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Welt-Osteoporose-Tag 2017
Pressemitteilung

Welt-Osteoporose-Tag 2017

Burg

Osteoporose, auch „Knochenschwund“ genannt, ist eine „stille“, chronische Erkrankung. Im Laufe der Zeit nimmt die Materialdichte der Knochen ab, sie werden poröser und brüchiger. Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland sind an Osteoporose erkrankt. Anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober 2017 erläutert der Burger Knochenexperte Dr. med. Carsten Bochwitz diese Krankheit näher.

Was ist Osteoporose?
Fast jeder kennt den Begriff Osteoporose und viele wissen, dass es sich dabei um eine Knochenerkrankung handelt. Aber was passiert genau im Körper, wenn jemand an Osteoporose leidet? Osteoporose ist nicht nur eine Alterserscheinung, sondern eine ernste Erkrankung der Knochen, bei welcher die Knochensubstanz abgebaut wird und der Knochen dadurch poröser und weniger belastbar wird. Am häufigsten sind Frauen betroffen.

Ursachen für Osteoporose
Eine Ursache für Osteoporose liegt bei Frauen in den altersbedingten hormonellen Umstellungen des weiblichen Körpers. Diese sogenannte „postmenopausale“ Osteoporose betrifft viele Frauen nach der Menopause. Auch Schilddrüsenerkrankungen können zu Osteoporose führen. Aber auch Vitamin D-Mangel ist eine bekannte Ursache. Weil meist nicht genügend Vitamin D über die Nahrung aufgenommen wird, spielt natürliches Sonnenlicht eine große Rolle. „Das sorgt im Körper dafür, dass Kalzium im Knochen angelagert wird und diesen stärken kann. Mangelt es an Vitamin D kann dieser wichtige Prozess nicht oder nur ungenügend stattfinden“, sagt Dr. med. Carsten Bochwitz, Chefarzt der Klinik für Rückenschmerz in der Helios Klinik Jerichower Land. Zudem können verschiedene Krankheiten wie Typ-1-Diabetes, Rheuma oder Magen-Darm-Erkrankungen wie Morbus Crohn den Knochenschwund begünstigen. Erbliche Faktoren gelten inzwischen als gesichert, ebenso wie weitere negative Einflussfaktoren wie Nikotin und Alkohol.

Was tun wenn der Knochen schwindet?
Osteoporose schreitet schleichend voran und wird oft lange nicht bemerkt. „Es tut nicht weh, wenn sich die Knochensubstanz verringert. Schmerzhaft wird es erst, wenn mit fortgeschrittenem Knochenschwund auch die ersten Brüche auftreten. Häufig wird dann erst eine Osteoporose diagnostiziert und für vorbeugende Maßnahmen ist es oft schon zu spät“, erklärt der Knochenexperte. Bei der fortgeschrittenen Osteoporose sind die Knochen bereits so porös, dass auch kleinste Belastungen schwerwiegende Folgen haben können. Schon das Heben einer Tasche, das Umdrehen im Bett, ein leichtes Stolpern oder sogar Husten kann zu einem Wirbel- oder Knochenbruch führen. Mit dem ersten Bruch steigt auch die seelische Belastung - Schmerzen werden zum Dauerzustand, die Angst vor weiteren Brüchen wird zum Dauerbegleiter, Selbstvertrauen und Selbständigkeit bleiben auf der Strecke.
Untersuchungen wie eine radiologische Knochendichtemessung oder die Bestimmung von Parametern des Knochenstoffwechsels im Blut können helfen, Osteoporose früh zu erkennen. Vor allem auf Röntgenaufnahmen zeigen sich typische Anzeichen für Knochenschwund. „Je nach Grad der Osteoporose können eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung helfen, die Erkrankung zurückzudrängen. In einigen Fällen können auch Medikamente helfen.“ Ist eine Osteoporose durch andere Erkrankungen bedingt, sollten diese ursächlich behandelt werden.

Treten Wirbelkörperbrüche infolge eines Knochenschwundes auf, besteht bei anhaltenden Beschwerden die Möglichkeit, den gebrochenen Wirbel mit Knochenzement zu stabilisieren. Bei diesem Kyphoplastie genannten Eingriff werden durch feinste Instrumente zwei kleine Ballons in den betroffenen Wirbelkörper eingebracht und dort aufgepumpt. „Diese komprimieren das noch vorhandene Knochengewebe. Dann werden die Ballons entfernt und in den Hohlraum Knochenzement eingebracht, der den Wirbel zusätzlich stabilisiert. Der komplette Eingriff wird mittels Schlüsselloch-Chirurgie, also minimal-invasiv, durchgeführt“, erklärt der Orthopäde.

So senken Sie Ihr Osteoporose-Risiko
Der beste Schutz vor Osteoporose ist immer noch eine gesunde Lebensweise, die zumindest die beeinflussbaren Risikofaktoren vermeidet. „Nicht Rauchen, wenig Alkohol, gesunde Ernährung mit Lebensmitteln mit hohem Calciumgehalt und Sport wie z.B. leichte Gymnastik, Nordic Walking, Langlaufen oder auch Radfahren, weil nur durch Belastung die Knochen aufbauenden Zellen aktiviert werden“, zählt Dr. Bochwitz als mögliche präventive Maßnahmen auf. Zusätzlich kann es nach Absprache mit dem Arzt hilfreich sein, abhängig von den Laborwerten Calcium und Vitamin D zuzuführen. 

Pressekontakt

Katja Boese

Referentin PR/Marketing
Katja Boese
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