Bei uns in den besten Händen
Krankenhaushygiene

Krankenhaushygiene

Helios hat einen eigenen verbindlichen Leitfaden der Krankenhaushygiene mit einem Hygiene- und Desinfektionsplan für seine Kliniken entwickelt. Für dessen Umsetzung sorgen bei uns speziell weitergebildete und geschulte Hygienefachschwestern.

Wir sind uns der großen Gefahr bewusst, die multiresistente Erreger wie MRSA für die Gesundheit unserer Patienten darstellen. Bereits im Jahr 2006 wurde die Helios Fachgruppe "Klinische Hygiene und Infektiologie" gegründet, die als zentrale Schaltstelle die neuesten Forschungsansätze diskutiert sowie unternehmensweite Maßnahmen plant und umsetzt.

In unserem Klinikalltag setzten wir die von der Fachgruppe erarbeiteten Handlungsempfehlungen konsequent um. Weiterhin folgen wir den Empfehlungen und Vorgaben des Robert Koch-Instituts.

Bei der Klinikaufnahme werden Patienten mit einem hohem Risiko für bestimmte Erreger (Patienten bei denen schon früher einmal eine Infektion festgestellt wurde, Patienten mit chronischen Wunden, längerer Antiobiotika- oder Kortisontherapie)  auf diese getestet (z.B. durch Abstriche von Nase, Rachen, Wunde, Stuhl und Urin). Darüber hinaus führen wir diese Untersuchungen in festgelegten Risikobereichen (operative Stationen, Onkologie, Intensivstationen) durch.

Im Helios Klinikum Aue werden Patienten mit multiresistenten Erregern (MRE) nach klaren Vorgaben isoliert. Abhängig vom Infektionsrisiko können zusätzliche Maßnahmen zur Infektionsprävention ergriffen werden. Je nach Erreger werden diese Maßnahmen durch das zuständige Personal in Rücksprache mit der Krankenhaushygiene angepasst.

2016 wurden alle Helios Mitarbeiter zum richtigen Umgang mit Antibiotika geschult. Denn die unsachgemäße Verordnung und Einnahme von Antibiotika führt letztlich dazu, dass Keime im Körper im Ernstfall nicht mehr bekämpft werden können und zu gefährlichen Infektionen führen. Neben Hygienemaßnahmen spielt hierbei der umsichtige Einsatz von Antibiotika eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund haben wir ein Team von speziell ausgebildeten Ärzten (ABS Team),  welches die Antibiotikaverordnungspraxis verbessert.

Der Leitfaden der Krankenhaushygiene ist ein umfangreiches Handbuch über hygienerelevante Themen und enthält die derzeit aktuellen infektionspräventiven Maßnahmen zur Vermeidung von nosokomialen (im Krankenhaus erworbenen) Infektionen.

Der Leitfaden der Krankenhaushygiene ist als unternehmensweite Regelung für alle Mitarbeiter der Helios Kliniken Gruppe verbindlich. Er stellt eine Arbeitsanweisung dar, mit dem Ziel, einen gleichbleibenden hohen Hygienestandard zu erreichen.

Basis für den Leitfaden sind vor allem evidenzbasierte Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI), die HICPAC (Hospital Infection Control Practices Advisory Committee)/ CDC-Guidelines (Centers for Disease Control and Prevention, USA), die entsprechend den Forderungen einer evidenzbasierten Medizin für einzelne infektionsprophylaktische Maßnahmen wissenschaftlich begründet sind.

Arbeitstäglich wird in unseren Kliniken dokumentiert, ob Patienten mit einem relevanten Erreger wie z.B. MRSA besiedelt oder infiziert sind.

Helios stellt diese Daten auf der Seite "HygieneEinBlick" online: So ist für jede Klinik sichtbar, in welchem Umfang die drei relevanten Erregergruppen MRSA, VRE und MRGN bei Patienten nachgewiesen wurden. Mit der Darstellung der Erreger-Daten über einen längeren Zeitraum hinweg lässt sich nachvollziehen, wie sich die Zahl der in unseren Kliniken erworbenen Infektionen entwickelt hat.

Die Verwendung dieser Daten ist die krankenhaushygienische Kernaufgabe der Infektionsprävention. Das beinhaltet die Auseinandersetzung mit der Bedeutung der ermittelten Daten, um Rücksprache mit dem medizinischen Personal zu halten und Rückschlüsse für die Prävention von Krankenhausinfektionen zu ziehen. Durch die freiwillige Übermittlung der Daten an das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für die Überwachung von im Krankenhaus erworbenen Infektionen (Krankenhaus-Infektiones-Surveillance-System (KISS)) vergleichen wir uns mit nationalen Referenzdaten. Dieses Konzept ermöglicht orientierende Vergleiche der Einrichtungen untereinander.