Chirurgie

Nabel

In der chirurgischen Abteilung des Helios Orthopädisches Zentrum Wittenau bieten wir folgendes Leistungsspektrum:

Techniken für die Nabelbruchoperation

Je nach Größe des Risses und Beschaffenheit des umliegenden Gewebes stehen mehrere Techniken für die Nabelbruch-OPzur Verfügung. Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Verfahren die ‘offene’ und die ‘geschlossene’ Nabelbruch-OP. Bei der ersten Methode erfolgt die Reparation über einen Schnitt in der Bauchdecke die zweite geschieht minimal invasiv mittels Endoskopie.

Bei der offenen Nabelbruch-OP kann der Schnitt entweder senkrecht durch den Bauchnabel oder am Rande des Nabels geführt werden. Nachdem der Nabel von der Bauchwand gelöst worden ist, werden die Ausstülpung des Bauchfells (Bruchsack) samt eventuellem Inhalt wieder in die Bauchhöhle zurück geschoben. Es ist auch eine Art der Nabelbruch-OP möglich, bei der nur der Bruchinhalt zurück verlagert, der Bruchsack entfernt und anschließend die so entstandene Öffnung im Bauchfell vernäht wird. Ist die Bruchpforte kleiner als drei cm und das Gewebe darum herum stabil, wird sie mit einer Naht geschlossen. Auch dafür gibt es verschiedene Methoden. Bei sehr kleinen Öffnungen kann die Direkt-Naht angewendet werden, bei der die Bruchkanten unmittelbar an einander liegen. Bei längeren Rissen kommt die Fasziendopplung zum Einsatz. Hier werden die Bauchwandschichten (Faszien) über einander gelegt und vernäht (Nahttechnik nach Mayo).

Nabelbruch-Operationen werden in der Regel ambulant durchgeführt. Spezialisierte und erfahrene Chirurgen wie Dr. Freudiger operieren seit über 20 Jahren Nabelbrüche unter ambulanten Bedingungen. Die Patienten verlassen ohne wesentliche Beschwerden ein bis zwei Stunden nach der Operation zu Fuß die Klinik. Der medizinische Standard (ein qualifiziertes Narkosefacharzt-Team als auch sämtliche modernen technischen Ausrüstungen vor Ort) ist selbstverständlich der gleiche wie unter stationären Bedingungen.

Die Operations-Methoden richten sich nach Bruchgröße und den individuellen Belastungsanforderungen. Es stehen prinzipiell zwei OP-Methoden zur Verfügung:

  • Bei kleineren Defekten (bis ca. 2 cm Durchmesser) ist die Reparation des Bauchwanddefektes mit Nahttechniken das Verfahren der Wahl. Der operative Zugang (Schnitt) wird sehr klein gehalten und die Haut abschließend kosmetisch vernäht, sodass keine größere sichtbare Narbe zurückbleibt. Bei korrekter OP-Technik ist die Rezidivgefahr (Wiederauftreten eines Nabelbruches an der gleichen Stelle) bei den kleineren Defekten höchst unwahrscheinlich. Nach ein bis zwei Wochen sind bereits wieder sportliche Betätigungen wie Joggen oder Radfahren möglich. Mit einem forcierten Bauchmuskeltraining sollte allerdings erst nach sechs Wochen begonnen werden.
  • Bei größeren Defekten oder bei Rezidiven (erneutes Auftreten eines Bruches nach Vor-Operation) sollte die Verstärkung der Bauchwand mit einem sehr gut verträglichem Kunststoffnetz bzw. –patch durchgeführt werden. Zur Vermeidung von Rezidiven hat sich dieses operative Vorgehen ab einer gewissen Defektgröße, bei Adipösen und Patienten mit schweren körperlichen Belastungen im Alltag sehr bewährt. Das Kunststoffmaterial entspricht dem Nahtmaterial, welches seit Jahrzehnten weltweit bei Operationen verwandt wird. Eine Unverträglichkeit ist nicht beschrieben. Der große Vorteil bei der Verwendung von Netz oder Patch besteht in der sehr raschen Belastbarkeit und Rehabilitation bezüglich beruflicher körperlicher Tätigkeiten und Sport.

Bauchwandbrüche

Die Leistenhernie ist mit 80 Prozent die häufigste aller Bruchformen. Weniger häufig treten Nabel-, Schenkel- und Narbenbrüche auf. Starke Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind häufige Symptome. Brüche heilen nie von selbst. Mit der Zeit nehmen sie meist an Größe zu und führen vermehrt zu Schmerzen.

Beim Leistenbruch kommt es durch eine angeborene oder erworbene Schwachstelle in der Leiste zu einer Verlagerung von Organteilen nach außen vor die Bauchwand. Meist ist der Bruch als Vorwölbung in der Leistengegend vor allem beim Husten und Pressen deutlich sichtbar und tastbar. Hauptindikation für die Operation sind die Vermeidung von Komplikationen wie das Einklemmen von Organteilen sowie die Beseitigung der bestehenden Schmerzen. Die Leistenbruchoperation wird inzwischen aufgrund moderner Verfahren auch ambulant durchgeführt. Die Entlassung kann am gleichen oder darauffolgenden Tag erfolgen.

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