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DWG - Deutsche Wirbelsäulengesellschaft - Wirbelsäulen Spezialzentrum - Nr. 3910 - 2019-2024

Neurochirurgie

Moderne Neurochirurgie – innovativ und kompetent

Unser Team stellt sich vor
Mit hoher fachlicher Expertise, jahrelanger Erfahrung und großem Engagement sind wir für Sie da. So können Sie sicher sein, jederzeit die bestmögliche Behandlung zu erhalten. Hier sehen Sie, wer Sie betreuen wird.
Julius Dengler
Ärztlicher Direktor, Chefarzt Klinik für Neurochirurgie, Leiter Wirbelsäulenspezialzentrum
So erreichen Sie uns

Wir helfen Ihnen bei Ihrem Anliegen gern persönlich weiter. Hier erhalten Sie erste Informationen und können einen Termin mit uns vereinbaren.


Terminvereinbarung: 0800 633 49 46

E-Mail: neurochirurgie.badsaarow@helios-gesundheit.de       

Unsere Leistungen
In unserer Klinik für Neurochirurgie bieten wir das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie. Besondere Schwerpunkte sind die Behandlung von Hirntumoren, Hirngefäßerkrankungen, degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen und Epilepsie.

Unsere Experten behandeln Erkrankungen der Wirbelsäule wie chronische Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle und Wirbelsäulentumoren.

Erst wenn bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen Physiotherapie und Schmerzmittel nichts mehr bewirken können, sind minimalinvasive, mikrochirurgische oder auch offene Operationsverfahren sinnvoll. Dabei führen wir die Eingriffe so minimal wie möglich, aber so umfangreich nötig durch.

Am häufigsten therapieren wir Erkrankungen, die als Folge von Alterung und Verschleiß auftreten: Bandscheibenvorfälle und Stenosen, die an der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule auftreten und Schmerzen und Lähmungen verursachen können. Wenn alle Möglichkeiten einer konservativen Therapie ausgeschöpft sind, können wir mit minimalinvasiven, mikrochirurgischen Verfahren sehr effektiv die Beschwerden lindern.

Manchmal führt Verschleiß der Bandscheiben auch zu Instabilität, die wir operativ stabilisieren können. Hier wenden wir neben der klassischen Versteifung (Spondylodese) auch dynamische Verfahren an, bei denen eine Restbeweglichkeit erhalten bleibt.

 

Unsere Leistungen im Überblick:

In unserem Wirbelsäulenspezialzentrum werden Pathologien der gesamten Wirbelsäule (HWS/BWS/LWS) sowie des Iliosakralgelenks therapiert.

 

  • Entfernung von Bandscheibenvorfällen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Dekompression von Spinalkanalstenosen (Engstellen des Wirbelkanals) der HWS, BWS und LWS
  • Perkutane Kyphoplastie nach osteoporotischen Wirbelbrüchen
  • Stabilisierungen der Wirbelsäule mit perkutanen und offenen Stabilisierungsverfahren bei Verletzungen der Wirbelsäule, sowie angeborenen oder erworbenen Deformitäten
  • Komplexe Rekonstruktionen von Fehlstellungen und Wirbelkörperersatz bei Trauma oder Tumor
  • Wirbelkörperersatz bei Wirbelkörpermetastasen, mikrochirurgische Entfernung von Wirbelsäulen- und Rückenmarkstumoren und Gefäßanomalien
  • Behandlung von Infektionen der Wirbelsäule
  • Minimalinvasive, perkutane Fusion des Iliosakralgelenks (iFuse-Technik)
  • Behandlung von Komplikationen und Schäden nach Wirbelsäuleneingriffen
  • Konservative (nicht operative) Verfahren bei Wirbelsäulenbeschwerden
  • Konservative und minimalinvasive Therapie der gesamten Wirbelsäule (Akut-Schmerztherapie, Injektionen, periradikuläre Therapien (PRTs) und Kryotherapie (Vereisung) im Bereich der kleinen Wirbelgelenke und der Iliosakralgelenke
  • Neuromodulation mit Rückenmarksstimulation (Spinal Cord Stimulation) und Stimulation der sakralen Nerven bei Blasenfunktionsstörung
     

