Helios Klinik Cuxhaven unterstützt "Heroes of the sea"
Atlantiküberquerung mit dem Ruderboot

Helios Klinik Cuxhaven unterstützt "Heroes of the sea"

Am 1. Dezember beginnt für die drei Ruderer York Hovest, Rainer Ballwanz und Andreas Stollreiter das wohl größte Abenteuer ihres Lebens. Von Gran Canaria werden sie mit ihrem Ruderboot über den Atlantik, bis auf die karibische Insel Barbados rudern. Mit der Atlantiküberquerung wollen die Drei den Blick auf das Projekt „Heroes of the sea – Helden der Meere“ lenken. Die Helios Klinik Cuxhaven ist im Rahmen von MEDICO Cuxhaven für die gesundheitliche Versorgung der Männer zuständig.

40° C Hitze, 15 Meter hohe Wellen und mögliche Hurrikans sind nur einige der Herausforderungen, die einen auf dem atlantischen Ozean erwarten können. Trotzdem verfolgen Rainer Ballwanz, York Hovest und Andreas Stollreiter den Traum, mit ihrem Ruderboot „H.O.T.S.“ über den Atlantik zu rudern. Und als ob das nicht schon aufregend und anstrengend genug wäre, entsteht nebenbei noch eine Foto- und Videodokumentation über ihr Abenteuer, die den Traum von drei Männern mit der Faszination des Rudersports vereint.

Doch der Hintergrund der Reise ist ernst: Der immer dramatischere Zustand der Meere ist ein bekanntes Problem der Gesellschaft. Aus diesem Grund lenkt das Ruder-Trio die Aufmerksamkeit der Menschen auf die „Helden der Meere“. Auf diejenigen, die sich bedingungslos für den Schutz unserer Meere einsetzen und Lösungen bieten, wie sich jeder einzelne daran beteiligen kann. Mit der Atlantiküberquerung bilden sie eine Brücke zwischen den Kontinenten und verdeutlichen so die Globalität ihres Anliegens. Denn die Probleme der Ozeane können nur gemeinsam gelöst werden. York Hovest und seine Mitstreiter Rainer Ballwanz und Andreas Stollreiter sind bereits geübt auf anspruchsvollen Touren, denn sie waren schon auf einigen Expeditionen wie beispielsweise am Nordpol oder im tiefsten Dschungel. Als Ruderer sind sie allerdings Neulinge.

5000 Kilometer, drei Männer, ein Boot

Das Hochseetaugliche Ruderboot hat die Ost-West-Überquerung des Atlantiks jedoch schon bereits überstanden. Sein Erbauer hat die Tour bereits sechsmal absolviert. Jetzt ist das Boot nach gründlicher Überholung im Eigentum des Trios. Es ist ca. zehn Meter lang und zwei Meter breit – aber für alle Eventualitäten ausgelegt. Denn die Kunststoffkonstruktion ist unsinkbar. An Bug und Heck des Bootes befinden sich Kajüten, die sich von innen wasserdicht verschließen lassen. Sollte bei einem Sturm der Wellengang das Rudern unmöglich machen, werden sich die Drei in den Kajüten einschließen. Egal was dann passiert, das Boot wird sich immer wieder aufrichten.

Die Überquerung soll am 1. Dezember 2019 auf Gran Canaria starten. Ziel ist die Karibikinsel Barbados. In den Wintermonaten ist auf dieser Route mit einer Hurrikan-freien Zeit zu rechnen, sodass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Atlantik auf äquatorialer Linie verhältnismäßig ruhig sein wird. 

Trainingslager mit medizinischer Unterstützung aus Cuxhaven

Zurzeit trainieren die Männer in Tutzing am Starnberger See, wo das Team der Helios Klinik Cuxhaven die Drei medizinisch für die Überfahrt vorbereitet hat. Im Rahmen der funkärztlichen Beratung (Telemedical Maritime Assistance Service, TMAS – MEDICO Cuxhaven) können die drei Ruderer jederzeit auf der Überfahrt über Funk oder Satellitentelefon Kontakt zum medizinischem Team aus Cuxhaven halten. Die Helios Klinik Cuxhaven betreibt den ärztlichen Notfalldienst MEDICO Cuxhaven im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums und der Berufsgenossenschaft Verkehr. Insgesamt gehören 15 speziell geschulte Mediziner der Helios Klinik Cuxhaven dem Telemedical Maritime Assistance Service (TMAS) an. Diese stehen 24 Stunden rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche Schiffen weltweit zur Verfügung. Somit ist MEDICO Cuxhaven ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitsschutzes für Seeleute.

