Die Geburt des ersten Kindes bringt viele neue Erfahrungen mit sich. Neben all den besonderen Momenten entstehen auch Fragen: Wie lege ich mein Baby richtig an? Welche Stillposition ist für uns beide angenehm? Und was kann ich tun, damit Schmerzen oder Entzündungen gar nicht erst entstehen?
Für Melanie Herfurth war es deshalb wichtig, gerade beim Start in die Stillzeit Unterstützung und fachkundige Ansprechpartnerinnen an ihrer Seite zu haben. In der Helios Klinik Sangerhausen bekam sie praktische Tipps und individuelle Unterstützung durch das Hebammenteam.
Mit praktischen Tipps gut in die Stillzeit starten
Stillen ist für jede Mutter und jedes Kind eine individuelle Erfahrung. Was von außen selbstverständlich wirken mag, muss sich nach der Geburt zunächst entwickeln. Eine passende Stillposition, richtiges Anlegen und das Wissen um mögliche Beschwerden können dabei helfen, den gemeinsamen Start zu erleichtern.
Aktuelle Erkenntnisse und ein starkes Miteinander
Eine gute Stillbegleitung braucht nicht nur Erfahrung, sondern auch regelmäßigen Austausch und aktuelles Fachwissen. In den Helios Kliniken Mansfeld-Südharz wird deshalb Wert darauf gelegt, neue Erkenntnisse rund um das Stillen in die tägliche Arbeit einfließen zu lassen.
„Wir legen im gesamten Team großen Wert darauf, nach den neuesten Erkenntnissen zu arbeiten und uns untereinander gut auszutauschen. Das betrifft unser Hebammenteam genauso wie die Kinderkrankenschwestern auf der Entbindungsstation. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist für uns sehr wichtig, damit Mutter und Kind bestmöglich begleitet werden“, sagt Anne Haese, leitende Hebamme am Helios Klinikstandort Sangerhausen.
Gleichzeitig steht für das Team die Selbstbestimmung der Frauen im Mittelpunkt. „Jede Frau hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Bedürfnisse und ihre eigenen Vorstellungen. Wir möchten ihr deshalb den Raum geben, selbst zu entscheiden, was für sie und ihr Baby der richtige Weg ist. Unsere Aufgabe ist es, zu informieren, zu unterstützen und bei Fragen da zu sein“, so Anne Haese.
Nähe von Anfang an
Auch die ersten Stunden nach der Geburt können eine wichtige Grundlage für die erste gemeinsame Zeit und den Stillstart schaffen. Wenn es die medizinische Situation von Mutter und Kind zulässt, wird in der Helios Klinik Sangerhausen Wert auf einen möglichst ungestörten ersten Kontakt gelegt. Beim sogenannten Bonding kommt das Neugeborene unmittelbar nach der Geburt in engen Haut- und Körperkontakt mit der Mutter oder dem Vater. Auch nach einem Kaiserschnitt kann dieser erste intensive Kontakt unter geeigneten Voraussetzungen bereits im Operationssaal ermöglicht werden.
Für Melanie Herfurth war die persönliche Begleitung gerade als frischgebackene Mutter besonders wertvoll. „Es hat mir gutgetan, dass ich Fragen stellen konnte und mir gezeigt wurde, worauf ich beim Stillen achten kann. So hatte ich von Anfang an das Gefühl, nicht allein zu sein“, sagt sie.
Die Weltstillwoche vom 28. September bis 4. Oktober 2026 rückt die Bedeutung des Stillens und die Unterstützung von Familien in den Mittelpunkt. Für das Team der Geburtshilfe und Pädiatrie ist diese Unterstützung jedoch nicht auf eine Aktionswoche begrenzt: Die Begleitung von Müttern und ihren Babys beim Stillstart gehört für die Hebammen und Kinderkrankenschwestern zur täglichen Arbeit.
Sicherheit auch für besondere Situationen
Neben der persönlichen Begleitung profitieren Familien in Sangerhausen von einer umfassenden medizinischen Versorgung. Als Perinatalzentrum Level III verfügt der Helios Klinikstandort Sangerhausen über besondere Expertise in der Betreuung von Neu- und Frühgeborenen. Die Neonatologie wurde in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut und bietet damit auch für Babys, die nach der Geburt eine intensivere medizinische Betreuung benötigen, eine wichtige Anlaufstelle.
Für werdende Eltern bedeutet das zusätzliche Sicherheit: Auch wenn eine Geburt oder die erste Zeit mit dem Baby medizinisch besondere Herausforderungen mit sich bringt, stehen entsprechende Fachbereiche und ein interdisziplinäres Team zur Verfügung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Geburtshilfe, Neonatologie, Hebammen und Kinderkrankenschwestern ermöglicht dabei eine abgestimmte Betreuung von Mutter und Kind.