Der Einsatz von Operationsmikroskopen, intraoperativer 3D-Bildgebung der Anwendung eines Wirbelsäulennavigationssystems und ggf. ein intraoperatives Monitoring der Nervenbahnen/des Rückenmarks sowie die kontinuierliche Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte führt zu einer Verbesserung Ihrer Behandlungsqualität. In unserem Haus finden Sie modernste bildgebende Diagnostikmöglichkeiten z.B.: Ganzwirbelsäulenaufnahme (Röntgen), 3 Tesla Magnetresonanztomografie, Computertomografie mit multiplanarer Rekonstruktion, sowie Myelo-Computertomografie, Positronen Emissionstomographie (PET) und Single Photon Emission Computertomografie (SPECT).

 

Tumoren der Wirbelsäule

Tumoren des Rückenmarks (z.B. Gliome, Ependymome), der Rückenmarkshäute (Meningeome) und der abgehenden Nerven (z.B. Neurinome, Schwannome) sind weitere Erkrankungen, die wir in unserer Klinik operativ behandeln. Dabei kommen modernste Operationsmikroskope inklusive Fluoreszenzmikroskopie und -angiographie, Mikrodoppler, intraoperatives Neuromonitoring (IONM), Ultraschall und minimalinvasive Zugänge zum Einsatz.

Auch können Metastasen anderer Organe die Wirbelsäule befallen und zu Instabilität oder Kompression von Rückenmark oder Nerven führen. Hier ist häufig eine Kombination aus stabilisierender Operation und Tumorteilentfernung notwendig. Manchmal kann ein instabiler Wirbelkörper durch Zementeinspritzung stabilisiert werden. Da diese Metastasen häufig operativ nicht komplett entfernt werden können, beraten wir im Anschluss an die Operation in einem interdisziplinären Tumorboard mit Onkologen und Strahlentherapeuten über die bestmögliche Anschlusstherapie.

Wir behandeln alle Arten von Hirntumoren mit bewährten und individuell angepassten Operationsverfahren. Dazu hat die Helios Fachgruppe Neuromedizin verbindliche Standards verabschiedet, nach denen unsere Patienten behandelt werden.

Das Ziel einer jeden chirurgischen Behandlung von Hirntumoren ist die möglichst großzügige Entfernung des erkrankten Gewebes ohne den Patienten und insbesondere dessen neurologische Funktionen zu gefährden. Hierzu werden in unserer Klinik eine Vielzahl moderner, etablierter Techniken und Hilfsmittel eingesetzt:
 

  • Mikrochirurgie
  • Neuronavigation
  • Fluoreszenzgestützte Tumorresektion (5-ALA)
  • Wach-OP
  • Intraoperatives elektrophysiologisches Monitoring
  • Intraoperative Ultraschalldiagnostik
  • Navigierte Nadelbiopsie

 

Die Erarbeitung eines individuellen Behandlungskonzepts unter Berücksichtigung anerkannter Leitlinien und internationaler Standards ist unser Ziel bei der Beratung und Therapie jedes Patienten. Hierfür bauen wir sowohl im Vorfeld einer Operation, während der Behandlung, als auch bei der Planung einer Nachbehandlung auf enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Auch Alternativen zu einer Operation (z.B. die gezielte Strahlentherapie dem sog. „Gamma-Knife“) werden bei der Entscheidungsfindung und Beratung stets berücksichtigt.

Wir behandeln sämtliche Arten von Tumoren im Bereich des Gehirns, der Hirnhäute, des Schädelknochens und der Hirnnerven.  Auf die am häufigsten behandelten Tumoren wird nachfolgend kurz eingegangen.

