Rückfußerkrankungen

Knick-Senk-Fuß

Der Knick-Senk-Fuß ist die häufigste Fußdeformität.
Im Kindesalter gehört er zur physiologischen Schwankungsbreite der Fußform. Bei einer Persistenz über das 7.-9. Lebensjahr ist jedoch eine Therapie notwendig.


Bei Jugendlichen und Erwachsenen entsteht ein Knick-Senk-Fuß mit Abflachung des Längsgewölbes und Abknicken des Rückfußes infolge von:

  • geschwächtem Bandapparat (Missverhältnis zwischen Belastung und Tragfähigkeit)
  • Muskelungleichgewichten
  • rheumatischer Grunderkrankung
  • Knochenbrüchen und Verletzungen


Bei schmerzhaften Beschwerden muss die Notwendigkeit einer Operation abgeklärt werden. Dabei stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Band- und Sehnenplastiken
  • knöcherne Korrekturen
  • Einbringen von Schrauben außerhalb des Gelenkes zur Aufrichtung des Fußes (Arthrorise)


Die jeweilige Therapieform wird jeweils individuell entschieden.

Bei schweren Rückfußveränderungen kommen mitunter nur gelenkversteifende Eingriffe infrage.

 

Fersenschmerz

Der Fersenschmerz tritt zum einen in bestimmten Wachstumsphasen, aber auch bei knöchernen Veränderungen bzw. bei Nerveneinengungen auf.


Therapie


Die Domäne der Therapie beim Fersenschmerz ist konservativ. Dabei kommt die Anpassung der Belastung, orthopädische Schuhversorgungen mit Schuhzurichtung wie Fersenkeil, Pufferabsatz, Absatzerhöhung zur Anwendung. Eine Ergänzung stellt die physikalische Therapie mit Ultraschall, Elektrotherapie, Dehn- und Kräftigungsübungen. Weiterhin kommen mitunter lokale Infiltrationen, Medikamente und Verbände in Frage.


Erst nach länger erfolgloser konservativer Therapie besteht die Notwendigkeit einer Operation:

  • Resektion der Haglundexostose
  • Schleimbeutelentfernung
  • Entfernung von verändertem Gewebe innerhalb der Achillessehne
  • Dekompression des N.tibialis und seiner Endäste