichen Betreuung bei Endometriose.“
Am Helios Klinikum Berlin-Buch soll unter seiner Leitung ein umfassendes ambulantes und stationäres Angebot für Frauen mit Endometrioseverdacht oder diagnostizierter Endometriose geschaffen werden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Chirurgie, Urologie, Schmerztherapie und Psychosomatik sowie mit Kinderwunschzentren und Netzwerken wie FertiPROTEKT wird eine ganzheitliche und leitliniengerechte Versorgung ermöglichen. Dies ist auch für Patientinnen des Brustzentrums, des gynäkologischen Krebszentrums und des Onkologischen Zentrums von besonderer Bedeutung. So kann dazu beigetragen werden, die Chancen auf einen späteren Kinderwunsch nach einer onkologischen oder operativen Endometriosetherapie bestmöglich zu erhalten.