 

  • Gliome
  • Menigeome
  • Vestibularis-Schwannom (Syn. Akustikusneurinom)
  • Hypophysenadenome
  • Metastasen

Unter dem peripheren Nervensystem versteht man alle Nerven, die aus dem Gehirn und dem Rückenmark austreten und die Muskeln sowie die Haut versorgen. Unsere Klinik bietet ein breites Spektrum der operativen Behandlung von Erkrankungen des peripheren Nervensystems an.

In der vaskulären Neurochirurgie behandeln wir in einem interdisziplinären Team akute und chronische Erkrankungen der Gefäße, des Gehirns und des Rückenmarks.

 

Neurochirurgisch behandeln wir folgende vaskuläre Erkrankungen:

Schlaganfall - Durchblutungsstörungen im Gehirn

Schlaganfälle und ihre Folgen sind eine der häufigsten Ursachen medizinsicher Notfälle in Deutschland. Ursächlich ist zumeist ein akuter Gefäßverschluss im Gehirn, in dessen Folge Anteile des Gehirns nicht mehr durchblutet und daher geschädigt werden. Alternativ kommt es zu sogenannten blutigen Schlaganfällen durch eine spontane Einblutung in das Hirngewebe. Die initiale Schlaganfallversorgung übernimmt federführend die Klinik für Neurologie mit ihrer Schlaganfallstation (Stroke Unit) sowie die Neuroradiologie



Eine Akutkomplikation des Schlaganfalls kann neben Einblutungen auch eine therapiepflichtige Hirnschwellung sein, die im Einzelfall operativ durch eine sogenannte Hemikraniektomie (Entfernung eines Teils des knöchernen Schädeldachs) oder Anlage externer Ventrikeldrainagen zum Ablassen von Nervenwasser mitversorgt werden kann. Ob eine Indikation für ein chirurgisches Vorgehen besteht, wird im jeweiligen Einzelfall interdisziplinär und unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Standards und Leitlinien entschieden.

Subarachnoidalblutung

Hierbei handelt es sich um Blutungen zwischen Hirnoberfläche und weicher Hirnhaut – sie erfordern zumeist eine notfallmäßige Abklärung und Behandlung. Ursächlich für eine Blutung sind in der Regel Gefäßaussackungen an den Hirnschlagadern – sogenannten Aneurysmen. In Einzelfällen können diese Blutungen aber auch spontan auftreten, ohne dass im Rahmen der Diagnostik eine klare Blutungsquelle identifiziert werden kann. Zudem können andere Gefäßerkrankungen ursächlich für eine solche Blutung sein.



Neben der unmittelbaren Diagnostik kann ein sofortiger Eingriff zur Ausschaltung der Blutungsquelle erforderlich sein. Hier setzen die Neuroradiologen katheterbasierte, endovaskuläre Verfahren (sogenanntes Coiling) ein. Auch operative Verfahren kommen zur Anwendung. Vereinzelt sind auch operativ entlastende Eingriffe eines raumfordernden Blutergusses oder krankhaft gesteigerten Hirndrucks erforderlich.



Das interdisziplinäre Notfallmanagement sowie die Möglichkeit einer begleitenden intensivmedizinischen Betreuung sind dabei entscheidend für die Prognose und damit für die Erholung des Patienten. Neben der akuten Versorgung der Blutungsquelle sind die Identifikation und ggf. Behandlung von sekundären Durchblutungsstörungen mitentscheidend für das Behandlungsergebnis.

Aneurysmen

Bei Aneurysmen unterscheidet man grundsätzlich zwischen symptomatischen – gebluteten/blutenden Aneurysmen z.B. bei einer Subarachnoidalblutung – und nicht symptomatischen (sogenannten inzidentellen) Aneurysmen, die zufällig im Rahmen einer Bildgebung identifiziert werden. Es handelt sich um Aussackungen an Blutgefäßen, die sich meist als Folge einer Gefäßwandschwäche entwickeln können.



