Schlaf – Was passiert da eigentlich?© Foto: Maridav von stock.adobe.com

Schlaf – Was passiert da eigentlich?

Berlin

Er ist für uns lebensnotwendig und trägt maßgeblich zu unserer Gesundheit bei. Er gibt uns Kraft für den neuen Tag und lädt unsere Energiereserven auf – unser Schlaf.

Eins steht fest: Schlaf ist für uns lebensnotwendig! Innerhalb der ersten Stunden, in denen wir schlafen, produziert unser Körper Hormone, die wichtig für Wachstum, Wundheilung und Zellregeneration sind. Dabei sinkt der Spiegel des Stresshormons Cortisol. Auch unser Immunsystem kommt während wir schlafen auf Hochtouren und schüttet vermehrt Abwehrzellen aus. Ebenso wichtig ist er für unser Gedächtnis, da hierbei wichtige Informationen gespeichert und irrelevante aussortiert werden. Abgesehen davon sorgt Schlaf für unsere Entgiftung, da sich die Zellzwischenräume im Gehirn weitern, wodurch das Nervenwasser fließen kann und Schadstoffe abtransportiert werden.

„Die Vielzahl an komplexen Vorgängen, die während wir schlafen stattfinden verdeutlicht, wie wichtig ein gesunder Schlaf für die menschliche Gesundheit ist.“, Dr. med. Falk Seeliger, Facharzt für innere Medizin und Diabetologie im HPC Leipzig.

Verschiedene Hirnareale sind am Schlaf beteiligt, welche unseren Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen, indem sie bestimmte Botenstoffe ausschütten. Zu den wichtigsten Botenstoffen gehören Noradrenalin und Adenosin. Dabei wirkt Noradrenalin aktivierend und fördert die Wachheit, wohingegen Adenosin müde macht und ausgeschüttet wird, wenn wir lange wach waren. Es hemmt das Noradrenalin. Unser Rhythmus wird getaktet durch das Hormon Melatonin: Ist die Ausschüttung des Hormons erhöht, wird es Zeit zu schlafen.

Schlafstadien

Innerhalb der Einschlafphase, welche 10% des Schlafzyklus ausmacht, fallen wir in den Schlaf und haben häufig ungewöhnliche Bilder und Gedanken. Hierbei nimmt die Muskelspannung ab und die Augen bewegen sich langsam rollend. Im zweiten Schlafstadium, dem Leichtschlaf, beginnt der eigentliche Schlaf. Hier ist das Bewusstsein noch vorhanden, die Muskelspannung ist geringer als im Wachzustand und die Aktivität der Augen ist zurückgefahren. Sie macht die Hälfte unseres Schlafes aus. Hierauf folgt die wichtigste Phase unseres Schlafes – die Tiefschlafphase: Sie sorgt für unsere Regeneration. Hier werden unter anderem Wachstumshormone ausgeschüttet. 20% macht diese Phase aus. Die letzte Schlafphase, welche ebenfalls 20% ausmacht, ist der REM- Schlaf. Dies steht für „Rapid Eye Movement“, da es zu schnellen Augenbewegungen kommt, während unsere Muskulatur entspannt ist. Hier werden Informationen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis übertragen.

Hätten Sie es gewusst?

  • Die Aufmerksamkeit nach 17 Stunden Wachsein entspricht etwa derselben Aufmerksamkeit wie mit 0,5 Promille Alkohol im Blut
  • Der zweifelhafte Schlafentzug-Weltrekord liegt bei mehr, als elf Tagen
  • Die meisten Unfälle am Steuer sind bedingt durch Sekundenschlaf
  • Männer haben größere Schwierigkeiten ihren Schlafrhythmus zu durchbrechen, als Frauen
  • Dauerhafter Mangel an Tiefschlaf kann in der Kindheit und im Jugendalter kann zu Kleinwüchsigkeit führen

Generationsunterschiede

Sowohl Alter, als auch Geschlecht spielen beim Schlafverhalten eine große Rolle. So werden ältere Menschen sensitiver und neigen eher zu Schlafstörungen. Säuglinge und Kinder brauchen mehr Schlaf, als Erwachsene. Im Alter nimmt die Schlafmenge dann hingegen ab und der Schlaf wird oberflächlicher. Zudem können Frauen ihren Schlafrhythmus flexibler anpassen, als Männer.

Da Schlaf unabdingbar für die Gesundheit ist, sollten Sie bei Schlafproblemen rechtzeitig Maßnahmen ergreifen. Innerhalb unserer Check-ups berät Sie ein Präventivmediziner individuell und hilft Ihnen optimale Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf zu schaffen.

Die Helios Prevention Center sind deutschlandweit an Standorten in Berlin, Hamburg, Krefeld, Leipzig, München, Rottach-Egern, Stuttgart und Wiesbaden vertreten.

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