Manuel Burkert ist Chefarzt der Intensiv-, Notfall- und Palliativmedizin an der Helios Klinik in Cuxhaven und Leiter von MEDICO Cuxhaven. Er hat sich in den vergangenen Tagen intensiv mit den drei Ruderern beschäftigt, um sie bestmöglich für den Ernstfall auf dem Atlantik vorzubereiten. „Ich freue mich Teil des Projekts „Heroes of the sea“ zu sein“ sagt Burkert. „Es ist sagenhaft mit welchem Enthusiasmus sich die Drei für die Rettung der Weltmeere einsetzen. Dabei den wichtigsten Part der medizinischen Versorgung zu übernehmen ist für mich etwas ganz besonders. Ich schätze das Vertrauen, welches Rainer, Andreas und York mir und meinem Team entgegenbringen sehr“ so Burkert weiter.

Auch Klinikgeschäftsführer Georg Thiessen freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Ruder-Trio. „Das Team der Helios Klinik Cuxhaven macht sich täglich stark für die Gesundheit und dass über jegliche Landesgrenzen hinweg. Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst und setzen mit der Unterstützung von „Heroes of the sea“ ein wichtiges Zeichen“ so Georg Thiessen.
Im Team mit der expeditionserfahrenen Assistenzärztin Anja Fischer stand für Chefarzt Manuel Burkert neben dem persönlichen Kennenlernen der Ruderer ein medizinischer Checkup auf der Tagesordnung. Dabei wurden mögliche Vorerkrankungen individuell besprochen, Impfpässe geprüft und Risiken analysiert, umso das Trio gesundheitlich bestmöglich auf die Überquerung vorzubereiten. Ebenfalls wurden die wichtigsten Medikamente, deren Medikation sowie mögliche Wechselwirkungen vorgestellt und intensiv mit jedem einzelnen Ruderer erörtert. Die komplette medizinische Ausstattung inklusive der Medikamente wird als Teil der Unterstützung von der Helios Klinik in Cuxhaven dem Projekt „Heroes of the sea“ zur Verfügung gestellt. Somit kann Chefarzt Manuel Burkert sicher gehen für jegliche medizinischen Belange während der Überfahrt die richtigen Medikamente an Bord bereitgestellt zu haben.

Bei einem medizinischen Notfall sind Manuel Burkert und sein Ärzteteam über Funk oder Telefon sehr nah an den Ruderer dran und können so schnellstmöglich gemeinsam die Lösung für das medizinische Problem finden.

Wir rechnen durchaus mit einigen gesundheitlichen Zwischenfällen, wie beispielsweise der Seekrankheit. Ebenfalls könnten sich die Ruderer im schlechten Wetter kleinere oder größere Wunden zuziehen. Auch Atemwegserkrankungen oder Bronchitis können schnell während der Überfahrt auftreten. Darauf werden wir gemeinsam mit den Ruderern vorbereitet sein.

Manuel Burkert, Chefarzt der Intensiv-, Notfall- und Palliativmedizin und Leiter MEDICO Cuxhaven | Helios Klinik Cuxhaven

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Versorgung von Wunden. „York, Rainer und Andreas haben gelernt wie Schnitt- oder Platzwunden medizinisch korrekt versorgt und genäht werden.“

„Neben der Wundversorgung ist die Ernährung ebenfalls essenziell während der Überfahrt“ erklärt Manuel Burkert. Der Lebensmittelvorrat ist für eine ca. 50 tägige Reise ausgelegt. In den Bootsrumpf eingelassen sind Röhren mit 150 Tagesrationen, für jeden Ruderer 50 Tüten. Sie enthalten Nahrungspulver, das mit Wasser aufgerührt wird, zudem Trockenfrüchte und Nüsse – alles in allem hat der Inhalt jeder Tüte einen Nährwert von 6000 Kilokalorien. Der Energieverbrauch durch das permanente Rudern wird enorm hoch sein, dass die Nahrung hoch kalorisch ausgelegt ist. Geplant ist es, dass rund um die Uhr gerudert wird genau genommen in Zwei-Stunden-Schichten. Zwei Stunden rudern, zwei Stunden schlafen. So ist sichergestellt, dass immer zwei rudern werden und einer schläft oder Essen vorbereitet.

Helios Klinik Cuxhaven immer mit an Bord

Bei dem Besuch des medizinischen Teams um Manuel Burkert wurde im Rahmen der Unterstützung der Helios Klinik Cuxhaven das Logo auf dem H.O.T.S. Ruderboot aufgeklebt. Ab sofort ziert das Helios Klinik Cuxhaven Logo nun den Bug des Bootes. Nach der Abfahrt am 1. Dezember von Gran Canaria wird nicht nur das Helios Klinik Cuxhaven Ärzteteam über den aktuellen Standort der Ruderer informiert sein, sondern jeder kann die Position live tracken unter https://heroesofthesea.com/track-us/.

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