Symptomatische Aneurysmen erfordern in der Regel eine unmittelbare Therapie, bei zufällig entdeckten Aneurysmen ist die Abschätzung des möglichen Blutungsrisikos im Individualfall entscheidend. Dies schließt auch die Mitberücksichtigung zusätzlicher Risikofaktoren (Bluthochdruck, Bindegewebserkrankungen, Rauchen, erhöhte Blutfette etc.) mit ein. Nach Neudiagnose eines Aneurysmas bieten wir Ihnen die gesamte Diagnostik zur individuellen Befundeinschätzung an.



Die jeweilige Behandlungsempfehlung wird interdisziplinär abgestimmt und mit Ihnen besprochen. Dabei stehen Ihnen die Spezialisten der Neurochirurgie und Neuroradiologie beratend zur Seite. Nach Behandlung symptomatischer oder auch inzidenteller Aneurysmen organisieren und begleiten wir Sie zudem in der individuellen Nachsorge (Kontrollangiographie, Kontroll-MRT).

Hirnblutung

Neben speziellen spontanen Blutungen wie der Subarachnoidalblutung oder Blutungen im Rahmen eines Schädel-Hirn-Traumas stellen Einblutungen in das Groß- oder Kleinhirn wesentliche Notfälle der Neurochirurgie dar. Sie können auch als hämorrhagischer Schlaganfall im Rahmen der neurologischen Notfallmedizin auffallen. Erforderliche diagnostische und ggf. therapeutische Maßnahmen werden auch hier interdisziplinär entwickelt. Ob ein konservatives oder operatives Vorgehen zur Behandlung der Blutung und ihrer Folgen erforderlich ist, muss immer im Einzelfall entschieden werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Identifikation und Aufarbeitung möglicher struktureller Blutungsursachen (Aneurysmen, eingeblutete Tumoren des Gehirns, Metastasen aus anderen Organen, etc.).

 

Neben operativer Entlastung einer raumfordernden Blutung über eine Kraniotomie (Entfernung eines Teilstücks des knöchernen Schädeldachs), kann ein Bluterguss in Einzelfällen auch über eine minimalinvasive Blutungsdrainage und Verwendung eines das Blutgerinnsel auflösenden Medikaments (z.B. rtPA-Lyse) behandelt werden. Dies gilt insbesondere auch bei Blutungen in die Nervenwasserräume (sogenannte Ventrikel), in deren Folge ein Nervenwasseraufstau (Hydrocephalus) zu einer zusätzlichen Komplikation führen kann. Durch Auflösen dieser Blutungen kann ein geregelter Nervenwasserabfluss gesichert werden.

 

Unabhängig davon gewährleistet die Neurochirurgie eine ständige Versorgungsbereitschaft bei traumatischen Blutungen jeder Art (z.B. epidurale, subdurale, intrazerebrale Hämatome).

Arteriovenöse Malformation, Fistel und Kavernom...

Arteriovenöse Malformationen und Kavernome sind seit Geburt angelegte und sich im Laufe des Lebens entwickelnde Gefäßerkrankungen. Durale arteriovenöse Fisteln entstehen erst im Laufe des Lebens und sind nicht selten bedingt durch eine traumatische Ursache. Dabei kommt es zu einer Art Kurzschluss (dem sogenannten Kapillaren) fehlt. Häufigste Komplikation dieser Erkrankungen sind Hirnblutungen gefolgt von Anfallsleiden oder neurologischen Defiziten. Nicht selten werden sie aber auch im Rahmen moderner Bildgebung zufällig entdeckt. Abhängig von der anatomischen Ausbildung der jeweiligen Gefäßmalformation stehen verschiedene Therapieformen in Form von endovaskulären, katheterbasierten Techniken (Coiling, Embolisation), operativen Behandlungen (Clipping, Resektion des Nidus) und auch radiochirurgischen Behandlungen (z.B. Gamma-Knife Therapie) zur Verfügung. Ziel der gewählten Therapie oder auch einer Kombination verschiedener Therapieverfahren ist in der Regel die komplette Ausschaltung der Gefäßerkrankung.

