Erkrankungen der Schulter

Erkrankungen der Schulter

Verschleißerkrankungen des Schultergelenks und chronische Unfallfolgen behandeln wir kompetent und sicher.

Verschleißerkrankungen und chronische Unfallfolgen

Im Vordergrund steht hier die Behandlung von Erkrankungen bzw. abnutzungsbedingten Leiden am Schultergelenk. Die Festlegung einer erfolgversprechenden Behandlungsstrategie bedarf einer umfassenden und sorgfältigen Untersuchung sowie in der Regel der Darstellung des Gelenkes mittels bildgebender Verfahren (MRT und Röntgen). In vielen Fällen kann zunächst der Versuch unternommen werden, ohne Operation mit speziellen physiotherapeutischen Behandlungsmethoden eine Linderung oder Heilung zu erreichen. Erst, wenn dies nicht zum Erfolg führt, kann eine Operation notwendig werden.

Nahezu alle derartigen Operationen werden – mit Ausnahme der Implantation künstlicher Schultergelenke –bei uns in arthroskopischer Technik über 3 – 5 kleine Hautschnitte und unter Verwendung einer speziellen Videokamera durchgeführt.

Das sog. Impingementsyndrom  - eine häufig gestellte Diagnose- bedarf vor einer Operation immer einer besonders sorgfältigen Abwägung, da die entsprechenden Beschwerden mitunter lediglich durch Funktionsstörungen der Muskeln des Schultergürtels oder durch Probleme an der Halswirbelsäule verursacht werden. Sollte eine Operation erforderlich sein, wird hierbei die durch Knochenvorsprünge verursachte Enge am Schulterdach operative beseitigt. Der Arm kann nach der Operation sofort frei bewegt werden.

Ein Sehnenabriss der so genannten Rotatorenmanschette bedarf bei Funktionsstörungen der Schulter oder Schmerzen einer operativen Rekonstruktion. Es werden spezielle Implantate (Knochenanker) eingebracht, die mit Fäden versehen sind, mit deren Hilfe die Sehnen am Knochen befestigt werden können. Die so operierten Patienten benötigen eine sehr spezielle Behandlung nach der Operation, auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, die von uns vorbereitet und organisiert wird. So bekommen diese Patienten zum Beispiel eine spezielle elektrisch betriebene Bewegungsschiene mit nach Hause, um einer Versteifung des Schultergelenkes in der Heilungsphase vorzubeugen.

Wiederholte Ausrenkungen des Schultergelenkes (chronische Instabilität) behandeln wir mit individuellen, an die Situation angepassten Operationstechniken. Auch hier finden moderne Knochenanker Anwendung.

Knorpelschäden des Oberarmkopfes oder der Gelenkpfanne behandeln wir entsprechend des Ausmaßes der Schädigung. Kleinflächige oder unfallbedingte Defekte können mittels biologischer Verfahren (Anregung der Bildung von Ersatzknorpel, Knorpel-Knochen-Verpflanzungen) erfolgreich behandelt werden. Die schmerzhafte fortgeschrittene Abnutzung (Arthrose) kann mittels modernster Kunstgelenke (Endoprothesen) erfolgreich operativ behandelt werden. Je nach Befund und Alter des Betroffenen stehen Implantate mit nur minimalem knöchernem Verlust (Kappenprothesen), anatomische Prothesen oder Spezialprothesen (inverse Endoprothese) bei Arthrose durch nicht heilbare Abrisse der Drehmuskelmanschette zur Verfügung.

Mitunter sind Schulterschmerzen auch durch Einklemmung eines Nerven (Kompressionssyndrom des Nervus suprascapularis) in der Nähe des Schultergelenkes bedingt. Diese Problematik lässt sich mit einem ebenfalls arthroskopischen Eingriff beheben.