Pressemitteilung

Umfangreiches Programm zur Woche der Wiederbelebung am Auer Klinikum

Aue

Das richtige Verhalten im Notfall steht in der Zeit vom 19. September bis 26. September 2016 im Vordergrund. Mit zahlreichen internen Fortbildungen, einem öffentlichen Reanimationstraining, Schulungen für SchülerInnen, einer Vorlesung zum Thema „Notfälle in Haus und Garten – wie reagiere ich richtig“ und einem Vortrag „Erste Hilfe am Kleinkind“ beteiligt sich das Auer Klinikum auch in diesem Jahr mit einem umfangreichen Programm an der Woche der Wiederbelebung.

 
Rund 5.000 Menschen sterben jährlich, weil ihnen bei einem Herzstillstand Anwesende nicht helfen. Damit sich dies ändert, beteiligt sich das HELIOS Klinikum Aue auch in diesem Jahr wieder an der Woche der Wiederbelebung und bietet eine Vielzahl unterschiedlicher interner und externer Veranstaltungen.


Die Leitung der Kurse übernimmt das Team der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin rund um Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. habil. Jan Wallenborn: „Möglichst jeder sollte in der Lage sein, in Notsituation auch außerhalb der Klinik eine Herzdruckmassage durchzuführen und damit Leben retten zu können“, sagt der Chefarzt. „Wir versuchen aus diesem Grund, möglichst viele Zielgruppen einzubeziehen. So haben wir beispielsweise am Mittwoch die Schüler der Gymnasien Aue und Schneeberg zu Gast. Gemeinsam mit dem Team der Klinik für Innere Medizin 1 und Reanimationstrainern der Johanniter-Unfall-Hilfe wollen wir Ihnen zeigen, dass jeder im Notfall helfen kann. Auf dem Auer Altmarkt wollen wir außerdem von 10-16 Uhr Passanten auffordern, einmal die Reanimation auszuprobieren. Denn jeder kann helfen. 17 Uhr gibt es dann noch unsere Mittwochsvorlesung zum Thema „Notfälle in Haus und Garten - wie reagiere ich richtig?“. Hier soll es um die richtige Reaktion bei Verbrennungen, Vergiftungen, Herzstillstand und weiteren Verletzungen gehen.“


Abgerundet wird das Programm am Donnerstag um 16.30 Uhr mit einem Vortrag über die richtige Erste Hilfe am Kleinkind. Judith Huster, Fachärztin und Mutter wird über die typischen Notfälle im Kleinkindalter reden und aufzeigen, wie man am besten reagiert und wann der ärztliche Notdienst angebracht ist.
 „Die Teilnahme an einer solchen Aktionswoche ist für uns selbstverständlich“, sagt Klinikgeschäftsführerin Prof. Dr. Bärbel Held. „Mit dieser Schulungsoffensive möchten wir auch außerhalb unserer Notaufnahmen und OP-Säle einen Beitrag zur schnellen Hilfe leisten - für mehr gerettete Leben“.
Grundregel: Schnell und fest auf den Brustkorb drücken, mindestens hundert Mal pro Minute, und dies so lange, bis Hilfe eintrifft. Mit jeder Minute, die bis zum Beginn der Herz-Lungen-Wiederbelebung verstreicht, verringert sich die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten um etwa zehn Prozent. Mit einer einfachen Herzdruckmassage kann der Restsauerstoff im Blut zirkulieren und so bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Überlebenswahrscheinlichkeit entscheidend erhöhen.


In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 80.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Dabei entscheiden meist die ersten fünf Minuten und die Tatsache, ob in dieser Notsituation jemand vor Ort ist, der mit einer Herzdruckmassage den Blutkreislauf aufrechterhält, über Leben und Tod. Denn bereits nach fünf Minuten, die das Gehirn nicht ausreichend durch das Blut mit Sauerstoff versorgt wird, sinken die Überlebenschancen dramatisch. Doch nur 15 Prozent der Bundesbürger helfen im Ernstfall, Deutschland braucht also dringend mehr Ersthelfer.

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 112 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 72 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, 18 Präventionszentren und 14 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 35.000 Betten und beschäftigt rund 71.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Die HELIOS Kliniken gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius und sind Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

 

Pressekontakt:
Katharina Kurzweg
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