Liebe Patienten und Besucher, sehr geehrte Damen und Herren,
Vorhofflimmern tritt so häufig auf, dass man von einer Volkskrankheit spricht. Bleibt Vorhofflimmern unbehandelt, drohen Schlaganfälle und Herzkomplikationen.
In Deutschland ist Vorhofflimmern für mindestens jeden fünften ischämischen (durch eine Mangeldurchblutung bedingten) Schlaganfall verantwortlich.
Gerade beim ersten Auftreten löst Vorhofflimmern bei vielen Menschen Angst und Panik aus, wenn sie merken, dass ihr Herz aus dem Takt gerät. Allerdings kann eine Vorhofflimmern-Attacke auch ganz unbemerkt verlaufen. Bei über der Hälfte aller Patienten bleiben Symptome oder Beschwerden aus oder fallen nicht auf. Häufig wird Vorhofflimmern daher nur durch Zufall bei einer ärztlichen Untersuchung entdeckt – manchmal auch zu spät, nämlich erst dann, wenn es bereits zu einem Schlaganfall gekommen ist.
Es gibt kaum eine Herzrhythmusstörung, für die so viele Ursachen bekannt sind wie für Vorhofflimmern: Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzschwäche, Herzmuskelerkrankungen, Herzklappenfehler, aber auch Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus und deutliches Übergewicht. Daher rückt neben der direkten Behandlung der Rhythmusstörungen und der Vorbeugung eines Schlaganfalls mittels Gerinnungshemmer auch die Therapie der Grunderkrankungen und Risikofaktoren in den Fokus.
Ziel der bundesweiten Herzwochen 2026 der Deutschen Herzstiftung ist es, die Bevölkerung für die Gefahren des Vorhofflimmerns zu sensibilisieren und über den heutigen Stand an Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.
In den vergangenen Monaten wurden unser Herzkatheterlabor und unsere Brustschmerzstation C3 (Chest Pain Unit, CPU) durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie wegen der sehr guten und gut strukturierten Arbeitsabläufe, der kurzen Wege und des erfahrenen und eingearbeiteten Teams ausgezeichnet und zertifiziert. Seit dem Sommer steht uns darüber hinaus ein neues Herzkatheterlabor zur Verfügung, mit dem wir unser Behandlungsspektrum ausbauen und verbessern können – auch und insbesondere bei der Behandlung von Vorhofflimmern.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und die direkten Gespräche!
Ihr
Dr. med. Thomas Ketteler
Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I
Rahmenprogramm
Informationen/Messungen
- Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin
- Berechnung des individuellen Risikos für tödliche Herz-Kreislauferkrankungen
Info-Stände
- EKG/Langzeit-EKG, Ereignis-Recorder
- Herzschrittmacher und Defibrillatoren
- Katheterablation
- Chest Pain Unit
- Herzkatheterlabor
- Björn-Steiger-Stiftung: „Herzsichere Stadt Aue-Bad Schlema“ und "Retten macht Schule"
- Johanniter Unfallhilfe: Herz-Lungen-Wiederbelebung
Vortragsthemen
16:30 Uhr
Vorhofflimmern – Auswirkungen und Folgen – allgemeine Therapieprinzipien
Chefarzt Dr. med. Thomas Ketteler
16:45 Uhr
Wie kann Vorhofflimmern durch Lebensstilveränderungen beeinflusst werden?
Leitender Oberarzt Dr. med. Martin Mordel
17:00 Uhr
Therapie des Vorhofflimmerns mit dem Katheter – neue Methoden – neues Herzkatheterlabor
Oberärztin Dr. med. Ulrike Wetzel
17:15 Uhr
Welche Rolle spielen smart watches/wearables im Management von Vorhofflimmern? Was tun, wenn die Smart Watch Vorhofflimmern anzeigt? Kann man sich auf wearables verlassen?
Oberarzt Dr. med. Jörg Singer
17:30 Uhr: Pause | Infostände
18:00 Uhr
Schutz vor dem Schlaganfall: Gerinnungshemmer oder Vorhofohrverschluss? Was, wann, wie und für wen?
Oberarzt Dr. med. Markus Schwefer
18:15 Uhr
Notfallversorgung durch das „Herzinfarkt-Netzwerk Chemnitz-Erzgebirge“ und die „Chest Pain Unit“
Chefarzt Dr. med. Thomas Ketteler
18:30 Uhr
Herz-Lungen-Wiederbelebung
Marcus Niedziella, JUH
Referenten und Teilnehmer
Dr. med. Thomas Ketteler
Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I
MuDr. Martin Mordel
Ltd. Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I
Dr. med. Markus Schwefer
Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I
Dr. med. Jörg Singer
Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I
Dr. med. Ulrike Wetzel
Ltd. Oberärztin der Klinik für Innere Medizin I
Marcus Niedziella
Johanniter Unfall Hilfe e.V.
Ärztinnen und Ärzte der Klinik für Innere Medizin I
Assistenzpersonal der Funktionsabteilung und Herzkatheterlabore
Ausbilder der Johanniter Unfallhilfe und Björn-Steiger-Stiftung