 

Kavernome sind Gefäßfehlbildungen, die grundsätzlich in vielen Geweben vorkommen können. Es handelt sich dabei um eine Gefäßerkrankung mit wenig Blutfluss, die einem ständigen Umbau und Neubildung kleinster Gefäße zugrunde liegt. Häufig werden sie zufällig diagnostiziert, sie können aber auch durch neurologische Beschwerden (epileptischer Anfälle, Funktionsstörungen wie Lähmung, Gefühlsstörung, Sprachstörung) symptomatisch werden. Eine wesentliche Komplikation stellt dabei eine spontane Einblutung im Sinne einer Hirnblutung dar. Bedingt durch ihren anatomischen Aufbau kann es aber auch zu kleinsten Blutungen im Kavernom selbst kommen, die zu eisenhaltigen Ablagerungen (sogenannte Hämosiderinablagerung) im umgebenden Hirngewebe führen können. Auch diese können zu neurologischen Symptomen und damit einer möglichen Behandlung führen.

 

Asymptomatische Kavernome müssen nicht grundsätzlich operiert werden. Vielmehr ist hier die individuelle Beratung und Abschätzung eines Risikoprofils entscheidend, ob eine operative Behandlung zur Entfernung des Kavernoms ratsam ist oder nicht.  

Neurovaskuläre Kompressionssyndrome

Bei engem Kontakt zwischen Blutgefäßen und Hirnnerven am Austritt aus dem Hirnstamm können symptomatische Kompressionssyndrome, wie z.B. bei der Trigeminusneuralgie oder dem Hemipasmus Facialis, entstehen. Auch abseits des Zentralnervensystems können relevante Kompressionen von Gefäß- oder Nervensträngen entstehen (z.B. Halsrippen-Syndrom, Kostoklavikuläres Syndrom).

 

Neben symptomatischer Therapie mit Medikamenten können auch operative Behandlungen, die den Gefäßnervenkonflikt beseitigen (sogenannte mikrovaskuläre Dekompression, Eingriff nach Jannetta) zur Anwendung kommen. Im Bedarfsfall kann auch auf das gesamte Facharztspektrum des Helios Klinikums Bad Saarow (z.B. Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie) zurückgegriffen werden.

 

Die optimale Versorgung dieser Erkrankungen gewährleisten wir durch:

 

  • die eingespielte, interdisziplinäre Zusammenarbeit der Spezialisten der Neurochirurgie, der Neuroradiologie und der Neurologie
  • Rund um die Uhr Verfügbarkeit neuester Gerätetechnologie (2-Ebenen-Angiographie, Hybrid-OP, 3-Tesla-MRT, Multislice-CT, Perfusions-CT)
  • spezialisierter OP-Ausrüstung (u. a. Mikrochirurgie, Mikrodoppler, intraoperative ICG-Angiographie, intraoperatives Neuromonitoring.

Unsere Experten der Neurochirurgie befassen sich mit der operativen Normalisierung gestörter oder fehlerhafter Funktionen des Nervensystems, die medikamentös nicht oder nicht ausreichend behandelbar sind.

 

Neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Zittern (Tremor) oder Epilepsie werden normalerweise medikamentös behandelt. Bei Patienten, die unter besonders schweren Formen leiden, kann die Wirksamkeit der Medikamente mit den Jahren nachlassen, gleichzeitig können schwere Nebenwirkungen die Lebensqualität beeinträchtigen. Mit dem neurochirurgischen Therapieverfahren der Tiefen Hirnstimulation können die Symptome nachhaltig gelindert werden.



