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Arabische Laterne, Ramadan-Kareem-Hintergrund Heruntergeladen Arabische Laterne, Ramadan-Kareem-Hintergrund

Interview

mit Doaa Mabrouk, Assistenzärztin

Was bedeutet der Ramadan für Sie ganz persönlich?


Der Ramadan ist ein ganz besonderer Monat für mich, auf den ich immer sehnsüchtig warte. Die tiefe Ruhe, die ich fühle, diese Nähe zu Gott ist etwas ganz Besonderes. Man spürt, wie stark man ist, man sieht, dass man sich kontrollieren kann und ist am Ende des Tages sehr stolz darauf.
 
Meine schönsten Kindheitserinnerungen in Ägypten sind mit Ramadan verbunden. Wir treffen uns immer mit unseren Verwandten, mit unserer Familie. Wir essen zusammen – morgens und abends, wir lachen zusammen. Dieses Gemeinschaftsgefühl ist während des Ramadan besonders stark. Ich erinnere mich noch, als ich das erste Mal erfolgreich alle Tage geschafft habe. Das war ein ganz besonderes Gefühl – voll mit Wärme. Ich erinnere mich auch gern daran, wie die Straßen mit Lichtern und Laternen geschmückt wurden – einfach ein ganz besonderer Monat.


Was finden Sie am schwierigsten in dieser Zeit, vor allem hier in Deutschland.


Ich vermisse meine große Familie in Ägypten. Ich habe hier zwar meinen Mann und meine Kinder und ich versuche, auch hier eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen, da es mir wichtig ist, dass auch sie eine besondere Erinnerung an diese Zeit haben, aber ich vermisse meine große Familie in Ägypten in diesem Monat immer ganz besonders.


Lassen Sie andere an Ihrer Religion teilhaben und begegnen Sie Verständnis oder eher Unverständnis?

Ich gehe offen mit meiner Religion und meiner Fastenzeit um und bekomme auch viel Verständnis. Die Menschen zeigen höchsten Unverständnis, wie man das schaffen kann.