Schlaganfall: Heimtückisch, aber nicht unberechenbar© Foto: ag visuell von Adobe Stock

Schlaganfall: Heimtückisch, aber nicht unberechenbar

Berlin

Bei einem Schlaganfall (Apoplex) handelt es sich um eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn, verursacht durch einen Gefäßverschluss oder das Platzen eines Gefäßes. Die bei einem Gefäßverschluss resultierende Minderdurchblutung von Hirnarealen führt dazu, dass Gehirnzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden und dadurch absterben.

Jeder kennt ihn, jedoch will niemand von ihm hören. Das heimtückische an ihm: Er tritt plötzlich auf wie ein Schlag, kündigt sich nicht durch Schmerzen an, hinterlässt jedoch fatale Folgen. Der Schlaganfall gehört zu einer der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die gute Nachricht: Prävention und ein gesunder Lebensstil können ihm gezielt entgegenwirken und das Risiko deutlich senken.

Schlaganfall: Entstehung, Folgen und Behandlungsmöglichkeiten

Ein Schlaganfall kann verschiedene Formen annehmen. Beim ischämischen Schlaganfall (auch: Hirninfarkt) kommt es zu einer Minderdurchblutung (Ischämie) oder sogar dem vollständigen Ausfall der Durchblutung durch einen Gefäßverschluss von Hirnarterien.
Der Verschluss dieser Arterien kann durch Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) oder auch durch einen Blutpfropf (Thrombus) verursacht werden. Beim vergleichsweise seltener auftretendem hämorrhagischen Schlaganfall (auch: Hirnblutung) hingegen, platzt ein Gefäß im Gehirn, was beispielsweise durch Bluthochdruck verursacht werden kann.

Die durch die Gefäßverengung resultierende Minderdurchblutung von Hirnarealen führt dazu, dass die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden und dadurch absterben. Beim hämorrhagischen Schlaganfall (Hirnblutung) drückt das aus dem geplatzten Gefäß austretende Blut auf das umliegende Hirngewebe und kann somit zu erheblichen Schädigungen führen.

Je nachdem welche Hirnareale betroffen sind, wie groß diese sind und wie schnell Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden, fallen die Folgen eines Schlaganfalls unterschiedlich stark aus. Auch können diese sehr vielfältig sein und sowohl körperliche, als auch kognitive und emotionale Einschränkungen betreffen.

So kann es beispielsweise zu einseitigen Lähmungen des Körpers, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Sprachstörungen oder auch Sensibilitätsstörungen kommen. Entsprechend richten sich die Behandlungsmöglichkeiten eines Schlaganfalls immer nach dessen Beschwerden und Ursachen und reichen von medikamentöser Therapie, der Entfernung von Blutgerinnseln bis hin zu Maßnahmen einer operativen Entlastung bei einer größeren Hirnblutung.

Dabei gilt: Je früher der Betroffene behandelt wird, desto weniger Nervenzellen sterben im Gehirn ab und desto größer sind die Chancen gravierende Folgen zu verhindern. Daher sollte bereits bei dem leisesten Verdacht auf einen Schlaganfall umgehend der Notarzt alarmiert werden.

 

Interessante Fakten

  • Eine Behinderung im Erwachsenenalter wird am häufigsten durch einen Schlaganfall ausgelöst
  • Jährlich erleiden etwa 300 Kinder einen Schlaganfall
  • Schon regelmäßige, moderate Bewegung senkt das Schlaganfallrisiko um 50 %
  • Sogenannte stumme Schlaganfälle treten im Schlaf auf und können unbemerkt bleiben
  • Ein Schlaganfall kann zu einer Persönlichkeitsveränderung führen

Risikofaktoren

Um möglichst frühzeitig Maßnahmen gegen einen Schlaganfall zu treffen, ist es wichtig seine persönlichen Risikofaktoren zu kennen. Der größte und dennoch behandelbare Risikofaktor ist Bluthochdruck. Wie viele andere bereits bestehende Vorerkrankungen, wie beispielweise Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen oder auch Vorhofflimmern, erhöht auch er das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. 

Als nicht beeinflussbarer Faktor gelten das Alter sowie das Geschlecht. Denn als Faustregel gilt, dass sich ab dem 50. Lebensjahr das Risiko für einen Schlaganfall mit jedem Jahrzehnt verdoppelt. Zudem erleiden Männer häufiger einen Schlaganfall, als Frauen. Auch spielen die familiäre Vorbelastung und bereits vorausgehende Schlaganfälle eine Rolle.

Nichtsdestotrotz gibt es eine Menge Faktoren, die wir sehr wohl beeinflussen können und zwar durch unseren persönlichen Lebensstil. So können Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Stress und starkes Übergewicht das Risiko für einen Schlaganfall maßgeblich erhöhen. Je mehr dieser Risikofaktoren vorliegen, desto größer ist das Schlaganfallrisiko.

Prävention ist der Schlüssel

Da sich ein Schlaganfall meist nicht ankündigt, sondern plötzlich auftritt und dann oft irreversiblen Schaden anrichtet, ist es unbedingt notwendig, ihm durch Prävention zuvorzukommen. Denn 90 % der Schlaganfälle ließen sich durch rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen verhindern.  

Wir vom Helios Prevention Center überprüfen Ihren Gesundheitsstatus genauestens und können dank modernster, interdisziplinärer Diagnostik Ihre persönlichen Risikofaktoren unmittelbar ermitteln.

Basierend auf Ihren Ergebnissen beraten wir Sie individuell und geben Ihnen maßgeschneiderte Lebensstilempfehlungen mit auf den Weg, um Ihr Schlaganfallrisiko langfristig zu senken.

Die Helios Prevention Center sind deutschlandweit an Standorten in Berlin, Hamburg, Krefeld, Leipzig, München und Wiesbaden vertreten.

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