| Montag | 08:00 - 12:30 Uhr |
| 13:00 - 16:30 Uhr | |
| Freitag | 08:00 - 12:30 Uhr |
Leistungen im Detail
Wir behandeln sämtliche Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäße.
Für die klinische Diagnostik einer Gefäßkrankheit halten wir verschiedene Verfahren bereit. Diese umfassen im ersten Schritt nichtinvasive Verfahren:
- Doppler-Sonographie
- Duplex-Sonographie
- Lichtreflexrheographie (LRR)
Steht die Ursache einer Gefäßkrankheit fest, erfolgt die weitere Behandlungsplanung mit Hilfe folgender Methoden:
- Computertomographische Angiographie
- Magnetresonanz Angiographie
- Subtraktionsangiographie (Katheterutersuchung)
Alle Untersuchungsergebnisse besprechen wir im Gefäßteam, um im Anschluss gemeinsam das bestmögliche, individuelle Therapiekonzept für Sie festzulegen.
Die anschließende Behandlung folgender Krankheitsbilder kann ebenfalls von unseren Gefäßspezialist:innen stationär oder ambulant in Hünfeld erfolgen:
Bei einer Verengung der inneren Halsschlagadern kann es zu Durchblutungsstörungen des Gehirns kommen. Häufig zieht dies Erkrankungen wie einen Schlaganfall mit Lähmungen oder Sprach- und Sehstörungen nach sich.
Je nach Stenose- bzw. Verengungsgrad entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, welche Therapieform für Sie am besten geeignet ist. Dies kann eine konservative Therapie mit Aspirin, Blutfettsenkern und regelmäßigen Ultraschallkontrollen sein. Bei schweren Verläufen bieten wir Ihnen zwei Behandlungsmethoden an:
Endarteriektomie
Zunächst wird die Schlagader ober- und unterhalb des Verschlusses bzw. der Einengung mit Gefäßklemmen verschlossen. Anschließend öffnen wir das Gefäß und schälen die Kalkablagerungen (arteriosklerotischen Plaques) mit einem speziellen Instrument aus. Dieser chirurgische Eingriff kann in einem schonenden Regionalanästhesieverfahren durchgeführt werden. Die Vorteile dieses häufig genutzten Eingriffs sind die geringe körperliche Belastung, die guten Langzeitergebnisse und die niedrige Komplikationsrate.
Stentanlage
Über einen Katheter in der Leistenarterie setzen wir eine Gefäßstütze (Stent) ein. Das Implantat hält die Halsschlagader offen und verhindert das Auftreten neuer Schlaganfälle. Diesen Eingriff wenden wir lediglich bei Patient:innen mit ungünstigen Verhältnissen am Hals an (z.B. Voroperationen, Bestrahlungen), da die Langzeitergebnisse dieses Therapieverfahrens der offenen Behandlung unterlegen sind.
Wir beraten Sie gerne ausführlich zu unseren Behandlungsoptionen und sind auch bei der Nachsorge für Sie da. Diese umfassen Verlaufskontrollen der operierten und auch der nicht operierten, gegenüberliegenden Seite, um eventuelle Ansätze einer Verengung frühzeitig zu erkennen.
Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie uns jederzeit auch per E-Mail kontaktieren.
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) kommt es zu starken Einengungen oder sogar zum kompletten Verschluss der Blutgefäße der Beine, seltener der Arme. Die eingeschränkte Durchblutung kann Schmerzen beim Gehen verursachen und zu Wunden oder Geschwüren führen, die schwer heilen können.
Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten. Als wichtigstes bildgebendes Verfahren zur Diagnostik kommt die farbkodierte Duplexsonographie zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein den Körper nicht-belastendes Ultraschallverfahren. Ergänzend kann eine Magnetresonanz-Angiographie hinzugezogen werden. Auch dieses Verfahren belastet den Körper weder durch Röntgenstrahlen noch durch die Gabe von Kontrastmitteln. Abgestimmt auf eine gründliche Diagnose stimmen wir mit Ihnen gemeinsam den weiteren Behandlungsweg ab. Dabei verfolgen wir zwei Therapieziele:
- Die Wiederherstellung der Gehleistung
- Die Therapie, um das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten
Sollten Sie an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK, Schaufensterkrankheit) leiden, gibt es viele Möglichkeiten, Ihre Beschwerden zu lindern. Wir erstellen im Gefäßteam für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept. Dafür stehen uns alle zeitgemäßen Therapieverfahren zur Verfügung.
Konservative/medikamentöse Therapie
Die konservative Therapie empfehlen wir in frühen Stadien der Gefäßverengung. Sie umfasst die Einnahme durchblutungsfördernder Medikamente, die gute Einstellung der Risikofaktoren sowie ein angeleitetes Gehtraining. Wichtig sind regelmäßige ärztliche Kontrollen, um eine Verschlechterung frühzeitig zu erkennen.
