Infotreff Gesundheit: Hexenschuss – Was hilft beim akuten Kreuzschmerz?
Pressemitteilung

Infotreff Gesundheit: Hexenschuss – Was hilft beim akuten Kreuzschmerz?

Burg

Ein Hexenschuss kann das Ergebnis einer einseitigen Überbelastung sein – meist klingen die Schmerzen dann innerhalb weniger Tage wieder ab. Doch hinter einem Hexenschuss kann auch eine ernsthafte Erkrankung wie zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall stecken.

Ein plötzlicher stechender Schmerz im Lendenwirbelbereich, so stark, dass sich der Betroffene oft nicht mehr aufrichten kann, ist meist ein Hexenschuss. Auslöser können beispielsweise ruckartige Bewegungen, das Heben schwerer Lasten oder Verdrehungen sein, meistens kombiniert mit einer schwachen und verkürzten Rumpfmuskulatur. Oft ist es also nur eine Überlastung der Zwischenwirbelgelenke oder gezerrte und verspannte Rückenmuskeln, welche die Betroffenen in die gebückte Haltung zwingen. „Der Rücken sendet dann mit dem Hexenschuss ein Warnsignal. Ein Hexenschuss kann aber auch ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein“, sagt Dr. med. Alexander Grundig, Orthopäde in der Helios Klinik Jerichower Land.

Wer von einem Hexenschuss betroffen ist, sollte aufgrund der Schmerzen nicht in eine steife Schonhaltung verfallen, sondern sich weiterhin aktiv bewegen. Dies fördert in fast allen Fällen die Heilung der Rückenschmerzen. Auch die Einnahme eines rezeptfreien Schmerzmittels, maximal zwei bis drei Tage, kann helfen, ohne Schmerzen schnell wieder aktiv zu werden. Wärmeanwendungen, wie zum Beispiel ein heißes Bad oder Rotlicht, ergänzen den Heilungsprozess. Auf starke körperliche Belastungen ist in dieser Zeit zu verzichten. In jedem Fall sollte ein Hexenschuss zum Anlass genommen werden, um mehr für die Rückengesundheit zu tun. „Wir empfehlen als Prävention mehr Bewegung im Alltag, regelmäßigen Sport und die Berücksichtigung einer rückenschonenden Haltung“, so Dr. Grundig. In seltenen Fällen kann ein Hexenschuss aber auch Ausdruck einer ernst zu nehmenden Wirbelsäulenerkrankung sein. So könne auch ein Bandscheibenvorfall vorliegen, der auf einen Nerv drückt und die starken Rückenschmerzen verursacht. Bei länger anhaltenden oder sehr starken Schmerzen mit Begleitsymptomen, wie beispielsweise Gefühlsstörungen oder Lähmungserscheinungen, sollte unbedingt ein Orthopäde oder Unfallchirurg aufgesucht werden.

Infotreff Gesundheit

Im Rahmen des „Infotreff Gesundheit“ am 28. November um 17.00 Uhr informiert der Mediziner Betroffene und Interessierte über moderne Diagnostik- und Therapieverfahren und klärt weitere Fragen zu diesem Thema. Die Veranstaltung findet im Konferenzraum (4.104) im Erdgeschoss, Haus 4, in der BBS „Conrad Tack“ statt. Der Zugang erfolgt über die Oberstraße.

Der Besuch der langjährigen gemeinsamen Vortragsreihe zu medizinischen Themen der Kreisvolkshochschule Jerichower Land und der Helios Klinik Jerichower Land in Burg ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Pressekontakt

Katja Boese

Referentin PR/Marketing
Katja Boese
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