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10 Jahre Palliativmedizin an der Helios Amper-Klinik Indersdorf - Die leisen Momente der Medizin

Es sind oft die leisen Momente, in denen die Palliativmedizin ihre größte Wirkung entfaltet. Ein Gespräch, das Angst nimmt. Eine Behandlung, die Schmerzen
lindert. Eine Hand, die bleibt, wenn Worte fehlen.

Seit zehn Jahren begleitet das Palliativteam der Helios Amper Klinik Indersdorf schwer erkrankte, meist hochbetagte Menschen und ihre Angehörigen in einer Zeit, die geprägt ist von Unsicherheit, Fragen und dem Wunsch nach Lebensqualität.

01.03.2026 Lesedauer: - Min.

Der Beginn einer besonderen Idee

Als das Team am 1. März 2016 seine Arbeit aufnahm, stand eine klare Idee im Mittelpunkt: Medizin endet nicht dort, wo Heilung nicht mehr möglich ist. Sie verändert sich. Sie wird persönlicher. Sie wird ruhiger. Sie wird zu Begleitung. „Palliativmedizin bedeutet für uns, Menschen Sicherheit zu geben“, sagt Dr. med. Kerstin Tautenhahn, Oberärztin und Leiterin des Palliativteams. „Es geht darum, Beschwerden zu lindern, Orientierung zu geben und da zu sein — auch in Situationen, die schwer auszuhalten sind.“

Was Palliativ täglich leistet

Vieles von dem, was dabei geschieht, ist kaum sichtbar. Es sind Gespräche am Bett. Gemeinsame Entscheidungen. Kleine Veränderungen, die für Betroffene alles verändern können: weniger Schmerzen, ruhigere Atmung, ein Moment der Entlastung, das Gefühl, nicht allein zu sein.
Gerade bei hochbetagten Patientinnen und Patienten stehen häufig Erkrankungen des Alters im Vordergrund — Herz- oder Niereninsuffizienz, neurologische Erkrankungen oder Demenz. Ziel ist es, Lebensqualität zu erhalten, Selbstständigkeit möglichst lange zu bewahren und Belastungen zu reduzieren.

Teamarbeit als Grundlage

Diese Form der Medizin ist Teamarbeit. Neben Palliativmedizinern sind speziell qualifizierte Pflegekräfte, therapeutische Fachbereiche wie Ergo-, Physio- und Logopädie, Seelsorge und Sozialdienst eng eingebunden. Gemeinsam begleiten sie nicht nur Patienten, sondern immer auch deren Angehörige — oft über einen längeren Zeitraum hinweg. Dass im Klinikverbund Dachau-Indersdorf zwei palliativmedizinische Dienste bestehen, unterstreicht die Bedeutung dieser Versorgungsform. Bedeutung für die Menschen

Seit der Gründung steigt die Zahl der begleiteten Patientinnen und Patienten kontinuierlich. Die Zusammenarbeit mit der Helios Amper Klinik Dachau, der SAPV Dachau und dem Elisabeth Hospiz Verein Dachau ist dabei ein zentraler Bestandteil der Versorgung. Zehn Jahre Palliativmedizin in Indersdorf stehen deshalb vor allem für eines: für Menschen, die sich kümmern. Für Zeit, für Gespräche, für fachliche Kompetenz — und für eine Medizin, die Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt.


Grußwort — Geschäftsführer Herr Teich

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn man über Palliativmedizin spricht, spricht man über Menschen. Über Patientinnen und Patienten, über Angehörige — und über Mitarbeitende, die bereit sind, sich Zeit zu nehmen und auch schwierige Situationen mitzutragen.
Die Arbeit des Palliativteams in Indersdorf zeigt eindrucksvoll, wie wichtig diese Form der Begleitung ist. Sie verbindet medizinische Kompetenz mit Aufmerksamkeit, Respekt und dem Blick für das, was Menschen in belastenden Lebensphasen wirklich brauchen.

Die Bedeutung im Alltag erleben
Viele Leistungen dieser Arbeit bleiben im Hintergrund — und sind doch für Betroffene von großer Bedeutung. Beschwerden werden gelindert, Gespräche ermöglicht, Orientierung gegeben. Diese Form der Unterstützung schafft Sicherheit und Vertrauen.

Dank und Anerkennung

Mein Dank gilt allen Mitarbeitenden, die diese anspruchsvolle Aufgabe mit Engagement, Professionalität und Menschlichkeit ausfüllen. Sie prägen damit nicht nur die Versorgung, sondern auch das Selbstverständnis unseres Hauses.
Das zehnjährige Jubiläum ist vor allem ein Anlass, diese Arbeit sichtbar zu würdigen.

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10 Jahre Palliativmedizin an der Helios Amper-Klinik Indersdorf - Die leisen Momente der Medizin