An unserer Klinik bieten wir das gesamte Spektrum der Schrittmachertherapie des Nervensystems von der Tiefen Hirnstimulation über die Rückenmarkstimulation bis hin zu den verschiedenen Möglichkeiten der peripheren Nervenstimulation an. Das umfassende Behandlungsspektrum, modernste intraoperative Techniken und die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller betroffenen Fachdisziplinen ermöglichen es uns, für jeden einzelnen Patienten die bestmögliche Therapie zu planen und umzusetzen. In der Behandlung von chronischen Schmerzsyndromen besteht eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Schmerzklinik. 

Unser Leistungsspektrum umfasst:

  • Chronische Schmerzsyndrome
  • Kopf-, Gesichts-, Rücken- und Leistenschmerzen sowie andere Nervenschmerzen
  • Angina pectoris 
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • Inkontinenz
  • Epilepsie
  • Bewegungsstörungen
  • Parkinson, Zittererkrankungen (Tremor) oder Dystonie

Wir bieten Ihnen folgende Therapieverfahren der Stimulation an:

Periphere Nervenstimulation (PNS)

Im Unterschied zur Rückenmarksstimulation, die sich auf die Bahnen des Rückenmarks konzentriert, kann die periphere Nervenstimulation (PNS) bei einzelnen Nervenfasern ansetzen, unabhängig von ihrer Lage. Dabei werden Elektroden in das den betreffenden Nerv umgebende Unterhautfettgewebe eingebracht.

 

Angewendet wird die periphere Nervenfeldstimulation bei lokalen, also begrenzten Schmerzzuständen:

 

  • therapieresistente, chronische Kopfschmerzen
  • lokale Schmerzareale im Bereich der Extremitäten, des Rumpfes und der Leisten

Motorcortex (MCS)

Der Motorcortex ist ein Bereich der Großhirnrinde, von dem aus Bewegungen gesteuert werden. Dieser lässt sich durch Plattenelektroden stimulieren, die auf oder unter der Gehirnhaut eingesetzt werden. Anders als bei peripherer Nervenstimulation oder Rückenmarksstimulation nimmt der Patient kein leichtes Kribbeln wahr.



Der Operation folgt eine umfangreiche Testphase: Dabei werden die optimalen Stimulations-Parameter ausgetestet und die erreichbare Schmerzreduktion genau protokolliert. Verläuft die Testphase erfolgreich und treten keine Nebenwirkungen auf, wird der Neuromodulator unter Vollnarkose unterhalb des Schlüsselbeins implantiert; die Kabel bis zu den Elektroden werden unter der Haut verlegt.



Die Motorkortexstimulation (MCS) wird bei folgenden Krankheitsbildern eingesetzt:

 

  • chronischen Schmerzen nach Plexusverletzungen (Ausriss von Nervenwurzeln)
  • chronischen bzw. atypischen Gesichtsschmerz
  • Stumpfschmerzen und Phantomschmerzen nach Verlust von Gliedmaßen (insbesondere Arm)
  • zur Neurorehabilitation von Lähmungen nach Schlaganfällen und Hirnblutungen

Sakralnerven-Stimulation

Durch die Sakralnerven-Stimulation werden Nervenfasern im Bereich des Kreuzbeins (Sakrum) angesprochen, die die Blase und den Schließmuskel versorgen. Durch die Stimulation der zuständigen Nerven durch leichte elektrische Impulse kann die Koordination zwischen Gehirn, Beckenboden, Blase und Darm sowie deren Schließmuskeln verbessert werden.



In der Testphase werden zunächst die Elektroden im Sakralbereich am unteren Rücken eingesetzt und an einen externen Impulsgenerator angeschlossen. Dieses Gerät wird zunächst am Gürtel getragen. Verläuft die mehrtägige Testphase zufriedenstellend, wird ein kompakter Schrittmacher über dem Gesäß implantiert.

 

Diese Therapie wird bei Patienten durchgeführt, bei denen konservativen Behandlungen der Harn- und Stuhlinkontinenz keine Erfolge gebracht haben.

