Einbau von Portsystemen

Falls notwendig, bauen unsere Ärzte Portsysteme ein, die intravenös Medikamente und künstliche Ernährung verabreichen. Wie solch eine Behandlung abläuft, erfahren Sie hier.

Bei einem Port handelt es sich um ein Kathetersystem, das wir vollständig unter die Haut einbringen. Es dient der intravenösen Gabe von Medikamenten und der künstlichen Ernährung – und hat den Vorteil, dass Patienten es immer im Körper mit sich tragen.

Das System besteht aus der Portkammer, die von außen mit speziellen Nadeln punktiert wird, und dem Portschlauch, durch den die Infusionsflüssigkeiten in den Blutkreislauf gelangen
Der Port wird in aller Regel in örtlicher Betäubung eingebaut, nur in Ausnahmefällen ist die Gabe eines zusätzlichen Beruhigungsmittels oder eine Vollnarkose erforderlich. Über einen Schnitt im Bereich zwischen Oberarm und Brustmuskel suchen unsere Ärzte eine kleine Vene und schieben über diese den Portschlauch bis in die obere Hohlvene vor.

Abschließend wird die Portkammer unter der Haut auf der Brustwandmuskulatur fixiert. Wie lang der Portschlauch genau sein muss, kontrollieren wir mittels einer Röntgendurchleuchtung. Der gesamte Eingriff dauert etwa 20 Minuten.

 

Portsystem kann bis zu 2000-mal angestochen werden

Der Port kann am Tag nach der Operation bereits benutzt werden. Bei Langzeiternährungen ist zu beachten, dass die speziellen Punktionsnadeln nach spätestens sieben Tagen gewechselt werden müssen.

Die Lebensdauer eines Portsystems kann mehrere Jahre betragen, es kann etwa 2000-mal angestochen werden. Sollte der Port nicht mehr benötigt werden, kann er in einer etwa zehnminütigen Operation problemlos wieder entfernt werden.