Während Corona zwei Mal operiert
Erfahrungsbericht

Während Corona zwei Mal operiert

Breisach am Rhein

Die erneute Re-Zertifizierung des EndoProthetikZentrums in der Breisacher Klinik zeigt, dass die hohen Qualitätsstandards auch während einer Pandemie eingehalten werden. Prosper Nieuwenhuijsen wurde während der Pandemie zweifach in der Breisacher Klinik operiert und berichtet von seinen Erfahrungen.

Ein künstliches Gelenk bietet vielen Patientinnen und Patienten mit starken Verschleißerscheinungen neue Perspektiven auf ein schmerzfreies und mobiles Leben. Im seit 2014 zertifizierten EndoProthetikZentrum der Helios Rosmann Klinik Breisach werden Hüft-, Knie- und Schulteroperationen sowie Wechseloperationen durchgeführt. Auch im Corona-Jahr 2020 profitierten Patientinnen und Patienten von der Expertise des Breisacher Zentrums. Dank des heliosweiten Sicherheitskonzeptes und strikten Hygieneregeln konnten bis auf den Zeitraum zwischen Mitte März und Mitte Mai, als planbare Eingriffe aufgrund der Corona-Pandemie größtenteils verschoben werden mussten, Operationen während des gesamten Jahres 2020 durchgeführt werden. Verschobene Eingriffe wurden mittlerweile weitestgehend nachgeholt. Die Anfang des Jahres erfolgte Re-Zertifizierung bestätigt die hohe Expertise und Sicherheit. „Es gibt in unserem EndoProthetikZentrum keine Abweichungen von den Vorgaben. Das spricht für den hohen Qualitätsstandard, den wir unseren Patientinnen und Patienten bieten“, freut sich Zentrumsleiter und Chefarzt Dr. Stefan Kleinert. Neben Qualitätskriterien und Häufigkeit der Eingriffe werden auch Faktoren wie Kooperationen, organisatorische Strukturen, Weiterbildungsmöglichkeiten und interne Vernetzung aller Abteilungen in den Zertifizierungsprozess aufgenommen.

Prosper Nieuwenhuijsen ist einer der Patienten, der während der Corona-Pandemie sogar zwei Mal in der Breisacher Klinik operiert wurde. Ende Oktober fand eine Meniskusoperation an seinem rechten Knie statt, daraufhin folgte im Januar ein neues Kniegelenk auf der linken Seite. „Bis auf den Coronatest und die erhöhten Sicherheits- und Hygienevorkehrungen spürte man nicht viel Veränderung. Von der Terminvergabe, über die Sprechstunde bis hin zur Operation, Pflege, Nachsorge und Verpflegung war ich sehr zufrieden“, bedankt sich der 58-jährige beim operierenden Orthopäden und Unfallchirurgen Normen Schatz und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: „Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben, alle waren sehr freundlich und hilfsbereit.“ Der aus Holland stammende ehemalige Blumenhändler lebt mit seiner Partnerin seit etwas mehr als einem Jahr in Endingen am Kaiserstuhl. Familie und Verwandte leben in Holland. Das Besuchsverbot während seines fünftägigen Klinikaufenthalts nahm er gelassen und erklärt: „Während des vergangenen Jahres waren Besuche in Holland schwierig, stattdessen haben wir viel geskyped. Das haben wir dann im Krankenhaus weitergeführt. Ich habe Verständnis dafür, die Sicherheit und Gesundheit sind wichtig, für alle.“ Nach den ersten erfolgreichen Mobilisationsübungen in der Klinik ging es für Nieuwenhuijsen in eine dreiwöchige Reha. Dort trainierte er die Stabilität und Funktionalität seines neuen Kniegelenks, um wieder ohne Gehhilfen und Schmerzen laufen zu können. Auf die Reha war er gut vorbereitet und verabschiedete sich aus der Klinik mit den Worten: „Neben dem Rehaprogramm lese ich viele Bücher, schaue Fußball und telefoniere mit meiner Familie.“

 


Die Kliniken Breisach, Müllheim und Titisee-Neustadt gehören seit 1998 zu Helios. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hält seit der Privatisierung der Kliniken 26 Prozent an der gemeinsamen Trägergesellschaft. Als Helios Kliniken Breisgau-Hochschwarzwald stehen sie für die wohnortnahe und kompetente medizinische Versorgung rund um Freiburg im Breisgau. Die Kliniken behandeln zusammen jährlich etwa 21.000 stationäre und 38.000 ambulante Patienten. Insgesamt verfügen sie über 424 Betten und beschäftigen rund 1.000 Mitarbeiter.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika. Rund 20 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 52 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Patienten behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.