Ein Herz für Krebspatienten
Helios St. Elisabeth-Krankenhaus verteilt bald Herzkissen an Brustkrebspatient*innen

Ein Herz für Krebspatienten

Bad Kissingen

Es ist gerade mal vier Wochen her, dass das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen die Bevölkerung dazu aufgerufen hat, Herzkissen für Patienten mit Brustkrebs zu nähen.

Diese Herzkissen können aufgrund ihrer Form unter die Achselhöhle geschoben werden und sollen so für eine Linderung von Schwellungs- und Spannungsschmerz nach einem operativen Eingriff sorgen. Das Konzept kommt ursprünglich aus Dänemark. Inzwischen sind vielerorts ehrenamtliche Vereine für das Nähen von Herzkissen aktiv.

Damit die an Brustkrebs erkrankten Patient*innen im Helios St. Elisabeth-Krankenhaus auch welche bekommen, wurde der Aufruf für die Nähaktion gestartet. „Das Echo war überwältigend,“ so Hamdan Alhussein, Chefarzt für Gynäkologie am Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen. „Dass es am Ende 170 Kissen geworden sind, hat alle unsere Vorstellung übertroffen. So können wir jeder Patientin in unserer Frauenklinik mit der Diagnose Brustkrebs ein bisschen Trost spenden. Die Frauen wissen so, dass an sie gedacht wird und sie in dieser schweren Zeit nicht alleine sind.“

Neben vielen Näher*innen waren auch ganze Vereine für die Aktion tätig. Die Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands aus dem Landkreis haben beispielsweise zahlreiche Kissen gespendet. „Von jung bis alt, ganze Gruppen oder Einzelpersonen, Frau und Mann haben Kissen hergebracht,“ so Dr. Peter Hermeling, Klinikgeschäftsführer. „Es war sogar ein 9-jähriges Mädchen dabei, das ein eigens genähtes Kissen gestiftet hat. Dass in diesem Alter bereits so viel soziales Engagement vorhanden ist, ist einfach toll.“

Das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen hat auch eine Preisverleihung angekündigt, damit das schönste aller Kissen nochmals besonders geehrt werden kann. „Daraus ist leider nichts geworden,“ so Hermeling schmunzelnd. „Ein Kissen war schöner als das andere. Wir mussten neu planen.“ Preisträgerin war daher nicht die Näherin des schönsten Kissens, sondern diejenige, die die meisten Kissen beigesteuert hat. Die Wahl ist dabei schnell auf Jacqueline Karch aus Ebenhausen gefallen. Sie hat ganze zehn Kissen in liebevoller Handarbeit zuhause angefertigt. Dafür hat sie einen Thermen-Besuch und Pralinen erhalten. „Ich freue mich, mit meinen Kissen einen Beitrag geleistet und Brustkrebspatienten geholfen zu haben“, so Karch.