450 Operationen im ersten Jahr – Neurochirurgie am Amper-Klinikum ist gut gestartet
Pressemitteilung

450 Operationen im ersten Jahr – Neurochirurgie am Amper-Klinikum ist gut gestartet

Dachau

Ob Wach-OP oder Aneurysma am Rückenmark: Chefarzt Professor Thomas Westermaier und sein Team blicken auf 450 Operationen zurück, darunter auf einige, die nur selten durchgeführt werden. Vor gut einem Jahr ging die Fachabteilung Neurochirurgie am Helios Amper-Klinikum Dachau an den Start.

Professor Thomas Westermaier startete im Oktober vergangenen Jahres nicht nur als neuer Chefarzt, er baute auch gleich eine komplett neue Abteilung auf: die Neurochirurgie. Sie beschäftigt sich mit der Diagnose und operativen Behandlung von Erkrankungen, Fehlbildungen und anderen Schädigungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems. Professor Westermaier und sein Team behandeln Patientinnen und Patienten mit Hirnblutungen, Schlaganfallfolgen, Gehirntumoren, Gefäßmissbildungen in Gehirn oder Rückenmark sowie Erkrankungen der Wirbelsäule. 

Insgesamt blickt der Neurochirurg auf 450 Operationen seiner Abteilung in den ersten zwölf Monaten zurück. Darunter befinden sich auch einige, die selten durchgeführt werden: „Wir haben zum Beispiel eine Patientin mit einem Aneurysma am Rückenmark operiert. So eine Operation ist extrem selten, darüber finden sich nur wenige Berichte weltweit.“ Auch sogenannte Wach-OPs werden am Amper-Klinikum vorgenommen. Dabei wird der Patient für kurze Tests aus der Narkose geweckt. So etwas geschieht bei Hirntumor-Operationen, die nahe an Funktionsbereichen des Gehirns liegen. Funktionen wie Bewegung oder Sprache können während einer Narkose nicht zuverlässig überprüft werden. Muss in der Nähe dieser Funktionszentren operiert werden, wird der Patient geweckt, um Sprachaufgaben durchzuführen oder um auf Aufforderung den Arm oder das Bein zu bewegen. „Durch diese Wachoperation kann der Tumor entfernt und die Hirnfunktionen maximal geschont werden. Das wäre bei einer Vollnarkose so nicht möglich“, erläutert der Experte. 

Spezialist für Hirngefäß- und Tumoroperationen
Westermaier verfügt als Wirbelsäulenchirurg und als Spezialist für Hirngefäß- und Tumoroperationen über ein breites Behandlungsspektrum und langjährige Erfahrung, die er am Dachauer Klinikum unter Beweis stellt: „Nie hätten wir zu Beginn gedacht, dass wir so viele Hirntumore und Schädelbasistumore operieren“, berichtet er. „Diese Operationen sind ein Schwerpunkt unserer Arbeit geworden, weil wir eng mit unserem Cancer Center hier am Standort zusammenarbeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch wird am Helios Amper-Klinikum großgeschrieben. „Die natürlichen Partner der Neurochirurgie sind die Neurologie und Neuroradiologie“, erklärt der Chefarzt. „In täglichen gemeinsamen Konferenzen sprechen wir die Fälle durch. Diese enge Kooperation hat für die Patienten den Vorteil einer sehr differenzierten Diagnostik.“ Auch mit den Kollegen aus den Fachabteilungen HNO, Viszeralchirurgie und Unfallchirurgie wurde bereits gemeinsam operiert. 

Behandlung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
„Wir bieten den Patienten eine Behandlung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen an“, sagt Professor Westermaier. „Unser Angebot umfasst das gesamte Spektrum der Neurochirurgie.“ Gut laufe auch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. „Die Kollegen aus dem Landkreis Dachau, angrenzenden Landkreisen und aus München überweisen uns zunehmend Patienten“, freut sich Professor Westermaier. 

Er startete vor einem Jahr mit zwei Oberärzten, jetzt wird seine Abteilung um einen weiteren Arzt erweitert. Für das kommende Jahr hat sich der Chefarzt schon einiges vorgenommen: Geplant ist der Ausbau der endoskopischen Chirurgie an Kopf und Wirbelsäule. Darunter fällt zum Beispiel die Entfernung von Tumoren am Kopf oder die Behandlung von Bandscheibenvorfällen an der Lendenwirbelsäule. Dabei wird mithilfe einer hoch technisierten Mini-Kamera operiert. Der Operationszugang wird dadurch verkleinert, die verbundenen Beschwerden nach der Operation werden minimiert. 

Ferner ist eine Erweiterung der vaskulären Neurochirurgie, die sich mit Erkrankungen der Blutgefäße des Gehirns und des Rückenmarks beschäftigt, gemeinsam mit der Neuroradiologie und der Neurologie am Standort Dachau und am Helios Klinikum München West geplant. „Wir wollen unser Angebot der Neurochirurgie auch auf unser Helios-Schwesterklinikum in München Pasing ausweiten“, so Westermaier.

 


Das Helios Amper-Klinikum Dachau versorgt jährlich rund 22.000 stationäre Patienten, die Helios Amper-Klinik Indersdorf rund 800 akutstationäre sowie 1.200 stationäre Reha-Patienten. Weitere rund 36.000 Patienten werden ambulant von den rund 1.200 Mitarbeitern der beiden Klinikstandorte medizinisch versorgt. Die 16 Fachabteilungen in Dachau verfügen zusammen über 435 Betten. Die Klinik in Markt Indersdorf ist spezialisiert auf Altersmedizin und verfügt mit der Akutgeriatrie sowie der stationären und ambulanten geriatrischen Rehabilitation über insgesamt 90 Betten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika. Rund 20 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 90 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 53 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Patienten behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.


Pressekontakt:
Pia Ott 
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing 
Pressesprecherin
Telefon: (08131) 76-533
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Pressebild zum Download (JPG) Bildunterschrift: Einblick in die Arbeit der Neurochirurgen: Sie operieren seit gut einem Jahr am Amper-Klinikum Dachau. © Helios