Leben mit einer Herzerkrankung
Pressemitteilung

Leben mit einer Herzerkrankung

Leisnig

Vortrag in Colditz: Worauf muss man achten, wenn man Herzprobleme hat?...

Wer Herzprobleme hat, der bekommt meist viele gute Ratschläge, wie er sein Leben ändern sollte. Im Colditzer Freizeitzentrum FEMA erklärt der Hausarzt und kardiologisch interessierter Internist Dr. Danny Nummert-Schulze gemeinsam mit dem Herzexperten Dr. Denis Schloma von der HELIOS Klinik Leisnig in einem Vortrag, worauf Betroffene wirklich achten müssen.

Meist ist es so, dass eine Herzerkrankung einen Menschen sein Leben lang begleitet. Das muss aber nicht heißen, dass die Krankheit das ganze Leben bestimmt, weiß Dr. Danny Nummert-Schulze, Facharzt für Innere Medizin und niedergelassener Allgemeinmediziner in Hartha.

Herr Dr. Nummert-Schulze, was muss sich ändern, wenn bei jemand eine Herzerkrankung festgestellt wurde?
Grundsätzlich ist das natürlich zu allererst von der Erkrankungsart abhängig. Allgemein lässt sich aber sagen, dass es für Betroffene wichtig ist, die mit dem behandelnden Arzt abgestimmte Therapie umzusetzen. Dazu zählt auch, bestimmte Verhaltensweisen zu beherzigen. Dazu zählen: nicht rauchen und gesund essen, beispielsweise mediterrane Küche. Außerdem ist es empfehlenswert, Übergewicht zu reduzieren, regelmäßig körperlich aktiv zu sein und Stress zu reduzieren.

Kann denn  jemand mit einem Herzschrittmacher überhaupt noch sportlich aktiv sein?
Patienten mit einem Herzschrittmacher können, nein, sollten sogar ein aktives Leben führen. Schwimmen, Fahrrad fahren oder Wandern tut dem gesamten Organismus gut. Es sollten allerdings Kampfsportarten vermieden werden, da starke Tritte zu Fehlfunktionen des Schrittmachers führen können. Auch Ballsportarten wie Fußball oder Volleyball stellen grundsätzlich kein Problem dar, wenn es dabei nicht allzu körperbetont und heftig zugeht.

Wann braucht man überhaupt einen Herzschrittmacher?
Der wird nötig, wenn Herzrhythmusstörungen auftreten, also das Herz zu häufig stolpert und zu langsam schlägt. Zuerst sei aber gesagt, dass Herzrhythmusstörungen etwas völlig Normales sein können. Nahezu jeder Mensch hat irgendwann einmal in seinem Leben Unregelmäßigkeiten des Herzschlags – häufig ohne es zu merken. Oft ist es aber so, dass Herzrhythmusstörungen die Folge einer Herzkrankheit sind, wie beispielsweise eines Hochdruckherzes, einer koronare Herzkrankheit oder eines Klappenfehlers. Darüber hinaus sind Herzrhythmusstörungen in seltenen Fällen auch mal Vorläufer und Warnzeichen eines drohenden plötzlichen Herztodes. Der Übergang zwischen normal und krankhaft ist fließend. Krankhaft bedeutet nicht immer gefährlich. Die Grenze ist im Einzelfall schwierig zu ziehen. Ob Herzrhythmusstörungen harmlos, weniger harmlos oder lebensbedrohlich sind, kann nur der Arzt, ein Internist oder Kardiologe, nach ausführlicher Untersuchung des Patienten entscheiden.

Zu den Themen Leben mit einer Herzkrankheit und Herzrhythmusstörungen findet am Donnerstag, 10. November, anlässlich der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung eine Patientenvorlesung im Freizeitzentrum FEMA in Colditz statt. Dr. Danny Nummert-Schulze erklärt, ob man bei Vorliegen einer Herzerkrankung eine Sportbefreiung bis zum Lebensende braucht. Sein Kollege Oberarzt Dr. Denis Schloma von der HELIOS Klinik Leisnig erläutert was passiert, „Wenn das Herz stolpert“. Anschließend stehen die beiden Experten für Fragen der Besucher zur Verfügung. Los geht es um 17 Uhr im Freizeitzentrum FEMA, Wettiner Ring 32, 04680 Colditz. Der Eintritt ist frei.


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