Das Agnes Karll Krankenhaus im Wandel der Zeit

Das Agnes Karll Krankenhaus im Wandel der Zeit

Anfang der 60-er Jahre gelang es in einer gemeinsamen Anstrengung von Land, Kreis und engagierten Belegärzten mit rund 1,3 Mio Mark den Bau des Agnes Karll Krankenhauses in Bad Schwartau zu realisieren. Das notwendige Grundstück, stellte die Stadt zur Verfügung.

Das ungewöhnliche bauliche Konzept der Flachbauanlage ging auf den Architekten Siegfried Lamprecht zurück. Ziel der kreuzförmigen Anordnung der Räume war, eine Versorgung der Kranken nach neuesten medizinischen und hygienischen Richtlinien zu sichern.

Am 29. April 1963 zogen Patienten, Ärzte und Schwestern in das Haus, welches sich nach kurzer Zeit bereits einen hervorragenden Ruf erarbeitete.

Anfang der 80-er Jahre steuert das Haus auf stürmische Zeiten zu. Die Schließung droht, weil die Landesregierung das Haus von der Bedarfsplanung streichen will.

Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. Protestierende Bürger, Mitarbeiter und Kommunalpolitiker gehen auf die Straße. Was folgt sind Unterschriftenaktionen, zahlreiche Briefe an Politiker und der Zug vors Oberverwaltungsgericht Lüneburg.

Ein vorläufiger Sieg wird dort zwar errungen, die Finanzhilfen werden bis 1986 fortgeführt, doch die Bad Schwartauer müssen weiter um ihr Krankenhaus fürchten.

1988 dann erneut die Rettung. Asklepios bekundet sein Interesse. Ein Jahr später gehört das Haus zu Asklepios. 1994 wird der Standort in Bad Schwartau zu einem der ersten Krankenhäuser der neu gegründeten Helios Gruppe. Neue Strukturen, Therapieformen und OP-Methoden halten Einzug.

Das Haus wird modernisiert, ein weiterer OP-Trakt eingeweiht, das medizinische Spektrum erweitert. Der Ersatz von Knie und Hüftgelenken durch Prothesen entwickelt sich zum Schwerpunkt der Klinik.

2011 erfolgt dann der bis dahin umfangreichste Teilneubau. Innerhalb weniger Monate entsteht ein moderner zweigeschossiger Neubau mit 66 weiteren Betten in Zwei- und Dreibettzimmern. Dazu gehören auch zwei Intensivüberwachungszimmer.

Heute führt das Haus 100 Betten und versorgt rund 5.000 Patienten pro Jahr.