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Endlich mit gleichlangen Beinen im Leben stehen

Dass die eigenen Beine gleichlang sind, ist für die meisten Menschen selbstverständlich. Doch was, wenn ein Bein wenige Zentimeter kürzer als das andere ist? Eine Hüftprothese kann den entscheidenden Ausgleich bringen, um das Leben beschwerdefreier zu gestalten.

16.07.2026 Lesedauer: - Min.

Seit ihrer Kindheit hat Victoria Boiadzhian mit einer angeborenen Hüftdysplasie und einer daraus resultierenden Beinverkürzung zu kämpfen. Die heute 30jährige blickt auf eine lange Leidenszeit zurück, bevor sie sich im Endoprothetik-Zentrum der Helios Klinik Homberg Duisburg vorstellte. „Das Hüftgelenk war bereits sehr in Mitleidenschaft gezogen“, erklärt der dortige Standortleiter Dr. Georgios Spyrou. „Der Hüftkopf des rechten Oberschenkels wurde von der Hüftpfanne nicht genügend stabilisiert, Frau Boiadzhian war auf Hilfsmittel zur Fortbewegung angewiesen und hatte Schmerzen in der Hüfte und im Bein, die ihren Alltag eingeschränkt haben.“

Nach ausführlichen Untersuchungen und einer detaillierten Planung wurde eine Hüftkopfprothese für die Patientin angepasst. Die Implantate basieren auf bewährten Standardmodellen, die entweder aus Keramik, Titan, Kunststoff oder einer Kombination dieser Werkstoffe bestehen. Anhand der patientenspezifischen Daten wird die Prothese anschließend individuell angepasst. Während der Prozedur achtet Dr. Spyrou darauf, dass das künstliche Gelenk millimetergenau sitzt. Die letzten Anpassungen dafür nimmt er im OP-Saal vor. „Erst jetzt sehen wir, ob wir gut geplant haben“, so der erfahrene Chirurg. „Das lässt sich auch nicht final am Computer erkennen, sondern immer nur direkt am Gelenk.“ Handwerkliches Geschick und ein gutes Auge seien dafür vonnöten, doch das komme mit der Erfahrung, erzählt Dr. Spyrou.

Die Operation verläuft komplikationslos. Schon wenige Tage danach bewegt sich Victoria Boiadzhian ohne Hilfsmittel wie Unterarm-Gehstützen auf den Stationsfluren. Ihr Gangbild ist deutlich ruhiger, die Beinlängen ausgeglichen. „Auch daran muss sich die Patientin natürlich erst mal gewöhnen. Aber das geht schnell.“ Ein paar Wochen später sieht Dr. Spyrou bei der Wiedervorstellung eine Patientin, die eine deutliche Steigerung ihrer Lebensqualität fühlt und nun mit gleichlangen Beinen fest im Leben steht.