Heilung für langwierige Schmerzkrankheit am Helios Amper-Klinikum Dachau
Pressemitteilung

Heilung für langwierige Schmerzkrankheit am Helios Amper-Klinikum Dachau

Dachau

Inka Schmiedner litt am komplexen regionalen Schmerzsyndrom. Die Ursachen für die Krankheit sind bis heute nicht vollständig geklärt. Bei Chefärztin Dr. Madlen Lahne fand sie im Dachauer Krankenhaus Hilfe.

Inka Schmiedner lächelt, als sie durch die Krankenhaustür ins Freie tritt. „In das Klinikum musste ich noch mit dem Rollstuhl gefahren werden“, sagt die 71-Jährige. Die Rentnerin litt unter dem sogenannten komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS), einer neurologischen Erkrankung, die zumeist infolge einer Verletzung auftritt. „Ich bin eigentlich ein sehr robuster Typ, aber das hat mich völlig aus der Bahn geworfen“, so die ehemalige examinierte Krankenschwester. Die passende Diagnose zu den Schmerzen in ihrem Fuß bekam sie erst, als sie sich an Dr. Madlen Lahne, die Chefärztin der Schmerztherapie im Amper-Klinikum, wandte. „Niemand hatte Verständnis für mich. Erst im Krankenhaus in Dachau wurde ich sofort ernst genommen“, erinnert Schmiedner sich.

Das Erscheinungsbild der Erkrankung variiert, was mitunter dazu führt, dass sie nicht erkannt wird. „Einige Betroffene haben deshalb schon einen langen Leidensweg hinter sich, wenn sie zu uns kommen“, so Dr. Lahne.

Therapie unter Einbeziehung verschiedener Fachrichtungen
Im Dachauer Krankenhaus erwartete Schmiedner eine umfangreiche Behandlung. „Unsere Schmerztherapie folgt einem ganzheitlichen, multimodalen Ansatz“, erklärt Dr. Lahne. Entscheidend für einen langfristigen Erfolg der Behandlung sei aber auch das Engagement der Betroffenen selbst, fügt die Chefärztin hinzu. Am Helios Amper-Klinikum in Dachau arbeiten deshalb Expertinnen und Experten aus Ergo-, Physio-, Psycho- und Schmerztherapie eng mit den Patientinnen und Patienten zusammen.

Inka Schmiedner hat die Therapie sehr geholfen. „Im Klinikum haben sich alle mit vollem Einsatz und mit viel Ruhe und Verständnis um mich gekümmert“, resümiert sie. Die ersten Erfolge überwältigten die Patientin regelrecht: „Auf einmal stehst du auf und kannst wieder ins Bad gehen. Das war unglaublich“, erinnert sie sich. Jetzt freut Inka Schmiedner sich darauf, ihre Rente wieder in vollen Zügen genießen zu können. Ohne, dass der Schmerz ihr Leben bestimmt.

Ursachen für CRPS bis heute nicht vollständig geklärt
Das komplexe regionale Schmerzsyndrom tritt in unterschiedlichen Formen auf. Die Betroffenen leiden teilweise dauerhaft unter Schmerzen und Zeichen einer Entzündung, häufig in Händen oder Füßen. Beweglichkeit und Kraft sind eingeschränkt und ihr Empfindungsvermögen ist gestört. Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen, als Männer. CRPS tritt vor allem zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr auf und mit einer Häufigkeit von zwei bis 15 Prozent nach Verletzungen wie Knochenbrüchen oder Operationen. Die Ursachen für CRPS sind bis heute nicht vollständig geklärt. Deshalb erfolgt die Diagnose unter Ausschluss anderer Erkrankungen und die Behandlung orientiert sich an den vorliegenden Beschwerden.
 


Pressekontakt:
Martin Pechatscheck
Pressesprecher Helios Oberbayern
Telefon: 0162 2625749
E-Mail: martin.pechatscheck@helios-gesundheit.de

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Pressebild zum Download (JPG) Dr. Madlen Lahne (r.) und ihre Patientin Inka Schmiedner. (© Helios)