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Neue Palliativstation in Bad Kissingen: Spezialisierte Versorgung vor Ort erfolgreich gestartet

Seit Januar 2026 bietet das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus schwerstkranken Menschen eine spezialisierte stationäre Betreuung vor Ort – und trifft damit auf große Nachfrage in der Region.

14.04.2026 Lesedauer: - Min.
Haltende Hände

Mit der Inbetriebnahme einer neuen Palliativstation hat das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen sein Versorgungsangebot gezielt erweitert. Seit dem 26. Januar 2026 werden hier Patientinnen und Patienten mit schweren, nicht heilbaren Erkrankungen in einem speziell ausgerichteten Umfeld betreut. Die Station ist sehr gut angelaufen und hat sich bereits in den ersten Wochen als wichtiger Bestandteil der regionalen Versorgung etabliert.

Versorgungslücke in der Region geschlossen

Mit der neuen Station reagiert das Krankenhaus auf einen klar erkennbaren Bedarf in der Region. Analysen zeigen, dass insbesondere im westlichen Einzugsgebiet von Bad Kissingen bislang längere Wege zur nächsten Palliativstation in Kauf genommen werden mussten – teils über 60 bis 90 Kilometer.

Die Station verfügt aktuell über sechs Betten und ist als eigenständige Einheit innerhalb des Krankenhauses organisiert. Eine Erweiterung ist perspektivisch vorgesehen. Ziel ist es, Menschen in einer besonders sensiblen Lebensphase umfassend zu begleiten – medizinisch, pflegerisch und menschlich.

„Unser Anspruch ist es, Lebensqualität zu erhalten und Leid zu lindern – unabhängig vom Stadium der Erkrankung“, erklärt Udo Arnold-Pusch, Chefarzt Palliativmedizin. Grundlage der Arbeit ist ein ganzheitlicher Ansatz, der körperliche Beschwerden ebenso berücksichtigt wie psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse.

Erfahrung im Verbund, Versorgung vor Ort

Die neue Palliativstation am Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen ist im Verbund des Helios Clusters Mainfranken Südthüringen entstanden, dem die Klinik als Teil eines regionalen Versorgungsnetzwerks angehört. Sie baut zudem auf den langjährigen Erfahrungen der Palliativstation am Helios Klinikum Meiningen auf. Dieses Know-how ist in die Konzeption, Struktur und Abläufe eingeflossen – mit dem Ziel, von Beginn an eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen.

Bereits seit Mai 2024 ergänzt ein palliativmedizinischer Dienst die Versorgung im gesamten Krankenhaus. Während dieser Patientinnen und Patienten auf allen Stationen mitbetreut, ermöglicht die neue Palliativstation eine intensivere Behandlung in einem spezialisierten und geschützten Rahmen.

Multiprofessionelles Team im Mittelpunkt

Die Betreuung erfolgt durch ein speziell geschultes multiprofessionelles Team. Dazu gehören Ärztinnen und Ärzte mit Zusatzweiterbildung Palliativmedizin, Pflegefachkräfte sowie Fachkräfte aus Sozialarbeit, Psychologie, Therapie und Seelsorge.

Gemeinsam entwickeln sie individuelle Behandlungspläne, die sich an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientieren. Neben der Linderung belastender Symptome steht auch die Begleitung von Angehörigen im Fokus – von der Aufnahme über die Behandlung bis hin zur Unterstützung in der letzten Lebensphase und darüber hinaus.

Die Station erfüllt alle strukturellen und qualitativen Anforderungen an eine spezialisierte palliativmedizinische Komplexbehandlung und ist eng in die bestehenden regionalen Versorgungsstrukturen eingebunden.

Mit der neuen Palliativstation stärkt das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung in der Region. Die positive Entwicklung seit der Eröffnung bestätigt den eingeschlagenen Weg. Perspektivisch soll das Angebot weiter ausgebaut und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern vertieft werden.