Spricht bei einer Epilepsie die medikamentöse Therapie nur unzureichend an, kann durch eine neurochirurgische Behandlung eine Anfallsfreiheit oder ein Rückgang der Anfallshäufung erreicht werden. Für Betroffene kann damit die Lebensqualität verbessert werden.

 

Epilepsie ist eine Erkrankung, bei der es zum regelmäßigen Auftreten von Anfällen kommt. Viele Epilepsien fallen bereits im frühen Kindes- oder Jugendalter auf. Für Patienten, die mit Medikamenten nicht befriedigend behandelbar sind, besteht in ausgesuchten Fällen und nach eingehender prächirurgischer Diagnostik die Möglichkeit zur operativen Behandlung.



Diese OP bietet Betroffenen die Chance, anfallsfrei zu werden und eventuell auch langfristig keine Medikamente mehr einnehmen zu müssen. Ziel der epilepsiechirurgischen Operation ist die Entfernung des epilepsieauslösenden Hirngewebes unter bestmöglicher Schonung aller wichtigen Hirnfunktionen.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, wenden wir unterschiedliche operative Techniken an. Hierzu zählen z.B. die funktionelle  Hemisphärendeafferentierung, die selektive Amygdalohippokampektomie sowie die „maßgeschneiderte“ Resektionen der epileptogenen Areale. Unsere Klinik arbeitet eng mit dem Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg zusammen.  

Rückenschmerzen: Volksleiden Nummer 1 in Deutschland

Herzlich willkommen zur neuen Stippvisite, die wir unserem zertifizierten Wirbelsäulenspezialzentrum abstatten. Hier arbeiten Expertinnen und -experten der Neurochirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Radiologie, Onkologie, Schmerztherapie und Physiotherapie eng zusammen. Unser Klinikum gehört damit zu den wenigen Einrichtungen deutschlandweit, die Patienten mit Wirbelsäulenleiden auf höchstem Niveau behandeln. Unsere Experten beantworten die wichtigsten Fragen zu diesem vielfältigen Thema und geben wertvolle Tipps.

Unsere Stationen
Hier werden Sie gut betreut
Station - Neurochirurgie
Haus J - brauner Bereich, 1. Obergeschoss
Stationsleitung:

Petra Scherbacher

Telefon:

(033631) 7-3386

Neuigkeiten
Helios Klinikum Bad Saarow | 08.01.2024
Rückenschmerz, Bandscheibenvorfall und Spinalkanalstenose - geht es auch ohne Operation

