Welt Pankreastag – Heimtückischer Versteckkünstler

Welt Pankreastag – Heimtückischer Versteckkünstler

Leipzig

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskrebs) gilt hierzulande als eine der aggressivsten Krebsarten. Patient:innen, denen diese Diagnose gestellt wird, haben im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen eine deutlich geringere Lebenserwartung. Statistisch gesehen liegt die Chance, fünf Jahre nach der Diagnosestellung noch zu leben, bei unter zehn Prozent. Anlass genug, um sich am 17. November 2022, dem Weltpankreastag, sich etwas intensiver mit diesem Organ zu befassen.

Zufällig entdeckt

Als Produzent lebenswichtiger Verdauungssäfte, die für die Aufschlüsselung und Zerkleinerung der Nahrung im Darm notwendig sind sowie als Erzeuger der Hormone Insulin und Glukagon, die den Blutzuckerspiegel regulieren, ist die Arbeit der Bauchspeicheldrüse unabdingbar. „Glück hat daher, bei wem die Erkrankung im Verlaufe der Diagnostik anderer, unspezifischer Beschwerden mittels moderner Bildgebungsverfahren frühzeitig entdeckt wird“, verdeutlicht Dr. Andreas Flade, Leitender Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Zystische Strukturen, die man somit eher zufällig entdeckt, verursachen noch keine Beschwerden, sind aber ein deutliches Warnsignal, das zum Handeln auffordert. Operativ wird den betroffenen Patient:innen dann Gewebe entnommen, das ein Pathologe binnen kurzer Zeit analysiert. „Somit erhalten wir schnell das Ergebnis - ist es eine gutartige, chronische Erkrankung oder bereits die Vorstufe zum Krebs“, ergänzt Dr. Flade. Zystische Veränderungen, fügt er an, müssen nicht zwangsläufig in einer Krebserkrankung enden. Zudem gebe es inzwischen viele Präparate, die einen Verlust der Bauchspeicheldrüse medikamentös ersetzen, indem sie beispielsweise Eiweiße bereitstellen, die wiederum zur Aufspaltung der Nahrung notwendig sind.

Hohe Expertise

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, sagt Dr. Halm, sind ein überaus komplexes Krankheitsbild. Umso dringlicher sei es, dass sich betroffene Patient:innen in ausgewiesenen Zentren wie dem Helios Park-Klinikum behandeln lassen. Das Fatale an diesem Krebs ist, dass sich schon bald Tochterabsiedlungen in der Leber, der Lunge, den Knochen und den Lymphknoten einstellen. Wichtig ist deshalb eine interdisziplinäre Herangehensweise und somit die Bündelung möglichst vieler Expert:innen an dem Fall. Das Helios Park-Klinikum als viszeralonkologisches Zentrum mit den Schwerpunkten Darm-, Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankungen erfüllt diese Voraussetzungen in bester Güte. Zudem kann das Haus auf eine erstklassige Chirurgie, eine interventionelle Gastroenterologie bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der zum Verdauungstrakt gehörenden Hormondrüsen wie der Bauchspeicheldrüse sowie eine interventionelle Radiologie und deren Möglichkeiten bildgesteuerter Therapien verweisen. Sie alle arbeiten eng verzahnt miteinander und sind rund um die Uhr verfügbar. Angesichts der Herausforderungen, die eine OP der Bauchspeicheldrüse mit sich bringen kann, ein unabdingbares Muss.

Ohne Einschränkungen

„Raucher:innen“, sagt Franziska Meyer vom Ernährungsberatungsmanagement des Helios Park-Klinikum Leipzig, „haben ein mehr als dreifach höheres Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Zudem steigert hoher Alkoholkonsum die Gefahr einer Erkrankung.“ Expert:innen schließen auch das Passivrauchen als Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht aus.

 

Aufgrund des hohen Gewichtsverlustes bei Pankreaskrebserkrankungen, rät Franziska Meyer den Patient:innen zu vielen kleinen, aber energiereichen Mahlzeiten. Um den Körper nicht zusätzlich zu schwächen, dürfen diese Patient:innen daher ohne Einschränkung essen, worauf sie Appetit haben.

Gebündelte Kompetenz zum Wohle der Patient:innen:

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