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Lungenkrebsfrüherkennung kommt

Je früher Lungenkrebs erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Starke und langjährige Raucherinnen und Raucher als Hochrisikogruppe können sich ab April 2026 in einem Screening untersuchen lassen. Die hochspezialisierten Helios Zentren für Lungenkrebs setzen auf moderne Verfahren zur Abklärung und Therapie.

17.03.2026 Lesedauer: - Min.
Arztgespräch

Bisher gab es in Deutschland kein Lungenkrebsfrüherkennungsprogramm, wie es beispielsweise in der Brust- oder Darmkrebsvorsorge existiert. Nun hat sich einiges getan.

Helios Klinikum Emil von Behring

Chefarzt Klinik für Pneumologie, Lungenklinik Heckeshorn

Früherkennung hat ein klares Ziel: Sie soll Lungenkrebs in einem frühen Stadium aufspüren, in dem eine heilende oder längerfristig kontrollierende Behandlung noch möglich ist.

Lungenkrebs: häufig unentdeckt und häufig tödlich

Rund 45.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen von Lungenkrebs, damit ist dieser bei Männern die häufigste Krebs-Todesursache, bei Frauen die zweithäufigste¹. „Zu Beginn der Erkrankung verursacht Lungenkrebs kaum Beschwerden und wird daher häufig erst spät entdeckt, meist wenn bereits Metastasen vorliegen und der Krebs sich ausgebreitet hat,“ erklärt Prof. Bauer, Leiter des zertifizierten Berliner Lungenkrebszentrums am Helios Klinikum Emil von Behring. Dieses war deutschlandweit das erste Lungenkrebszentrum, das den Qualitäts- und Behandlungsstandards der Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) entsprach.

„Das systematische Lungenkrebsscreening ist nun ein großer Gewinn für die Betroffenen, da wir damit sehr viele Krebsfälle in frühen Stadien entdecken werden“, ergänzt der erfahrene Pneumologe. Bisher wurde nur bei eindeutig auftretenden Symptomen wie langanhaltendem Husten oder Bluthusten eine radiologische Untersuchung als Kassenleistung verordnet.

Spezialisierte Lungenkrebszentren zur Befund-Abklärung und Prüfung

„Wer nach der CT-Untersuchung einen auffälligen Befund erhält, sollte sich an ein spezialisiertes Lungenkrebszentrum wenden. Dort stehen die erforderliche Erfahrung sowie Hightech-Ausrüstung für eine sichere Diagnose und Therapie zur Verfügung“, rät Prof. Bauer. Helios betreibt rund ein Dutzend hochspezialisierte Lungenzentren², die eng im Verbund mit weiteren Kliniken und Arzt-Praxen vernetzt sind. „Unser Ziel ist es, die hochwertige medizinische Versorgung in regionalen Netzwerken weiter auszubauen und eine Behandlung dort zu ermöglichen, wo die höchste medizinische Expertise vorhanden ist,“ erläutert Prof. Dr. Prof. Dr. Frederick Palm, Helios Medical Consultant.

Helios Klinik Schleswig

Chefarzt der Klinik für Neurologie

Bei Helios behandeln wir Lungenkrebs über 32.000-mal pro Jahr und ermöglichen unseren Patientinnen und Patienten unabhängig vom Standort Zugang zu unseren Expertinnen und Experten.

In den spezialisierten Lungenkrebszentren werden Entscheidungen über eine individuelle Behandlung stets interdisziplinär mit dem geballten Wissen aus unterschiedlichen Fachrichtungen getroffen. Zudem werden moderne Verfahren wie Künstliche Intelligenz zur Unterstützung der Befundanalyse eingesetzt.

Wer ist für das Lungenkrebsscreening berechtigt?

In Deutschland haben nun aktive und ehemalige Raucherinnen und Raucher im Alter von 50 bis 75 Jahren, die mindestens 25 Jahre lang stark geraucht haben, ab dem 1. April 2026 einmal jährlich Anspruch auf ein präventives Lungenkrebsscreening:

  • Alter: Menschen zwischen 50 und 75 Jahren
  • Dauer: Zigarettenkonsum ohne Unterbrechung seit mindestens 25 Jahren
  • Höhe: Zigarettenkonsum entspricht mindestens 15 sogenannten „Packungsjahren“ (20 Zigaretten pro Tag über 15 Jahre hinweg)
  • Bei starken Ex-Rauchern: Rauchstopp vor weniger als 10 Jahren

Offene Fragen abklären: Helios Live-Webinar am 23. April

Wer mehr über das Thema Lungenkrebsfrüherkennung erfahren möchte, kann sich aus erster Hand bei den Helios Lungenfachärztinnen und -ärzten informieren, wie das Screening abläuft und welche Möglichkeiten bestehen, falls dabei ein auffälliger Befund festgestellt werden sollte. Das einstündige Webinar mit Chefarzt Prof. Dr. Tim Hirche, Co-Leiter des Lungenkrebszentrums der Helios HSK Wiesbaden, findet am Donnerstag, 23. April 2026, um 18:30 Uhr online statt und ist mithilfe von einem Laptop, PC, Smartphone oder Tablet möglich. Eine anonyme Teilnahme ist möglich. Persönliche Fragen können über den Chat gestellt werden, die von den Fachärztinnen und -ärzten unmittelbar beantwortet werden.

Anmeldung zum Webinar unter: helios-gesundheit.de/lunge

Selbsttest

Screening-Interessierte können mit unserem Online-Selbsttest herausfinden, ob eine Untersuchung zur Lungenkrebsfrüherkennung für sie infrage kommt. Link zum Selbsttest

Erklärvideo Helios Patientenjourney: Was ist das Lungenkrebsscreening?

¹ZfKD, & Robert Koch-Institut. (9. September, 2025). Anzahl der Krebsneuerkrankungen und durch Krebs verursachte Todesfälle in Deutschland nach Geschlecht im Jahr 2023 [Graph]. In Statista. Zugriff am 08. Oktober 2025, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/30563/umfrage/jaehrliche-krebserkrankungen-und-todesfaelle-in-deutschland/

² Helios Lungenkrebszentren – davon sechs DKG-zertifiziert: Berlin, Bonn/Siegburg, Duisburg, Erfurt, Hildesheim, Krefeld, München, Schwerin, Stralsund, Wiesbaden, Wuppertal