Das Helios Klinikum Bad Saarow lädt am 18. Januar um 16:00 Uhr zur ersten Patientenakademie im neuen Jahr ein. Prof. Dr. med. Julius Dengler, Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie und Leiter des zertifizierten Wirbelsäulenspezialzentrums startet die Vorlesungsreihe mit dem aktuellen Thema "Rückenschmerz, Bandscheibenvorfall und Spinalkanalstenose - geht es auch ohne Operation?". Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Helios Klinikum Bad Saarow | 12.09.2023
Wechsel im Amt des Ärztlichen Direktors am Helios Klinikum Bad Saarow
Das Helios Klinikum Bad Saarow befindet sich im Wandel, und dies zeigt sich nicht nur in der modernen Medizin, sondern auch in der Führungsebene. Ein neues Kapitel in der Geschichte der Ärztlichen Leitung steht bevor. Nach langjähriger engagierter verbindender Tätigkeit und hervorragenden Leistungen als Ärztlicher Direktor wird Dr. med. Jens Osel seine Aufgabe an seinen Nachfolger, Prof. Dr. med. Julius Dengler, zum 1. Oktober 2023 übergeben.
Helios Klinikum Bad Saarow | 07.09.2023
Gemeinsam gegen das Vergessen: Patientenakademie zum Welt-Alzheimertag
Anlässlich des Welt-Alzheimertages lädt das Helios Klinikum Bad Saarow am 21. September 2023 um 16:00 Uhr alle Interessierten zu der Patientenakademie in den Konferenzraum „Theodor Fontane“ ein. Der erfahrene Geriater, Dr. med. Andreas Anhalt, Ärztlicher Leiter der Klinik für Geriatrie, wird in seiner Vorlesung aktuelle Erkenntnisse über Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlung der Alzheimer-Krankheit präsentieren.
Helios Klinikum Bad Saarow | 21.06.2023
Helios Klinikum Bad Saarow lädt ein zum Tag der offenen Tür
Das Helios Klinikum Bad Saarow öffnet am Sonnabend, dem 8. Juli 2023, von 10:00 bis 14:00 Uhr seine Türen. Die Besucher erwartet ein buntes und abwechslungsreiches Familienprogramm rund um die Gesundheit und Medizin. Dazu zählen u.a. verschiedenste Informationsstände, Mitmach-Aktionen und Expertengespräche.
Helios Klinikum Bad Saarow | 12.06.2023
Hochmoderne Strahlentherapie-Geräte setzen neue Maßstäbe in der Krebsbehandlung
Die Klinik für Radioonkologie und Strahlenheilkunde im Helios Klinikum Bad Saarow ist mit neuester Strahlentherapietechnik ausgestattet. Nachdem im vergangenen Jahr bereits das erste hochmoderne Therapiegerät installiert wurde, ging Anfang Juni auch das zweite hochentwickelte Strahlentherapie-System in Betrieb. Die neue Technik ermöglicht eine noch präzisere und effektivere Krebsbehandlung. Zudem können die Strahlentherapien für die Patientinnen und Patienten noch schonender und wirkungsvoller durchgeführt werden.
Helios Klinikum Bad Saarow | 18.05.2022
Onkologisches Zentrum erfolgreich von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert
Die Behandlung von Krebs ist im Helios Klinikum Bad Saarow ein besonders wichtiger Schwerpunkt. Jetzt wurde am Klinikstandort neben einer Reihe von Organkrebszentren auch das Onkologische Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) zertifiziert. Damit wird die Erfüllung der hohen Qualitätsmaßstäbe der DKG bescheinigt. Vorteile für die Tumorpatientinnen und -patienten sind das breite Behandlungsspektrum unter einem Dach und die hohe onkologische Expertise.
Helios Klinikum Bad Saarow | 21.10.2021
Videobrille hilft gegen OP-Angst
Im Helios Klinikum Bad Saarow kommt das mobile Kino in Form einer Brille zu den Patienten in den Operationssaal. Bei einer lokalen Anästhesie können sie sich während der Operation auf Wunsch Spielfilme, Konzerte oder auch Natur-Dokumentationen ansehen. Insbesondere Menschen, die aufgrund der Operation innerlich sehr angespannt und ängstlich sind, erfahren somit eine willkommene Ablenkung und Beruhigung. Dank der Videobrille ist häufig die Gabe medikamentöser Beruhigungsmittel nicht nötig.
Helios Klinikum Bad Saarow | 04.06.2021
Helios Klinikum Bad Saarow ermöglicht wieder Patientenbesuche
Aufgrund der niedrigen Inzidenzzahlen sind ab dem 7. Juni 2021 unter Auflagen wieder Besuche von Patienten im Helios Klinikum Bad Saarow möglich. Die neuen Besuchsregelungen heben ab Montag den bisher bestehenden Besucherstopp auf.
Helios Klinikum Bad Saarow | 03.11.2020
Helios Klinikum Bad Saarow ermöglicht Patienten und Angehörigen Kontakt über Videochat
Zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter vor dem Corona Virus gilt seit dem 3. Oktober im Helios Klinikum Bad Saarow ein Besuchsverbot. Da für Patienten und ihre Angehörigen diese Situation besonders belastend ist, stellt das Klinikum Tablets für Videochats zur Verfügung.
Helios Klinikum Bad Saarow
Pieskower Straße 33
15526 Bad Saarow
Kontakt
Fax: (033631) 7-2108