Besuchsverbot in der Helios Klinik Bad Gandersheim

Aufgrund des aktuellen Ausbruchsgeschehens im Landkreis Northeim hat sich die Klinikleitung der Helios Klinik Bad Gandersheim entschieden, vorsorglich ein Besuchsverbot in der Klinik zu erlassen.

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Knieprobleme? Es muss nicht immer ein Voll-Implantat sein

Bad Gandersheim

Schäden am Knie können starke Schmerzen verursachen und die Lebensqualität einschränken. Doch um Beschwerden zu lindern und die Funktion des Knies wiederherzustellen, muss nicht immer eine Vollprothese eingesetzt werden. Ist nur der innere oder äußere Anteil des Kniegelenks vom Verschleiß betroffen und der Kapsel-Bandapparat intakt, hilft oft auch eine sogenannte Schlittenprothese, die den erkrankten Knorpel ersetzt. Wie im Fall von Helga Queisser aus Hilwartshausen.

„Dass das linke Knie nicht in Ordnung ist, wusste ich bereits seit einem medizinischen Befund aus dem Jahr 2014. Trotzdem konnte ich meinem beruflichen und privaten Alltag nachgehen. Ohne größere Beschwerden habe ich weiterhin Sport gemacht. Ich bin ins Fitnessstudio gegangen und war regelmäßig walken“, erzählt Helga Queisser, die als Medizinische Fachangestellte im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Dassel arbeitet. Doch im Februar 2020 bekam sie plötzlich starke Schmerzen in der Innenseite des Knies. „Ich konnte nachts weder auf der rechten noch auf der linken Seite liegen. Ende Februar ging dann gar nichts mehr – die Schmerzen waren so stark, dass ich nicht mehr laufen konnte“, erinnert sie sich. Eine Kollegin aus dem MVZ Dassel, das eine umfassende medizinische Versorgung im Bereich Innere Medizin bietet, empfahl ihr umgehend einen Termin in der Sprechstunde von Dr. Kolbeck im MVZ Bad Gandersheim zu machen.

„Da ich unter starken andauernden Schmerzen litt, habe ich sehr schnell einen Termin bekommen. Am Vorabend meines Termins hat Dr. Kolbeck einen Vortrag zum Thema „Künstliche Kniegelenke“ in Seesen gehalten. Gemeinsam mit meinem Mann habe ich den Vortrag besucht, um einen ersten Eindruck vom Arzt und weitere Informationen zur Erkrankung zu erhalten. So konnte ich in der Sprechstunde sehr detaillierte Fragen stellen“, sagt die 61-Jährige. „Frau Queisser stellte sich mit starken Schmerzen bei mir vor. Nach eingehender Anamnese und Diagnostik mithilfe von MRT- und Röntgenbildern stand fest, dass die Arthrose nur die innere Seite des Kniegelenks betraf. In solchen Fällen nutzt man so genannte Schlittenprothesen. Diese ersetzen die erkrankten Knorpelflächen des Kniegelenks, gesunde Knorpelflächen und andere intakte Strukturen wie z. B. die Kreuzbänder bleiben erhalten. Das Kniegelenk wird also nicht komplett ausgetauscht wie bei einer Vollprothese, sondern nur in Teilen repariert“, erläutert Dr. med. Stefan Kolbeck. „Bei dem Eingriff erfolgt ein kleiner Hautschnitt von ca. 6 bis 8 Zentimetern. Nach der Operation erholen sich die Patienten schneller als bei einer Vollprothese.“ Der erfahrene Orthopäde, der auch als Chefarzt in der Helios Klinik Bad Gandersheim tätig ist, setzt jährlich ca. 100 Schlittenprothesen bei Patienten ein. 

„Ich war sehr froh, als Dr. Kolbeck mir sagte, dass kein komplett neues Knie nötig ist, um meine Beschwerden zu lindern. Als er empfahl, eine Schlittenprothese einzusetzen, habe ich sofort zugestimmt“, sagt Helga Queisser. Dank einer engen Verzahnung zwischen MVZ und Klinik wurde ihr bereits Mitte März in der Helios Klinik Bad Gandersheim in einer 45minütigen Operation die Schlittenprothese im linken Knie implantiert. Fünf Tage verbrachte sie anschließend in der Klinik. „Ich hatte Glück – meine OP war eine Woche vor dem Beschluss der Bundesregierung, elektive Behandlungen aufgrund der Corona-Pandemie nach Möglichkeit zu verschieben. In der Klink waren zu diesem Zeitpunkt bereits Präventionsmaßnahmen angelaufen, so durfte ich keinen Besuch mehr bekommen. Den Pflegekräften und Ärzten hat man die Umstände, die die Corona-Situation mit sich brachte, jedoch kaum angemerkt. Ich fühlte mich rundum gut versorgt und würde mich jederzeit wieder für die Operation in der Helios Klinik Bad Gandersheim entscheiden“, sagt Helga Queisser. Auch ihre Rehabilitationsmaßnahme konnte trotz Corona stattfinden – einen Tag nachdem sie aus der Klinik entlassen wurde, startete die Reha in Bad Karlshafen (Hessen).

Rund acht Wochen nach der Operation fand sie sich zur Nachsorge in der Sprechstunde von Dr. Kolbeck ein. Patientin und Arzt sind mit dem Ergebnis der Operation sehr zufrieden. Helga Queisser sagt: „Ich kann mich wieder ohne Schmerzen bewegen, habe mein normales Fitnesstraining wieder aufgenommen und bin seit Mitte Mai wieder im MVZ Dassel tätig. Ich hätte mir kein besseres Ergebnis wünschen können. Ich fühle mich wieder topfit.“ Der erfahrene Orthopädie Dr. Kolbeck erklärt: „Durch die Schlittenprothese ist der normale Bewegungsablauf im Knie und ein großer Bewegungsumfang erhalten geblieben. Genau dieses Ergebnis haben wir mit der Operation angestrebt.“

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