Katheterverfahren mit Gefäßaufdehnung und Stentimplantation
Häufig kann dieser Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt werden, d.h. das Gefäß muss nicht eröffnet werden. Wie bei einem Herzkatheter wird über einen kleinen Einstich in der Leiste ein dünner Draht bis zur verengten Arterie vorgeschoben. Die Aufdehnung der Gefäßengstelle (Angioplastie) kann hierbei alleine oder mit Einlage eines Metallgitter-Röhrchens (Stent) erfolgen. Diese Eingriffsmethode ist sehr schonend und erfordert in der Regel nur einen kurzen Krankenhausaufenthalt.
Offen chirurgische Operation
Stößt das Katheterverfahren an seine Grenzen, ist die offene chirurgische Therapie die beste Möglichkeit, die Durchblutung wieder zu verbessern. Zur Auswahl stehen verschiedene Verfahren: Die Endarteriektomie beschreibt das Ausschälen von arteriosklerotischen Plaques (Fettablagerungen, Kalk) aus dem Gefäß, damit dieses wieder frei durchgängig ist. Die Bypassanlage ermöglicht die Umleitung des Blutes über eine körpereigene Vene oder einen Schlauch aus künstlichem Material (Dacron oder Polyerster), der oberhalb und unterhalb der Gefäßenge mit der Schlagader verbunden wird.
Kombination aus offener Operation und Katheterverfahren
Sogenannte Hybrid-Eingriffe ermöglichen es uns, auch komplexe Engstellen an verschiedenen Stellen des Gefäßsystems parallel zu behandeln. Der offen-chirurgische Anteil der Operation – und damit die Belastung für den Patienten – kann dadurch möglichst geringgehalten werden.
Neurostimulation
Ein Neurostimulationssystem funktioniert ähnlich wie ein Schrittmacher. Ein Generator wird chirurgisch unter der Haut implantiert. Er wird dann mit dünnen isolierten Drähte (sogenannten Elektroden) verbunden, die Stromimpulse an eine Stelle nahe der Wirbelsäule übertragen und so das Schmerzsignal unterbrechen. Kann bei Endstadien der pAVK zu einer deutlicher Schmerzlinderung führen und einer besseren Heilung der chronischen Wunden beitragen.
Auch hier ist es entscheidend, für jeden Patienten das individuell beste Verfahren zu finden.
Eine venöse Thrombose ist eine Blutgerinnselbildung in einer tiefen Vene, meistens in den Beinen. Die meisten venösen Thrombosen treten im Zusammenhang mit einer akuten Erkrankung auf. Längeres Liegen, Operationen und Erkrankungen, die die Blutgerinnung begünstigen, zählen zu den wesentlichen Risikofaktoren. Manche venösen Thrombosen treten aber auch bei völliger Gesundheit auf.
Unser Team ist auf die Diagnose und Behandlung venöser Thrombosen spezialisiert und behandelt sowohl die akute Thrombose als auch das postthrombotische Syndrom als Folgeerkrankung der venösen Thrombose. Nach einer ausführlichen Anamnese ermitteln wir mittels diagnostischer Verfahren die genaue Ursache für Ihre Beschwerden.
Im Falle einer akuten Thrombose ist es das oberste Ziel, sofortige Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Je nach Ausmaß Ihrer Erkrankung ist eine ambulante oder stationäre Therapie erforderlich. Unsere spezialisierten Ärzt:innen beraten Sie ausführlich zur medikamentösen Therapie. Zudem leiten wir eine geeignete Kompresssionstherapie ein und führen – falls notwendig – weitere Untersuchungen zur Klärung der Ursache Ihrer Beschwerden durch.
Die meisten dieser Eingriffe können ambulant durchgeführt werden. Hierzu stehen mehrere Therapieverfahren zur Verfügung - etwa die Sklerosierung von Venen, eine offen-chirurgische Therapie mit Crossektomie und Stripping sowie endovenöse Therapieverfahren (Radiofrequenz-Ablation, Laser-Ablation und Verödung).
Chronische Wunden sind komplexe Erkrankungen, die ein kompetentes und fachübergreifendes Wundmanagement erforderlich machen. Unser interdisziplinäres Wundzentrum bündelt die gesamte Expertise zur Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden unter einem Dach.
Hohe Zuckerwerte greifen auf Dauer die Nerven und Gefäße an. Gut jeder vierte Diabetiker leidet unter Nerven- bzw. Durchblutungsstörungen an den Füßen. In unserer Sprechstunde finden Sie kompetente Hilfe.